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Rohstoff Trading

Nov 29, 2022
Inhaltsverzeichnis:


Sie fragen sich, was es mit dem Begriff Rohstoff Handel oder auf Englisch Commodity Trading auf sich hat? Sie wollen wissen, ob sich jeder den Handel mit Rohstoffen aneignen kann? In diesem Artikel zeigen wir Ihnen alles rund um das Thema Rohstoff Trading/Handel und wie Sie ganz einfach zum Rohstoff Trader werden. Wir zeigen Ihnen spezielle Rohstoff Trading Tools und Rohstoff Trading Strategien. 

Welche Rohstoffe kann man handeln?

Der Handel mit Rohstoffen funktioniert ähnlich wie mit anderen Vermögenswerten. Es geht dabei um den An- und Verkauf von Rohstoffen an speziell dafür ausgelegten Börsen. Der Handel mit Rohstoffen geht dabei historisch schon weit zurück. Neben den vielleicht klassischen Rohstoffen, wie Gold, Erdöl, Erdgas, können beinahe alle Rohstoffe gehandelt werden.  Wichtig dabei ist es außerdem, den richtigen Broker an seiner Seite zu haben. Auch hier liefern wir Ihnen eine Liste der besten Broker und zeugen auf, was Sie dabei beachten müssen.

Wie der Name erkennen lässt, handelt man mit Rohstoffen, auf Englisch sind das Commodities. Darunter fallen nicht nur ‘klassische’ Rohstoffe, wie Öl, Erdgas, (Energie)  Gold (Metalle), sondern auch landwirtschaftliche Produkte, wie Getreide, Zucker oder Kaffee (Landwirtschaft).

Rohstoffe sind Ressourcen, die aus der Natur stammen und bis auf den Lösungsprozess (Abbau oder Ernte z. B.) noch nicht weiter bearbeitet wurden. Das heißt, dass z. B. Gold zwar abgebaut wurde, aber anderweitig noch nicht veredelt wurde.  Diese Rohstoffe werden schließlich weiterverarbeitet oder in diesem Fall getradet. Dabei ist es wichtig, dass der Rohstoff austauschbar ist. Das bedeutet, dass es nicht darauf ankommt, wo der Rohstoff herkommt oder von wem er abgebaut wurde; Gold ist Gold. 

Beispiele “hard commodities”
Beispiele “soft commodities”
Schweinefleisch
Elektrische Energie
Treibstoffe

Weiter lassen sich Rohstoffe in harte und weiche Rohstoffe unterteilen.

  • Weiche Rohstoffe: Unter den sogenannten soft commodities versteht man Güter wie Getreide oder Schweinefleisch, welche meist aus dem landwirtschaftlichen Sektor kommen. Eigenschaften, die diese aufweisen, sind unter anderem meist die Haltbarkeit, welche begrenzt ist; oft handelt es sich außerdem um saisonale Produkte; und es handelt sich um Rohstoffe, die meist nachwachsen und nicht speziell abgebaut werden müssen.
  • Harte Rohstoffe: Bei hard commodities, also harten Rohstoffen, handelt es sich um erschöpfliche Rohstoffe, die also temporär vorhanden sind, in Zukunft jedoch ausgehen könnten. Diese müssen auch, anders als soft commodities, speziell abgebaut oder extrahiert werden. Dabei handelt es sich meist um Metalle – wieder unterteilbar in Industriemetalle (Blei) und Edelmetalle (Gold, Silber). 

Geschichte des Rohstoffhandels

Der Handel mit Rohstoffen trägt sehr wesentlich zur Rohstoffwirtschaft bei. Bereits im antiken Griechenland wurde mit Oliven gehandelt und im alten Rom mit Getreide, wie Weizen. Thales von Milet soll um 6000 v.Chr. Kontrakte via Optionen auf Olivenpressen gehandelt haben. Die Seidenstraße spielt in der Rohstoffhandel-Geschichte außerdem eine wichtige Rolle, wobei dieser erst spät, um 200 v.Chr. mit der Han-Dynastie ins Licht rückt. Wie der Name verraten lässt, wurde dabei Seide gehandelt, neben Agrarprodukten und Luxusgüter, wie Elfenbein, Ebenholz und Sandelholz. 

