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SBF: Krise auf dem Kryptomarkt kann „unglaublich schnell“ wieder vorbei sein

Jul 22, 2022
  • Sam Bankman-Fried sieht Ende der Krise auf dem Kryptomarkt gekommen.

  • Kundengelder der FTX sollen in jedem Fall sicher sein, selbst wenn größere Kreditnehmer zahlungsunfähig werden.

  • Kryptomarkt braucht klare Regulierung, um Vertrauen der Investoren und Anleger zurückzugewinnen.

Sam Bankman-Fried, der Gründer und Geschäftsführer der führenden Krypto-Handelsplattform FTX, ist überzeugt, dass die anhaltende Krise in der Kryptobranche allmählich ausgesessen ist. Dies schlussfolgert der erfolgreiche Jungunternehmer aus dem Umstand, dass er inzwischen nicht mehr „haufenweise Anrufe“ von Krypto-Unternehmen bekommt, die in Schieflage geraten sind. Falls sich auch die Weltwirtschaftslage wieder bessern sollte, könnte die Kehrtwende auf dem Kryptomarkt „unglaublich schnell“ gehen.

Demnach wäre die FTX auch überhaupt nicht traurig, ihre Vormachtstellung als Notnagel bzw. Kreditgeber in letzter Instanz „ein wenig abzugeben“. Dahingehend betont Sam Bankman-Fried, der die entsprechenden Gelder mit seiner Zweitfirma Alameda Research verleiht, dass zum Beispiel der 500 Mio. US-Dollar schwere Kredit, der an die inzwischen insolvente Voyager Digital vergeben wurde, im schlimmsten Fall als Verlust abgeschrieben wird und die Kundengelder immer oberste Priorität haben.

Allen Widrigkeiten zum Trotz ist Bankman-Fried zuversichtlich, dass die FTX auch in diesem Quartal einen Gewinn erzielen wird. Denn die bisherigen Umsätze sind „ungefähr gleich wie im letzten Jahr“ und zudem hat die Kryptobörse in den vergangenen Monaten an Marktanteil hinzugewonnen. Die Idee, Bitcoin (BTC) als Absicherungsmittel in die eigenen Bücher aufzunehmen, lehnt SBF allerdings ab, bei einem Kurswert von 15.000 US-Dollar würde er über eine solche Investition immerhin nochmal nachdenken.

Auch die Tochterfirma FTX.US ist in den letzten Monat zunehmend erfolgreich, so kann diese inzwischen knapp „mehrere Zehntausend Nutzer“ auf der eigenen Warteliste verzeichnen. Die FTX arbeitet derweil an der Übernahme einer Clearing-Firma und hat zudem eine strategische Investition in die amerikanische Aktienbörse Investors Exchange (IEX) getätigt.

Bankman-Fried weist des Weiteren darauf hin, dass die gesamtwirtschaftliche Lage einen großen Einfluss auf den Kryptomarkt hat, weshalb die momentanen Probleme der Branche nicht allein hausgemacht sind. Außerdem brauche es dringend eine klare Regulierung, um für mehr Vertrauen bei Privatanlegern und institutionellen Investoren sorgen zu können.

Die jüngst in den USA eingegebenen Gesetzesentwürfe bewertet der FTX-Chef deshalb überwiegend positiv:

„Ich bin erfreut über die Entwürfe, die wir bis jetzt gesehen haben. […] Ich denke, dass sie uns noch viel bringen werden.“

Die Regulierung der Kryptobranche könne im Großen und Ganzen „ähnlich“ wie in der traditionellen Finanzbranche gestaltet sein, sofern im Detail spezifische Anpassungen gemacht werden.


Quelle: Coin Telegraph

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