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Wie Peter Thiel zum Kreuzzug für Bitcoin aufruft

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Wäre er heute Bitcoiner oder Anti-Bitcoiner? Bernhard von Clairvaux, ein legendärer Kreuzzugprediger. Bild von Fr James Bradley via flickr.com. Lizenz: Creative Commons

PayPal-Mitgründer Peter Thiel hat eine Keynote-Rede auf der Bitcoin 2022 gehalten. Seine Rede gibt Einblick in eine Geisteshaltung einer zwar kleinen, aber lauten und führenden, radikalen Minderheit unter Bitcoinern.

Bitcoiner sind keine Radikalen. Sie sind keine Irren und keine Extremisten, und es liegt ihnen fern, einen Krieg gegen die Ungläubigen und Bitcoin-Leugner führen zu wollen.

Bitcoiner sind, das zeigen unsere Umfragen wieder und wieder: gewöhnliche Menschen, deren Meinungen zu politischen Fragen ebenso weit auseinanderklaffen wie beim Rest der Welt. Es gibt nicht DIE Bitcoin-Ideologie. Allenfalls könnte man sagen, dass Bitcoiner dazu neigen, gut gebildet zu sein und Freiheit wertzuschätzen.

Aber es gibt in der Bitcoin-Szene durchaus Radikale, und diese Radikalen haben, wie es bei Radikalen so häufig vorkommt, einen besonders glühenden Eifer und eine besonders laute Stimme. Gerade im Internet, dieser natürlichen Heimat aller radikalen Lautsprecher, entsteht der irreführende Eindruck, dass diese glühenden Glaubenskrieger die Bitcoin-Szene vertreten — was manche Extremisten der Staatswirtschaft mit Vergnügen gegen Bitcoin an sich verwenden.

Einer dieser Bitcoin-Glaubenskrieger ist Peter Thiel. Der in Deutschland geborene, aber schon in der Jugend in die USA ausgewanderte Mann ist dafür bekannt, zuerst PayPal gegründet zu haben und dann die dadurch entstandenen Gewinne so klug investiert zu haben, dass er zu einer der führenden Investoren der US-Tech-Branche wurde.

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Anfangs betrachtete Thiel Bitcoin mit Zuneigung, aber auch Skepsis. Mittlerweile hat er die Skepsis abgeschüttelt und die Zuneigung in feurige Begeisterung transformiert. Das zeigt spätestens die Keynote-Rede, mit der er die Konferenz „Bitcoin 2022“ eröffnete.

Warum verdammt noch mal ist Bitcoin noch keine 5 Millionen Dollar wert?

Thiel beginnt mit einigen klugen Gedanken zu Geld und zum Unterschied zwischen Bitcoin und Ethereum. Damit freilich trägt er Eulen ins Athen der Bitcoin-Maximalisten in seinem Publikum. Vor allem der potenzielle Wert, den er Bitcoin zuweist, dürfte Wasser auf deren Mühlen sein.

Zuerst vergleicht er Bitcoin mit Gold, einem 12-Billionen-Dollar-Markt, und fragt: „Wenn Bitcoin Gold ersetzen wird – warum ist es so unterbewertet?“ Danach stellt er fest, dass Bitcoin nicht mit Gold konkurriert, sondern mit dem gesamten Aktienmarkt – und der umfasst 115 Billionen Dollar. Bitcoin ist demnach also um den Faktor 100 unterbewertet.

„Warum hat Bitcoin“, fragt er noch einmal, „sich noch nicht an Gold oder den breiteren Aktienmarkt angeglichen? Und was ist notwendig, damit dies geschieht?“

Schon allein diese Frage ist heikel. Sie impliziert, dass Bitcoin unterbewertet ist, und sie deutet raunend an, dass es eine Verschwörung gäbe, die Bitcoin niederhielte. Thiel sagt das nicht explizit, aber er sollte wissen, dass er damit bei seinem Publikum offene Türen einrennt.