Wirkliche Ausmaße erreichte der Rohstoffhandel jedoch erst im Zeitalter der Entdeckungen. Tee, wie auch Gewürze fanden erstmals ihren Weg nach Europa und China bekam von Europa, im Austausch von Seide und eben Tee, erstmals Metalle, wie Zinn und Blei. Der Rohstoffhandel geht also weit zurück und prägt heute immer noch den Markt und die Rohstoffwirtschaft. 

Wie werden Rohstoffe gehandelt?

Nun unterscheidet man neben den vielen Arten von Rohstoffen, mit denen gehandelt werden kann, auch verschiedene Rohstoff Trading Strategien. Folgende Methoden sind dabei bekannt:

  • Rohstoff-Futures
  • Rohstoffhandel per CFD
  • Rohstoff Aktien
  • Rohstoff-ETFs 
  • physischer Rohstoff
  • Rohstoffhandel per Optionen

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Bei welchen Anbietern lassen sich Rohstoffe handeln? Broker Vergleich

Nach all dieser Information fragen Sie sich nun, wo Sie Rohstoffe handeln sollen? Wir haben Ihre Antwort. Wir zeigen Ihnen, wo Sie Rohstoffe kaufen, verkaufen und handeln können. Dafür gibt es zahlreiche Online-Broker, die Ihnen die Arbeit erleichtern. Im Folgenden führen wir Ihnen die besten Rohstoff-Broker an, für einen Rohstoff Trading Vergleich der besten Handelsplattformen.

  • eToro: Mindesteinzahlung: 40 €; eToro ist eine Multi-Asset-Plattform und bietet CFD-Produkte und nicht-CFD-Produkte an; 68 % der Privatanlegerkonten verlieren hier ihr Geld
  • capital.com: Mindesteinzahlung: 80 €; 78,91 % der Privatanlegerkonten verlieren hier ihr Geld
  • GBE-Brokers: Kostenfreie Ein- und Auszahlungen
  • DEGIRO: Mindesteinzahlung: 0 €
  • pepperstone: Mindesteinzahlung: 160 €; 74–89 % der Privatanlegerkonten verlieren hier ihr Geld
  • admirals: Mindesteinzahlung: 22 €; 75 % der Retailinverstorkonten verlieren hier ihr Geld

Bei Handelsplattformen ist, vor allem als Anfänger, einiges zu beachten. 

  • Sie sollten auf Design und Benutzerfreundlichkeit achten, damit es Ihnen so leicht wie möglich gemacht wird, Ihr Geld zu investieren.
  • Die Integration mit dem MetaTrader bietet vor allem Profis eine unschlagbare Handelsplattform.
  • Ein Demokonto ist ein großes Plus von Handelsplattformen. Dadurch wird Ihnen die Möglichkeit gewährt, mit echten Rohstoffen zu handeln, ohne echtes Geld zu investieren. Sie können sich mit der Thematik des Rohstoff Tradings/Handels langsam vertraut machen, ohne Geld zu verlieren
  • Je niedriger die Gebühren für die Handelsplattform sind, desto mehr kann investiert werden.
  • Achten Sie darauf, welche Zahlungsmethoden von Ihrem Broker akzeptiert werden.
  • Beachten Sie die Bewertungen Ihres zukünftigen Brokers, der Ruf ist wichtig.
  • Schauen Sie sich vorab die angebotenen Rohstoffe an, die zu traden sind. Beispiele für Rohstoffe weiter oben.
  • Beachten Sie die Spreads Ihres Brokers (Differenz zwischen Geld- und Briefkurs). 

Rohstoffhandel per Futures

Unter Commodity Trading via Futures versteht man, wie der Name verrät, Käufe bzw. Verkäufe in der Zukunft. Dabei wird von (Ver-)Käufern ein fixer Zeitpunkt, wie ein fixer Betrag festgelegt, zu dem der Rohstoff ver- bze. gekauft wird. Dabei sind Futures Verträge, die all dies beinhalten. 

