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Miner kapitulieren – was bedeutet das für Bitcoin (BTC)?

Nov 29, 2022

Der letzte Sekt ist getrunken, die Party ist vorbei. Das Bitcoin Mining kommt langsam wieder auf dem Boden der Tatsachen an und folgt damit schlussendlich dem Markttrend auf seiner Abwärtsreise.

Längst überfällig: Die Hashrate-Korrektur. Quelle: Mempool.space.

Das war längst überfällig. Schließlich wird das Mining schon seit Beginn dieses Jahres konstant unprofitabler. Denn geringere BTC-Kurse bei steigenden Strompreisen sind eine toxische Mischung für die Miner. Der Hashprice, also der durchschnittliche Verdienst je Petahash Input, beträgt mit 57 US-Dollar nur noch ein Bruchteil dessen, wo er zu Jahresbeginn lag.

Auch der tägliche Erlös verringerte sich seit Jahresbeginn auf ein Drittel und beträgt am heutigen Dienstag, 29. November, nur noch 14,9 Millionen US-Dollar.

Der Umsatz der Miner schrumpft seit Jahresbeginn konstant. Quelle: Y-Charts.

In anderen Worten: Mining wird immer mehr zum Minusgeschäft; dass sich bisher überhaupt so viele Mining-Unternehmen über Wasser halten konnten, grenzt an ein Wunder.

Der Rückgang der Bitcoin Hashrate spiegelt sich folgerichtig auch in einer künftigen Anpassung der Difficulty wider. Zum nächsten Difficulty Retargeting am 6. Dezember wird die relative Schwierigkeit zum Finden eines gültigen Bitcoin-Blockes rund 9 Prozent herabgesetzt.

Was bedeutet das für Bitcoin?

Über die kurzfristigen Folgen für Bitcoin kann man freilich nur spekulieren. Eine mögliche Konsequenz könnten aber höhere BTC-Liquidationen sein. Schließlich ist anzunehmen, dass aus dem Markt gespülte Miner ihre akkumulierten Coins auf den Markt werfen, um den akuten finanziellen Stress bewältigen zu können.

Andererseits: Das Phänomen ist nicht neu. Mining-Betriebe versilbern bereits seit geraumer ihre Bitcoin-Bestände, was wiederum gegen deutlich spürbare Kapitulationen sprechen würde. Iris Energy etwa hat letzte Woche angekündigt, den Großteil der Geräte vom Netz zu nehmen.

Ein Absinken der Hashrate macht es im Umkehrschluss für verbleibende Miner leichter, gültige Blöcke zu finden und ihre Profitabilität wieder zu steigern. Der Effekt auf das Bitcoin-Netzwerk sowie den BTC-Kurs ist daher als eher gering einzuschätzen – auch, weil vieles dafür spricht, dass wir den Boden schon gesehen haben.

Shrimp-Akumulation

Große Kapitulationsevents sind immer auch Umverteilungsereignisse, bei denen Coins von den Wallets der “Weak Hands” an Langzeithodler wandern. So auch im Falle von FTX. Wie der Onchain-Analysedienst Glassnode schreibt, haben sogenannte Shrimps, also Bitcoiner:innen, die weniger als 1 BTC halten, seit dem FTX-Fiasko über 96.000 BTC akkumuliert. Insgesamt hält diese Kohorte nun 1,21 Millionen Coins oder 6,3 Prozent aller BTC.

Kleine Hodler:innen ganz groß. Quelle: Glassnode.

Für Bitcoin kann das nur positiv sein. Schließlich zeigt der Trend den unermüdlichen Akkumulationswillen der überzeugten Langzeitinvestor:innen, auch bei Kapitulationsphasen beherzt zuzugreifen.

Realized Losses

Ein beständiges Ereignis, das den Übergang von einem Bärenmarkt zurück zu einem Bullenmarkt begünstigt, ist die dramatische Realisierung von Verlusten, wenn die Anleger aufgeben und in großem Umfang kapitulieren.

Dies schreibt Glassnode in Ausgabe 48 von The Week On-Chain. Betrachtet man die herben Verluste, die Anlegerinnen und Anleger jüngst realisiert haben, kann man durchaus von einem Kapitulationsevent sprechen. In der Woche des 18. November haben Investor:innen rund 10 Milliarden (!) US-Dollar an Verlusten realisiert. Das ist der viertgrößte Wert in der Geschichte von Bitcoin.

Hodler geben auf. Quelle: Glassnode.

Zwar sprechen die On-Chain-Indikatoren eine deutliche Sprache. Der Bitcoin-Markt steht aber unter massivem Stress. Unvorhergesehene exogene Ereignisse können immer für weitere Abschwünge sorgen; BTC-Investitionen bleiben also riskant.

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Quelle: BTC Echo

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