Peter Thiel lässt seinem inneren Bernhard raus

Danach wird Thiel expliziter: „Es ist eine politische Frage, ob diese Bewegung Erfolg hat – oder ob die Feinde von Bitcoin Erfolg haben.“ Damit ruft er, oben auf der Bühne stehend, die Bitcoiner zum Krieg auf, so ähnlich, wie Bernhard von Clairvaux seinerzeit die Christenheit zum Kreuzzug gegen die Muslime.

Und weil jeder Krieg seine Feinde braucht, benennt Thiel die Feinde Bitcoins. „Ich gebe euch eine Liste mit Feinden von Bitcoin. Es sind eine Menge. Die meisten sind gesichtslose, namenlose Bürokraten. So verstecken sie sich. Wir werden sie entlarven. Sie sind die, die wir bekämpfen müssen, damit Bitcoin 10 Mal oder 100 Mal wertvoller wird.“

Seid ihr auch entsetzt? Wenn ja – es ist schlimmer, als ihr vermutlich denkt.

Thiel, dem Multimilliardär, dürfte es nämlich vollkommen Wurst sein, ob der Bitcoin-Preis steigt oder fällt. Sein eigenes Leben wird nicht davon tangiert, ob Bitcoin um 10.000 Prozent steigt oder um 90 Prozent fällt. Für ihn ist Bitcoin reine Ideologie. Doch er weiß genau, dass er damit sein Publikum nicht gewinnt, so, wie die Kreuzzugprediger die Christen nicht für den Krieg gewannen, indem sie ihnen von einer göttlichen Mission predigten.

Stattdessen macht Thiel das, was alle erfolgreichen Hetzer seit allen Zeiten tun: Sie sprechen die niederen Instinkte der Menschen an – ihre Gier. Seht her, ruft Thiel den Bitcoinern zu, ihr könnt alle reich werden, aber dafür müsst ihr in den Krieg ziehen. Die Feinde meines Glaubens sind die Feinde eures Reichtums. Genauso haben die Kreuzzugprediger Volk und Adel gewonnen: Sie versprachen kein Ehrenabzeichen von Gott, sondern ein reales Königreich im Heiligen Land mitsamt der Schätze der Ungläubigen, die ihnen als Sklaven dienen werden.

Der Endgegner – die Hassfabrik

Natürlich wird Thiel konkreter. Die Feinde sind nicht nur namenlose, feige Bürokraten. Der „Feind Nummer 1“ ist für ihn „der soziopathische Opa aus Omaha“, Warren Buffet, der Bitcoin einmal „Rattengift“ nannte.

Und nach ihm Jamie Dimon von JP Morgan und Larry Fink von Blackrock. Diese Banker haben enorme Summen unter ihrer Kontrolle, und es wäre, behauptet Thiel, rational, auch in Bitcoin anzulegen. „Wenn sie sich nicht entscheiden, das Geld nicht in Bitcoin zu stecken, ist das eine politische Entscheidung“. Die Banker verweigern sich Bitcoin. Nicht in Bitcoin zu investieren, ist für Thiel so, wie wenn sich jemand der Taufe, dem Gebet oder dem Abendmahl verweigert.

Aber so, wie die muslimischen Feinde der Christenheit, in deren Blut die Kreuzfahrer waten sollten, nicht der Teufel selbst waren, sondern nur dessen Verkörperung, so sind die Buffets, Dimons und Finks nur die fleischlichen Hüllen des feindlichen Prinzips.

Der Endgegner – „der echte Feind“ – ist das ESG. ESG steht für „Environmental Social Governance“, zu Deutsch „Umwelt, Soziales und Unternehmensführung“. Es handelt sich dabei um einen Begriff der CSR („Corporate Social Responsibility“) und meint, dass Unternehmen nicht allein durch ihre Bilanz bewertet werden, sondern auch aufgrund ihres sozialen und ökologischen Einflusses.

Das ESG nennt und bewertet verschiedene Kriterien, welche „von Investoren in die Analyse von Wertpapieren mit einbezogen [werden], um soziale, ökologische und ethische Konsequenzen von Investitionen in Unternehmen und Staaten zu berücksichtigen und zu bewerten.“ Wohlgemerkt zwingt niemand außer der Markt Investoren dazu, ESG zu berücksichtigen.