Es wird außerdem verwendet, um auf Entwicklungen der Rohstoffkurse zu spekulieren. 

Rohstoffhandel per CFDs

Wenn Sie sich bei der Auseinandersetzung mit Rohstoff Handel schon mal gefragt haben, ‚Was ist ein CFD?’, dann kommt hier eine kurze Antwort: 

CFD steht für Contracts For Difference, auf Deutsch bedeutet es Differenzkontrakt und kann als eine Art Vertrag zwischen Broker und dem Trader betrachtet werden. CFD ist eine hochspekulative, größtenteils außerbörsliche Methode und dem sollten sich die Käufer oder Verkäufer bewusst sein.  Es geht dabei darum, dass Rohstoffe ge- und verkauft werden, ohne den Basiswert, also die Rohstoffe überhaupt besitzen zu müssen – es wird also spekuliert und im besten Fall von fallenden, wie steigenden Kursen profitiert. 

Zur wirklichen Aktion kommt es am Ende des Vertrags, wenn Trader und Broker die Differenz zwischen Entry- und Exit-Preis austauschen.

Rohstoff -Aktien

Bei dieser Möglichkeit von Rohstoff-Trading wird mit Rohstoffaktien gehandelt. Dabei handelt man mit Aktien eines Unternehmens, welches eine Funktion in diesem Bereich innehat

Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Entwicklung der Preise der Rohstoffe am Markt nicht gleichzusetzen ist mit dem Preis der Unternehmensaktie. Dies kann unter anderem mit der Strategie der Unternehmensleitung zusammenhängen. 

Rohstoff-ETFs

Die Abkürzung ETF steht für “Exchange Trading Fonds”, wobei es sich um börsenhandelbare Indexfonds handelt. Im Zusammenhang mit Rohstoffen bedeutet dies, dass entweder in einen Index investiert wird, der verschiedene Rohstoffe beinhaltet oder in einen Index, der verschiedene Unternehmensaktien abbildet. Dabei ist ein Plus, dass das eigene Portfolio dadurch diverser gestaltet wird. 

Physischer Rohstoff

Eine weitere Möglichkeit, in den Rohstoff Handel zu investieren, ist der physische Handel mit Rohstoffen. Hierbei geht es nicht um Investitionen, die online passieren, sondern man kauft die Rohstoffe bei einem Verkäufer ein und lagert sie.  Wenn der Kurs steigen sollte, kann der Rohstoff verkauft werden und so schlägt der Trader mit der Differenz Profit. Einen Nachteil kann der Transport, wie die Lagerung des Rohstoffes, darstellen. Die Lagerung ist speziell bei Öl mit hohen Auflagen verbunden. All dies kann dem Trader schnell den Profit kosten.

Rohstoffhandel per Optionen

Ähnlich wie beim Rohstoff Trading/Handel via Futures handelt es sich beim Handel via Optionen um eine Methode des Trading, ohne die Rohstoffe besitzen zu müssen. Zwei Arten von Optionen sind dabei zu differenzieren: Puts und Calls. 

Angenommen, es besitzt jemand eine Call Option. Diese Person kann einen Commodity Futures Vertrag zu einem fixen Preis an oder vor einem festgelegten Datum in der Zukunft zu kaufen, muss dies aber nicht tun. Es besteht lediglich die Möglichkeit.   Besitzt jemand die Put Option besteht das gleiche Recht, jedoch keine Pflicht, den Vertrag zum Referenzpreis am oder vor dem Ablaufdatum zu verkaufen

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Vor- und Nachteile des Handels

Es gibt natürlich immer Vor- und Nachteile, Pros und Contras, Dos and Don’ts, wenn man mit Aktien, Rohstoffen etc. handelt. Im Folgenden stellen wir einige Vor- und Nachteile des Rohstoff Tradings/Handels vor.

