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Trading mit Gewerbe

Mrz 3, 2022
Inhaltsverzeichnis:


Traden und Gewerbe gehören für viele Interessenten zusammen, weil ja fast jede selbstständige Tätigkeit hierzulande eine Erlaubnis voraussetzt. Wie sieht es aber wirklich aus? Muss zum Traden immer ein Gewerbe angemeldet werden, ja oder nein? Gibt es Situationen, die eine Gewerbeanmeldung überflüssig machen?

Müssen Sie als Trader ein Gewerbe anmelden?

Angenommen, Sie entschließen sich zum Engagement an den Finanzmärkten. Genauer gesagt möchten Sie mit Währungspaaren traden. Wie gehen Sie vor?

Zunächst ist es sinnvoll, den Wunsch auf Beständigkeit zu prüfen. Ist es nur so eine Idee oder stehen Sie voll und ganz hinter der Absicht? Sollten Sie überzeugt sein, längere Zeit traden zu wollen und Erfolg zum Ziel haben, suchen Sie einen Broker mit idealerweise diesen Eigenschaften:

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Demokonto, Plattform, Trading Akademie und den Support können Sie bei den meisten Brokern bereits vor einer Registrierung für ein Livekonto nutzen. Sie traden bis jetzt zwar nur mit virtuellem Geld, aber Sie sind dabei. Weder der Broker noch sonst irgendjemand verlangt von Ihnen, für das Traden ein Gewerbe anzumelden.

Warum ist beim Traden kein Gewerbe erforderlich?

Weil Sie ausschließlich mit eigenen Mitteln handeln und Privatperson sind. In dem Fall wird für das Traden keine Gewerbeanmeldung notwendig. Würden Sie hingegen anderen Leuten Ihren Trading Service anbieten und mit deren Geld handeln, wären Sie eine Art Finanzdienstleister und müssten unter anderem ein Gewerbe anmelden.

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(Risikohinweis: 79,17% der privaten CFD Konten verlieren Geld)

Wann wird für das Traden die Anmeldung eines Gewerbes notwendig?

Eine gewerbliche Tätigkeit wird bei einem Trader nicht angenommen, nur weil er regelmäßig aktiv ist und Positionen mit großen Volumen eröffnet. Maßgeblich ist, ob diese Positionen auf eigene Rechnung oder für Dritte eröffnet werden. Wer für andere tätig ist, muss ein Gewerbe anmelden und eine Erlaubnis nach dem Kreditwesen als Institut einholen

Zusammengefasst können die Unterschiede zwischen einem privaten Akteur und einem gewerblichen Trader wie folgt dargestellt werden:

Der private Trader:

  • Handelt ausschließlich auf eigene Rechnung
  • Er verfügt maximal über ein Homeoffice mit üblicher Ausstattung
  • Eine Vielzahl an Transaktionen und hohe Handelsvolumen sind keine Merkmale für gewerbliches Trading
  • Der Handel des privaten Traders kann über Leverage fremdfinanziert sein

Der gewerbliche Trader:

  • Handelt in jedem Fall auf fremde Rechnung
  • Sein Gewerbe ist kaufmännisch organisiert
  • Das Gesamtbild der Verhältnisse entspricht eher dem eines Finanzdienstleisters

Trader sind steuerpflichtig – mit oder ohne Gewerbe

Neulinge fragen oft, ob sie ihre Gewinne aus dem Trading eigentlich versteuern müssen, weil sie in der Regel mit bereits versteuertem Arbeitseinkommen starten. Sie verstehen nicht, dass sie beim Riskieren ihres schwer erarbeiteten Lohns noch einmal vom Finanzamt zur Kasse gebeten werden.

Gemäß der geltenden Rechtsprechung sind alle Einkünfte in der BRD steuerpflichtig, unabhängig davon welcher Art. Eine Privatperson muss ebenso ihren Gewinn mit dem Staat teilen wie ein gewerblicher Trader. Unterschieden wird bei der Besteuerung aber, ob Sie nebenberuflich traden oder ob das Trading ihre einzige Einnahmequelle ist. Der hauptberufliche Trader kann einen Freibetrag von 9.000 Euro pro Jahr geltend machen. Sie zahlen also auf Gewinne aus dem Trading von bis zu monatlich 750 Euro überhaupt keine Steuer. Einen Haken hat der Freibetrag aber: er gilt für alle Einkommensquellen, auf für den Beruf. 

In der Regel wird der Freibetrag von 9.000 Euro p. a. bereits beim beruflichen Einkommen aufgebraucht. Gleichwohl gibt es den Sparerpauschbetrag in Höhe von 801 Euro pro Person und Jahr, welchen hauptberuflich und nebenberuflich Tradende geltend machen können. Somit kann jeder Trader kapp 10.000 Euro im Jahr steuerfrei einnehmen, für den Rest werden 25 % Abgeltungssteuer plus eventuell Kirchensteuer fällig. Wer nebenbei tradet und für niedrigen Lohn arbeitet, kann seinen geringeren Steuersatz bei der Jahres-Einkommenssteuererklärung geltend machen und darf auf Rückzahlung hoffen.    

Krypto Steuern

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Traden mit Gewerbe kann vorteilhaft sein. Welche Vorteile Sie genau durch eine Trading GmbH erlangen können, wird in einem separaten Beitrag dargestellt. Als Anfänger möchten Sie natürlich Ihre Kosten so gering wie möglich halten und wahrscheinlich auf die Anmeldung eines Gewerbes verzichten. Sinnvoll und oft kostenlos ist in diesem Kontext ein separates Girokonto, welches Sie ausschließlich für Transaktionen zum Handelskonto und zum Erwerb von Dingen nutzen, die für das Trading gebraucht werden. 

Denken Sie außerdem daran, dass die Gewerbeanmeldung allein nicht ausreicht, wenn Sie mit fremdem Geld traden wollen. Das gilt auch für den Fall, dass Sie mit dem Geld von Freunden oder Verwandten im privaten Rahmen handeln. 

Fazit: Traden in einem Unternehmen

Wenn Sie für einen Finanzdienstleister als Trader tätig sein wollen, muss kein eigenes Gewerbe angemeldet werden. Sie arbeiten für eine Firma, welche alle nötigen Erlaubnisse für den Handel mit Fremdkapital verfügt. Von Ihnen wird lediglich ein Nachweis Ihrer Fähigkeiten verlangt. Als Trader erhalten Sie eine Provision auf die von Ihnen erzielten Gewinne.

Als Trader angestellt sein, kann Vorteile mit sich bringen. Sie können sich voll und ganz auf Ihre Kompetenz als Finanzmarkthändler konzentrieren und Provisionen erwirtschaften. Am einfachsten funktioniert das Traden jedoch als Privatperson ohne Gewerbe und Bürokratie.

(Risikohinweis: 79,17% der privaten CFD Konten verlieren Geld)

Andre Witzel

Erfahrener Trader im Bereich Forex, CFDs, Aktien und Futures seit 2013.
Über 21.000 Abonnenten auf Youtube und 500 veröffentlichte Trading Videos.

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