Für Thiel ist ESG dennoch „eine Hassfabrik“, die Menschen zu Feinden macht. Er stellt das ESG der CCP gleich, der Kommunistischen Partei China. „Sie sind beide antisozial. Sie unterstellen Unternehmen der politischen Kontrolle. Wenn man ein Unternehmen öffentlich macht, ist das de Fakto eine Übernahme der Regierung, unter die Macht der Bürokraten.“

Die finanzielle Gerontokratie gegen die Jugend

Damit offenbart Thiel eine bisher implizite, extrem libertäre Ideologie. Die offensive Einforderung von sozialer und ökologischer Verantwortung von Unternehmen – das ist der Feind. Der Eingriff in die unternehmerische Freiheit durch den Souverän – damit beginnt der Kommunismus. Die Unterdrückung einer Milliarde Menschen und das Beharren auf sozio-ökologischen Standards – ein und dasselbe.

Thiel entblößt sich hier als Radikaler. Es gibt für ihn auf der Gegenseite keine Graustufen mehr, sondern nur schwarz. Das ESG und CCP ist für ihn dasselbe. Er sieht nicht die Wirklichkeit, sondern nur das Prinzip – Zugeständnisse von Individuen an das Kollektiv.

Bitcoin – und hier wird es interessant – entziehe sich per Definition jeglichen Forderungen des ESG. „Bitcoin ist kein Unternehmen. Es hat keinen Aufsichtsrat. Das wirkt extrem in der Welt von 2010, als die Regulierung milde und die Inflation gering war. Aber es wirkt extrem präsent in der Welt von 2020.“

Am Ende seiner Rede wiederholt Thiel noch einmal, wer der Gegner in diesem Kreuzzug der Gerechten ist. Damit es auch ja sitzt: „Es geht um die finanzielle Gerontokratie, das Virtue Signaling, die Hassfabriken, das ESG — gegen: die JUGEND. Eine revolutionäre Jugendbewegung. Wir müssen nicht mehr tun, als von dieser Konferenz nach Hause zu gehen und die Welt zu erobern.“

Immerhin verströmen Bytes kein Blut

Natürlich ist es, gerade angesichts der echten Kriege, die manch ein kahler Gerontokrat an der Spitze mafiöser Staatsstrukturen anzuzetteln beliebt, etwas heikel, Thiels Rede in eine solche kriegerische Rhetorik einzubetten.

Der Krieg, zu dem Thiel aufruft, ist nicht mit Waffen zu führen. Er ist mit dem Geldbeutel zu führen, indem Bitcoiner ihr Fiatgeld gegen Bitcoin wechseln und die Welt auffordern, es ihnen gleichzutun. Die Regierung wird nicht nur Bomben besiegt, sondern durch Finanzen, durch Überzeugung, durch Memes.

Gerade die hässliche Kriege der um ihr historisches Erbe verzweifelnden Gerontokraten zeigen, wie glücklich wir sein können, wenn Bitcoin die Revolution aus den blutigen Bächen heraus auf eine virtuelle Ebene der Finanzen zieht. Wenn es Bitcoin gelingt, Regierungen ohne Panzer und Bomben zu stürzen, wäre dies ein gewaltiger zivilisatorischer Fortschritt.

Aber es bleibt eine kriegerische Rhetorik. Es bleiben die Ideologen, die gerne bereit sind, andere für ihren Krieg in die Schlacht zu führen, auch wenn sie nicht ihr Leben aufs Spiel setzen, sondern nur ihre Finanzen. Und es bleiben die verlogenen Appelle an die Gier, mit denen sie das Volk in einen Krieg für eine Religion ziehen, die diesem vielleicht gar nicht so wichtig ist.

Es bleibt, kurz gesagt, der Radikalismus und Extremismus, jener wahre Endgegner und Feind von Freiheit und Frieden, jene „Hassfabrik“. Vermutlich merkt Thiel gar nicht, wie sehr er in seinem Eifer zu dem wird, was er seinen Gegnern vorwirft. Vielleicht aber ist es ihm auch einfach nur egal, so wie jedem Extremisten egal ist, ob er lügt, da er ja sowieso im Recht ist.