Vorteile des Rohstoffhandels

  • Ein großer Vorteil ist die Volatilität der Kurse, was nicht weniger bedeutet, als dass diese schwankend, instabil, wechselhaft sind. Diese Schwankungen können von den Tradern als Vorteil genutzt werden, um diese auszunutzen und davon zu profitieren. Dabei kann von fallenden, wie von steigenden Kursen profitiert werden. Hierbei darf jedoch das anfallende Risiko, welches damit einhergeht, nicht aus den Augen verloren werden. 
  • Ein weiterer Vorteil ist die Investition in die bereits dargestellten ETFs, bzw. Aktien. Durch diese kann das eigene Portfolio diversifiziert werden und damit wird eine breitere Streuung des Risikos garantiert.
  • Der Handel ist praktisch jederzeit möglich. Dadurch, dass der Rohstoffhandel weltweit möglich ist, ist fast rund um die Uhr eine Börse geöffnet, an der gehandelt werden kann. 
  • Rohstoff Trading/Handel kann auch eine Absicherung gegen Inflation bieten. Dieser Schutz kann gewährt werden, da Rohstoffpreise oft stärker wachsen als die generelle Inflationsrate. Dabei muss jedoch beachtet werden, dass die Aktien, ETFs, Wertpapiere etc. zum richtigen Zeitpunkt weiterverkauft werden, um einen sich lohnenden Profit zu schlagen. 
  • Durch den oben erwähnten Handel via CFDs kann ein hoher Profit zu vergleichsweise niedriger Einstiegs-Investition geschlagen werden. Doch auch hier muss man die andere Seite der Münze betrachten. Auf der anderen Seite kann es auch zu einem Totalverlust kommen und die gesamte Investition ist verloren. 

Nachteile des Rohstoffhandels

  • Neben üblichen Preisschwankungen, die im Handel mit jeglichen Vermögenswerten vorkommen können, gibt es beim Rohstoff Trading/Handel noch weitere Umwelteinflüsse, die zu beachten sind und die Preisschwankungen unerwartet beeinflussen können. Einige Einflüsse, die für einen Fall im Kurs sorgen können:
  • Währungsschwankungen
  • Geopolitische Situation
  • Wetter
  • Transport und Lagerung
  • Änderung in der Produktion
  • Physischer Verbrauch etc. 

Einen weiteren Nachteil können politische Entscheidungen von sogenannten Rohstoffkartellen (z.B. OPEC) darstellen. Dabei handelt es sich um internationale Kartelle, bestehend aus Rohstoffanbietern, die sich darum kümmern, dass durch koordinierte Angebotspolitik Preissenkungen verhindert und Preisshebungen begünstigt werden. 

Durch Wechselkurse verschiedener Währungen kann es beim Handel zu Verlusten kommen (jedoch seltener auch zu Gewinnen). Dies ist bei der Information dringend zu beachten.

Ein weiterer Nachteil, der weniger das Risiko der Investition betrifft, sondern mehr die ethische Perspektive, wäre die Nachhaltigkeit, bzw. das Fehlen jener Nachhaltigkeit bei der Investition in Energierohstoffe wie Erdöl oder Erdgas. Das betrifft auch die industrielle Landwirtschaft und die oft daraus resultierende Abholzung von Wäldern

Merke!

Bei Wertpapieren wie Rohstoff-CFDs handelt es sich um risikoreiche Investitionen, bei denen es nicht zu selten zu Totalverlusten kommt. Dabei kommt es auf genaue Information, gute Einschätzung zukünftiger Schwankungen und große Risikobereitschaft an. 

Welche Rohstoffe werden an der Börse gehandelt?

Sollten Sie sich nun fragen, welche Rohstoffe nun an der Börse gehandelt werden, haben wir die Antwort für Sie. Im Folgenden präsentieren wir Ihnen eine Liste an Rohstoffen, die Ihnen zum Rohstoffhandel an Börsen zur Verfügung stehen.

