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Was ist der Leerverkauf (Short Selling) von Aktien?

Nov 7, 2021
Inhaltsverzeichnis


In der öffentlichen Meinung hat das Short Selling bzw. der Leerverkauf eine schlechte Reputation. Grund dafür ist, dass Investoren hier nicht auf ein Wachstum, sondern auf fallende Kurse setzen. Sie machen also vermeintlich durch eine schlechte wirtschaftliche Lage der AG Profit oder, so der Volksmund, leiten sie sogar herbei.

In der Realität ist das Shorten von Aktien ein Vorgang, der durchaus seine Berechtigung hat. Die Kurse entstehen schließlich durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage. Wenn sich eine Rezession anbahnt, kann man so auch gezielt dann Gewinne aus Aktien und Leihgeschäften machen, wenn die Wertpapiere sinken.

Der gesamte Prozess des Short Selling ist auf den ersten Blick komplex. Auf den zweiten handelt es sich jedoch schlichtweg um ein ausgeklügeltes Leihgeschäft, bei dem man sich die Aktien zu noch hohen Preis sichert, sie sofort wieder verkauft und zu einem späteren Zeitpunkt zu einer gefallenen Kaufsumme zurückkauft. Die Differenz zwischen Einkaufspreis und fallenden Kursen sind der Schlüssel zum Erfolg beim Leerverkauf.

Man kann mit fallenden Kurse Gewinne machen? Wie soll das funktionieren?

Grundprinzip von Shortselling ist eigentlich einfach. Die Leerverkäufer suchen sich mit Hilfe von gründlicher Analyse ein Unternehmen heraus, dessen Zahlen darauf hinweisen, dass der Kurs fallen wird. Für eine solche Bewertung eignen sich verschiedene Kennzahlen wie das KGV und das KBV, aber auch technische Daten aus der Chart-Betrachtung.

Nun startet man ein Leihgeschäft. Direkthändler und verschiedene Broker offerieren Ihnen, ich für eine Gebühr eine Aktie für einen festgesetzten Zeitraum zu leihen und am Ende dieses Zeitraums den dann aktuellen Preis zu zahlen.

Direkt nachdem Sie sich die Aktie geliehen haben, veräußern Sie diese aber wieder zum Einstiegspreis. Sie haben nun den derzeitigen Preis pro Aktie minus der Leihgebühr eingenommen und auf Ihrem Konto verbucht.

Nun kommt es zu fallenden Kursen. Zu einem späteren Zeitpunkt, den Sie vorab festlegen, wird der endgültige Kaufbetrag zum dann niedrigeren Wert fällig. Durch den gefallenen Kurs haben Sie also beim Shorten Gewinn in Höhe der Differenz zwischen ursprünglichen Underlying (Basiswert) und der Kursveränderung gemacht.

Der Short Sale in Zahlen: so profitieren Anleger von sinkenden Kursen

Nehmen wir einmal an, dass Aktien für das Unternehmen A aktuell für 100 Euro an der Börse zu haben sind. Sie wissen aber, dass diese Wertpapiere vermutlich in den nächsten Monaten im Wert fallen werden, beispielsweise, weil die Zahlen genau dieses Szenario hergeben.

In diesem Fall schließen Sie ein Leihgeschäft, z. B. CFDs, also Differenzkontrakte ab. Sie geben dem Verleiher eine bestimmte Gebühr je Aktie. Diese müssen Sie als Einstiegsinvestition bei der Wertpapierleihe einrechnen. Beziffern wir die Gebühr für den Trade für dieses Beispiel auf 5 Euro pro Aktie.

Haben Sie die geliehene Aktie nun in Ihrem Depot, gehen Sie in die Short Position und verkaufen sie leer. Trotz der negativen Aussichten gibt es am Markt viele Investoren, die relativ irrational handeln und das Papier dennoch von Ihnen für die aktuellen 100 Euro kaufen.

Sie haben somit eine Einnahme von 95 Euro. Am Ende der Laufzeit Ihrer Wertpapierleihe wmüssen Sie die Aktie aber wieder abgeben. Sie werden sie entsprechend zu einem gesunkenen Preis zurückkaufen, bspw. für dann nur noch 50 Euro. Nun können Sie die Anlage zurückgeben.

Ihr Einsatz: 50 Euro pro Aktie + 5 Euro Gebühr

Ihr Gewinn: 100 Euro – 50 Euro – 5 Euro = 45 Euro

Im kleinen Maßstab scheint das zunächst wenig zu sein. Wer aber viele Derivate kauft und mit solchen Leihgeschäften oder CFDs leer verkauft, kann hohe Gewinne selbst bei einem negativen Trend machen

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Quelle: Trading für Anfänger

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