Böhmermann, der Anti-Thiel

Wechseln wir an dieser Stelle die Seite. Ein Video von ZDF Magazin Royale bringt den virtuellen Religionskrieg, in den Thiel und andere Ideologen Bitcoin verwickeln, recht nett zum Ausdruck. Um einen Religionskrieg zu verstehen, muss man immer erkennen, was auf beiden Seiten gedacht wird.

Jan Böhmermann, der politisch aktivierte Hauskomiker des ZDF, beginnt mit Österreichs Ex-Kanzler Sebastian Kurz. Weil der nun eine neue Anstellung bei Thiel Capital gefunden hat, bringt Böhmermann eine Sendung über diesen.

Insgesamt zieht sich eine blödelnde Häme durch das Video, die vor allem auf den Erfolg von Thiel abzielt. Böhmermann kann nicht umhin, zuzugeben, dass Thiel zur richtigen Zeit am richtigen Ort war, dass er die richtigen Entscheidungen traf und viel Ahnung von vielem hat.

In Böhmermanns Häme finden wir das, was die Gegenseite von Thiels Kreuzzug, die Sozialisten und Linken, so hässlich macht – der Neid auf den Erfolg, hinter dem der Wunsch steckt, dass es lieber allen schlechter gehen soll als irgendjemandem besser als mir.

In gewisser Weise ist dieser Neid psychologisch verständlich, weil Reichtum und Armut niemals absolut, sondern nur relativ existieren. Aber es ist auch ein sicherer Pfad zu Elend und Unterdrückung, und ihn öffentlich zu predigen bedeutet, eine charakterliche Verarmung zu predigen.

Rechtsextrem ist, wer sich der Knute des Kollektivs entziehen will

Böhmermann ereifert sich vor allem darüber, dass Thiel 1,24 Millionen Dollar in den „Bau schwimmender Mikrostaaten“ investiert hat. Was, fragt der Moderator, „will man mit schwimmenden Mikrostaaten, wenn man kein James Bond Bösewicht ist?“ Das sei, flötet er, „eine ganz normale Zukunftsvision von einem ganz normalen Milliardär von nebenan.“

Er zitiert die Washington Post, der zufolge Thiel mit dem Investment plane, „es diesen Inseln zu ermöglichen, mit neuen Ideen für Regierungen zu experimentieren, wie z. B. keine Sozialhilfe, keinen Mindestlohn, weniger Waffenvorschriften und lockerere Bauvorschriften.“ Thiel wolle „Parallelgesellschaften auf hoher See, in denen testosterongeladene Macker das Sagen haben …“

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Bleiben wir an dieser Stelle kurz stehen. Ich persönlich denke nicht, dass künstliche Inseln stinkreicher Menschen ohne Demokratie ein besonders lebenswerter Ort sind. Aber mir ist nicht verständlich, was daran verwerflich sein soll, einen solchen Ort zu erstreben.

Was ist daran verwerflich, wenn einige stinkreiche Leute vorhaben, ihrer Heimat den Rücken zu kehren, und nicht wie gewohnt in die Schweiz,  auf die Bahamas, oder nach Dubai zu ziehen, sondern auf eine künstlich Insel? Was ist daran verwerflich, dass Leute sich dem Zugriff durch eine Regierung entziehen wollen?

Offenbar genau das. Für Böhmermann und seine Fans scheint es „rechtsextrem“ zu sein – immer wieder „rechtsextrem“, wahlweise auch „ultrarechts“ – wenn jemand der Knute der Regierung entfliehen will. Es ist ok, wenn jemand unter die Herrschaft fanatischer Scheichs oder korrupter Bürokraten zieht. Aber es ist rechtsextrem, wenn jemand sich der Herrschaft überhaupt entzieht. Selten wurde ein Begriff so sehr verzerrt wie in diesem Fall, und wie wir sehen werden, steckt auch da ein Prinzip dahinter.

Die Furcht vor der Freiheit der anderen

Böhmermann ereifert sich noch weiter gegen Thiel. Thiel unterstützt Donald Trump, er nahm eine wichtige Stellung in dessen Regierung ein. Er unterstützt radikale („ultrarechte“) Politiker aus dem Schoße der Tea Party, Politiker, die für das Recht werben, Waffen zu tragen, was in den USA ja bekanntlich zum Standard gehört, aber aus europäischer Perspektive rechtsextrem-reichsbürgerlich daherkommt.