Genau kann man den Rohstoffhandel in vier Subgruppen unterteilen:

  1. Agrarrohstoffe: Getreide, Hülsenfrüchte, Roh- oder Rohrzucker, Orangensaft, Kakao, Baumwolle, Raps, Pflanzenfasern, Holz, Pflanzenöle oder -fette wie Palmöl; eine separate Subgruppe ist Fleisch, wie Rind und Schwein, aber auch lebendes Vieh
  2. Energierohstoffe: Rohöl, Petroleum, Heizöl, Erdgas, Stein- und Braunkohle, Uran
  3. Edelmetalle: speziell beliebt ist Gold, aber auch Platin und Silber, Diamant
  4. Industriemetalle und Mineralien: Kupfer, Aluminium, verarbeitetes Stahl, Lithium, Blei, Nickel, Titan, Zink, Zinn, Quecksilber, Sand, seltene Erden, Steinkohle, Braunkohle

Es gibt also unzählige Rohstoffe, in die investiert werden kann. Einige dieser angeführten Rohstoffe könnten noch weiter unterteilt werden. Zum Beispiel Getreide: Reis, Soja, Weizen, Mais, Hirse, u. v. m.


Strategien des Rohstoffhandels

Um mit dem Rohstoffhandel erfolgreich zu sein, gibt es neben den Risiken (siehe Vor- und Nachteile weiter oben) auch gewisse Strategien zu beachten. Anbei zeigen wir Ihnen wie Sie Rohstoff-Trading mit System meistern können.

Folgende acht Strategien können dabei unterschieden werden:

  • Technische Strategie
  • Preisaktionshandel
  • Trendtrading
  • Newstrading
  • Positionstrading
  • Range-Trading
  • Breakouttrading
  • Fundamentalhandel

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Technische Strategie

Die technische Analyse, auch Chartanalyse bezeichnet, wird verwendet, um von der Fundamentalanalyse zu unterscheiden. Wie bei vielen Strategien geht es auch hier um eine Vorhersage. Genau, um die Prognose von Zeit und Stärke von Schwankungen im Kurs mithilfe von Preisveränderungen bestimmen zu können. Um dies zu meistern, helfen verschiedene Chart-Indikatoren. Im besten Fall sind Muster erkennbar, die der Trader zu seinen Gunsten nutzen kann

Preisaktionshandel

Bei dieser Strategie geht es, wie der Name verrät, um den Preis, genau, die Preisbewegung. Man schaut sich die jüngsten Preisentwicklungen eines bestimmten Rohstoffes, der gekauft werden will, an, um künftige Entwicklungen prognostizieren zu können.  Hilfreich dabei ist, dass Rohstoffmärkte sehr liquide sind, was Tradern erleichtert, auf diese Schwankungen möglichst schnell zu reagieren. 

Die Strategie des Preisaktionshandels wird vor allem für kurz- bis mittelfristige Geschäfte mit limitiertem Gewinn verwendet, als für langfristige Anlagen. 

Trendtrading

Beim Trendtrading, auch Positionshandel genannt, geht es darum, am Markt ein Momentum zu erkennen und sich dieses zu Nutzen zu machen. Diese Strategie ist vermehrt für mittel- bis langfristige Anlagen gedacht, die sich gerne über mehrere Monate ausdehnen. Erneut geht es hier um die Spekulation eines Trends, eines Rohstoffes.  Handelt es sich um eine Long-Position, gehen Trader diese Position ein, wenn der Kurs nach oben tendiert. 

Eine Short-Position gehen Trader ein, wenn der Kurs einen Abwärtstrend erscheinen lässt.  Trader, die diese Strategie anwenden, berücksichtigen mehr fundamentale, als technische Indikatoren. Sobald ein Trader eine Umkehr des Trends erkennen kann, schlägt er zu und fixiert seine Position

Newstrading

Newstrading oder der Handel anhand von Nachrichten wird durchgeführt, indem man Tradingentscheidungen basierend auf aktuellen oder bald aufkommenden Nachrichten trifft. Das können geopolitische Gründe sein, weshalb sich der Rohstoffpreis verändert, Wettereinflüsse etc. 

Dabei werden zwei Strategien unterschieden: 

  1. Trader fokussieren sich und reagieren nach dem Aufkommen gewisser Meldungen auf den Markt und dessen Trend. 
  2. Trader konzentrieren die Stimmung des Marktes auf eine gewisse Nachricht, bevor diese veröffentlicht wird.

Positionstrading

Ähnlich zum Trend-Trading betrachten Positionstrader den Kurs mit dem Ziel, dieselbe Position über einen langfristigen Zeitraum zu halten. Dabei kann es sich um Monate und Jahre handeln. 

Range-Trading

Beim Range-Trading ist des Öfteren von einer Trading-Range die Rede. Eine Trading-Range bezeichnet die gleichbleibende Bewegung eines Marktes innerhalb von zwei Preisen bzw. Levels. Range-Trading kann für kurze, mittel- und langfristige Rohstofftrades verwendet werden. 

Je nachdem, wo der Rohstoffpreis positioniert ist, positioniert sich auch der Trader innerhalb der Range, sowohl long als auch short. Eine Long-Position geht der Trader bei einem Aufwärtskurs ein und eine Short-Position bei einem Abwärtstrend.  Zuallererst muss die Range, die Bandbreite festgestellt werden, bevor man eine Position einnimmt, um von dieser Range zu profitieren. 

Breakouttrading

Bevor wir zur Erklärung der Strategie gelangen, muss kurz der Begriff “Breakouts” und damit einhergehend die zwei Begriffe der Trendphase und der Konsolidierungsphase näher erläutert werden. 

Wenn man von einer Trendphase spricht, so handelt es sich dabei um einen klar zu erkennenden Trend am (Rohstoff)Markt. Im Gegensatz dazu bezeichnet die Konsolidierungsphase eine Phase, in der die Liquidität zurückgeht und kein klarer Trend mehr zu erkennen ist

Als Breakouts werden schließlich die Peaks in der Chart bezeichnet, die den Moment des Ausbruchs aus der Konsolidierungsphase kennzeichnen. Trader versuchen demnach zu handeln und zu profitieren. Zwei Arten von Breakout-Trading werden unterschieden: 

  1. Der bullische Breakout: Beim bullischen Breakout handeln Trader, nachdem sie erkennen, dass ein Trade nach einer Konsolidierungsphase nach oben beginnt auszubrechen. 
  2. Der bärische Breakout: Beim bärischen Breakout erkennt man nach einer Konsolidierungsphase, dass der Trend beginnt nach unten auszubrechen. 

Obwohl es einige Indikatoren gibt, die Trader nutzen können, um Gewinne zu erzielen, benötigt es bei dieser Strategie des Rohstoffhandels keinen Indikator, um Profit zu schlagen.

Fundamentalhandel

Bei der Fundamentalanalyse handelt es sich um eine faire Ermittlung des sogenannten “inneren Wertes” von Wertpapieren (oder Rohstoffen in diesem Fall). Beim “inneren Wert” handelt es sich um den effektiven Wert eines Unternehmens für einen Investor. Dabei kommt es auf die inneren Werte dieses Unternehmens an. Anhand dieser erkennt man den Wert, den dieses Unternehmen für einen selbst, den Investor, hat.. Diese Ermittlung erfolgt durch das Heranziehen betriebswirtschaftlicher Daten eines Unternehmens. Diese Daten sind die sogenannten Fundamentaldaten. 

Fundamentalhandel besteht kurz herunterbrechen aus der Analyse dieser Marktdaten. Daraus resultieren schließlich Angebot und Nachfrage. 

Bei einer Fundamentalanalyse werden prinzipiell folgende zwei Fragen beantwortet:

  1. Ist es in Unternehmen mit hoher Qualität oder nicht?
  2. Wie sieht der innere Wert (angemessene Preis) des Unternehmens aus?

Handelstipps

Der Anfang ist bekanntlich meist schwer. Daher haben wir hier einige Tipps und Tricks für Sie aufgelistet, um Ihnen den Start in das Rohstoff Trading möglichst einfach zu gestalten. Dennoch gilt: informieren, informieren, informieren. Sei es der Rohstoff-Broker, den man genauer unter die Lupe nimmt, die bevorzugte Strategie oder den Kurs des präferierten Rohstoffes – besser einmal etwas doppelt gelesen, als einmal etwas überlesen.