Ich könnte hierzu einiges sagen, möchte aber bei den freien, staatenlosen Städten bleiben. Ich kann weder den Enthusiasmus verstehen, den sie bei manchen hervorrufen, noch die Abneigung, die sie bei anderen erwecken.

Wenn jemand Thiel verabscheut, weil er sich für Privatstädte einsetzt, dann erinnert das auf eine unschöne Weise an Regierungen, die Probleme mit freiheitlichen Nachbarn haben. Es gibt etwa in Russland bzw. Moskowien eine lange Tradition, Nachbarn deshalb zu bekriegen, weil sie ihren Bürgern mehr Freiheit schenken als die Zaren; wie auch Chinas Agitieren in Hongkong oder Taiwan damit zusammenhängen dürfte, dass die Kommunistische Partei mit Entsetzen auf die Nachbarn linst, die ein freieres Klima auch noch genießen.

Kann es sein, dass diejenigen, die in freien Privatstädten eine ultrarechtsextreme Hölle vermuten, in Wahrheit fürchten, dass es sich in diesen Städten womöglich doch ganz gut leben lassen wird? Kann es sein, dass die Wut, die diese Vision zum Teil auslöst, daher rührt, dass jemand nach mehr Freiheit strebt, als man dulden will? Ist sie nicht demokratisch, sondern freiheitsfeindlich?

Wofür Bitcoin wirklich steht

Allerdings denke ich, dass Böhmermann eben sowenig die Menschen repräsentiert, die ZDF gucken, wie Thiel diejenigen, die Bitcoin befürworten. Nicht jeder Gebührenzahler tickt wie Böhmermann, nicht jeder Hodler wie Thiel.

Die meisten Bitcoiner sind hochgradig einverstanden, dass es eine demokratische Regierung gibt und dass diese von Unternehmen sozio-ökologische Standards einfordert. Die meisten Bitcoiner investieren aus persönlich-idealistischen Gründen, und nicht, um einen Kreuzzug gegen eine angebliche „finanzielle Gerontokratie“ zu führen.

Die meisten Nocoiner hegen keinen Hass auf Bitcoin oder Peter Thiels, wie ihn Böhmermann ausspuckt. Die meisten Nocoiner und Demokraten haben auch keine Abneigung dagegen, wenn die Ultrareichen versuchen, sich auf künstlich Inseln zurückzuziehen. Sie halten das vermutlich für ein ziemlich trostloses Leben, eine Art goldenes Gefängnis auf hoher See, das nur beweist, dass es gar nicht so erstrebenswert ist, so reich wie Peter Thiel zu werden.

Die absolute Mehrheit von Bitcoinern und Nocoinern, von Demokraten und Liberalen, eint die eine Sache, die sie von Peter Thiel und Jan Böhmermann, von der Kommunistischen Partei Chinas und Russlands kriegslüsternen Gerontokraten unterscheidet: Es ist für sie ok, wenn andere so leben, wie sie leben wollen.

Und genau dafür, und nicht für das kreuzzüglerische Geschrei von Peter Thiel, steht Bitcoin.


Das Bitcoinblog wird von Bitcoin.de gesponsort, ist inhaltlich aber unabhängig und gibt die Meinung des Redakteurs Christoph Bergmann wieder

Christoph hat vor kurzem sein zweites Buch veröffentlicht: „Das Bitcoin-Kompendium: Netzwerk und Technologie“. Es ist eine überarbeitete Auslese seiner besten Artikel für dieses Blog. Ihr könnt das Kompendium direkt auf der Webseite Bitcoin-Buch.org bestellen – natürlich auch mit Bitcoin – oder auch per Amazon.

Tipps für Stories sind an christoph.bergmann@mailbox.org immer erwünscht. Für verschlüsselte Nachrichten nutzt bitte meinen PGP-Schlüssel — Auf Telegram! könnt ihr unsere News abonnieren.


Quelle: BitcoinBlog.de

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