  1. Trends ausfindig machen und danach handeln: Betrachten Sie die Preisbewegungen über einen bestimmten Zeitraum hinweg und handeln Sie dementsprechend. 
  2. Recherchieren über emotionales Handeln: Erstellen Sie sich vor allem am Start Ihrer Trading-Karriere vorab einen Plan und setzen Sie sich eine Schmerzgrenze. Bis dorthin und nicht weiter darf ein Verlust verkraftet werden.
  3. Vermeiden Sie extreme Volatilität: Hierbei herrscht viel Bewegung im Markt, was große Chancen birgt, aber auch große Verluste – vor allem bei zu wenig oder Missinformation. 
  4. Nutzen Sie technische Indikatoren: Diese können für den Handel mit Rohstoffen sehr hilfreich sein. Mithilfe dieser können Entscheidungen basierend auf realen Marktbedingungen getroffen werden. 

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Fazit

Rohstoffe sind Ressourcen aus unserer Natur, von unserer Erde und werden immer beliebter im Bereich des Tradings. Er bietet ein riesiges Angebot, da mit beinahe allen Rohstoffen getradet werden kann. Dennoch bieten nicht alle Broker alle Rohstoffe an. Als Anfänger gilt es, trotz sehr hilfreicher Broker einiges zu beachten. Sei es die passende Strategie, der Marktkurs oder die Währungsdifferenz.  Hier gilt es, sich gründlichst einzulesen, bevor große Summen investiert werden. Einige Broker bieten dabei ein Demokonto an, womit man sich ausprobieren kann, ohne bereits mit einem Startgehalt einsteigen zu müssen. 

Die passende Strategie kann dabei hilfreich sein, das Risiko zu minimieren und viele Handelsplattformen, wobei einige der besten weiter oben aufgelistet wurden, bieten weitere Hilfestellung, die den Start in den Rohstoffhandel erleichtern sollen. Neben den zahlreichen Vorteilen, verstecken sich auch zahlreiche Nachteile, die es nie zu vergessen gilt. Bei dem Handel mit Rohstoffen kommen außerdem unzählige Umwelteinflüsse hinzu, die es bei manchen anderen Trades nicht gibt. So kann es wetterbedingt zu einem Sturz im Sojabohnen-Kurs kommen. Lagerung und Transport stellen auch einen Umweg dar, da es für gewisse Rohstoffe spezielle Vorlagen für Lagerung und Transport gibt. 

Die Vorteile von Rohstoff Trading im Überblick:

  • Die große Volatilität der Kurse
  • ein diversifiziertes Portfolio
  • dass der Handel prinzipiell immer möglich ist
  • dass es eine Absicherung gegen Inflation sein kann
  • dass beim Handel via CFDs ein großer Gewinn im Vergleich zum geringen Einsatz geschlagen werden kann. 

Häufige Fragen und Antworten:

Was bedeutet Rohstoff-Trading?

Unter Rohstoffhandel versteht man den Handel mit Rohstoffen (Gas, Öl, Gold, Baumwolle) an einer Börse. 

Welche Rohstoffe werden an der Börse gehandelt?

Die Angebote an der Börse sind sehr weitreichend. Dabei geht es von Energie-Rohstoffen (Erdöl, Erdgas), über landwirtschaftliche Rohstoffe (Baumwolle, Rind, Getreide, Zucker) bis hin zu Metallen (Gold, Silber, Blei).

Kann man als Anfänger mit Rohstoffen handeln?

Dank Rohstoff-Brokern wird es Anfängern vereinfacht, mit Rohstoffen zu handeln. Dennoch gilt es, sich gut zu informieren. Diese Art des Tradings birgt große Chancen, aber auch einige Risiken.

Andre Witzel

Erfahrener Trader im Bereich Forex, CFDs, Aktien und Futures seit 2013.
Über 21.000 Abonnenten auf Youtube und 500 veröffentlichte Trading Videos.

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Zuletzt geupdated am 29/11/2022 von Maren

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