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Ist der Bitcoin-Crash wirklich vorprogrammiert?

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Dieser Beitrag soll als kurze Gegendarstellung zum heute beim Portal heise.de erschienenen Artikel „Der Bitcoin-Crash ist programmiert“ fungieren. Geschrieben wurde dieser von Prof. Dr. Christian Kreiß der sich in die Schlange von vermeintlichen Experten einreiht, die zwar viel Meinung aber relativ wenig Ahnung haben. Um Bitcoin in seiner Gänze zu verstehen hilft halt leider weder Promotion, noch Habilitation. Das Verständnis von Bitcoin erfordert, ähnlich wie dessen Erschaffung und Betrieb, Energieaufwand bzw. Arbeit. Auch das Verständnis von Bitcoin ist in gewisser Weise ein Proof-of-Work und Herr Prof. Kreiß hat bewiesen, dass der von ihm postulierte Block (bzw. Artikel) leider ungültig ist, weswegen er von den Full-Nodes (Lesern) verworfen werden wird. Obwohl man als Bitcoiner natürlich längst nicht mehr verwundert ist, offensichtliche Falschaussagen und Beiträge in den gängigen Medien zu lesen, ist es doch verwunderlich, dass sich einige Gerüchte und Verständnisfehler hartnäckig halten und von verschiedenen Menschen immer wieder gemacht werden. Wir wollen versuchen einige der falschen Annahmen richtigzustellen.

Im Grunde lässt sich die Quintessenz des Artikels von Herrn Kreiß auf das Folgende herunterbrechen. Der Ökonom ist der Meinung, dass Bitcoin keinen Nutzen für die Massen hat, jedoch immer mehr Strom verbraucht, der nur durch die Aufrechterhaltung eines Pyramidenschemas bezahlt werden kann. Wir können die Kritik also in folgende drei Kernaussagen aufsplitten:

  1. „Der Bitcoin ist als Kryptowährung nutzlos und ungeeignet, da er nicht massentauglich ist.“
  2. „Der Stromverbrauch des Bitcoin Netzwerks steigt permanent und ist darum ein Konstruktionsfehler“
  3. „Bitcoin ist ein Ponzi-System/Pyramidenschema“

Lasst uns diese drei Aussagen bzw. Kritikpunkte nun einmal auf Faktengehalt überprüfen.

Bitcoin ist nutzlos und ungeeignet

Wie bei schlecht informierten Kritikern üblich durfte natürlich auch in diesem Beitrag der Transaktions-Vergleich mit dem größten und bekanntesten Kreditkartennetzwerk Visa nicht fehlen. Bitcoin sei schließlich ein Zwerg, was die zu verarbeitenden jährlichen Transaktionen angeht. Überhaupt sei Bitcoin für eine so große Menge Transaktionen aufgrund seiner Programmierung als Transaktionswährung total ungeeignet, so der Professor. Dies ist im Grunde auch völlig richtig, allerdings lässt Herr Kreiß dabei völlig unerwähnt und außer Acht, dass Bitcoin auch überhaupt nicht den Anspruch hat, eine Transaktionswährung zu sein. Bitcoin konkurriert nicht mit Visa, Mastercard oder PayPal darum, möglichst viele Transaktionen abzuwickeln. Bitcoin wurde erschaffen, um eine sichere, freie, nicht manipulierbare und nicht zensierbare Alternative zu den bestehenden Geldsystemen dieser Welt zu bieten. In einer zunehmend digitalisierten und globalisierten Welt, bietet Bitcoin die Infrastruktur für ein weltweit agierendes und sicheres Geldnetzwerk.

Das Bitcoin Netzwerk ist ein Basis-Layer, dessen wichtigste Funktion ist die im Protokoll definierten monetären Eigenschaften sicherzustellen. Dies betrifft allen voran die maximale Geldmenge und deren Distribution. Die Option, Werte direkt über das Netzwerk zu transferieren ist ein „Nice To Have“, aber kann durchaus auch von anderen, schnelleren Systemen übernommen werden. Bitcoin ist nicht darauf angewiesen, ausschließlich über den Basis-Layer transferiert zu werden und kann genau so gut (bzw. teilweise sogar besser) über Visa, Paypal oder das Lightning Netzwerk transferiert werden. Dass Bitcoin nicht in Konkurrenz zu Visa oder Paypal steht, lässt sich auch daran gut erkennen, dass bereits beide Services an einer entsprechenden Integration des Bitcoin in das eigene Netzwerk arbeiten.

Bitcoin ist als das, was es sein möchte, nämlich Geld, entsprechend alles andere als ungeeignet. Es würde ja auch niemand auf die Idee kommen zu behaupten, der Euro sei kein gutes Geld, weil es ein paar Tage dauert, wenn ich einen 10€-Schein in ein Briefkuvert packe und diesen mit der Post versende. Das eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun.

Zum Nutzen von Bitcoin selbst, möchten wir an dieser Stelle auch gar nicht groß ins Detail gehen, sondern vielmehr einige Artikel verlinken, mit Hilfe derer sich jeder eine eigene Meinung bilden kann, ob ein freies, dezentrales und nicht manipulierbares Geldsystem wirklich keinen Nutzen hat. Aus Sicht eines weißen West-Europäers mag das wohl so sein, Bitcoin ist aber ein globales Konstrukt.

Konstruktionsfehler: Der Stromverbrauch steigt permanent

Mittlerweile sind wir das Thema Stromverbrauch bei Bitcoin schon ziemlich leid und wollen deswegen auch nicht im Allgemeinen näher darauf eingehen. Die ganzen Vergleiche mit Ländern wie Österreich oder Schweden und die für eine faire Betrachtung fehlende Gegenüberstellung des Nutzens sparen wir uns an dieser Stelle. Wer möchte kann sich diesen Artikel bei Watson durchlesen, den wir sehr empfehlen können. Da Herr Kreiß in diesem Zusammenhang jedoch einige Aussagen getätigt hat, die in unseren Augen völlig frei von Sinn und Verstand sind, möchten wir im Speziellen auf diese eingehen.

„Eine einzige Bitcoin-Transaktion, also umgangssprachlich eine Bitcoin-Überweisung, hat einen so großen CO2-Fußabdruck wie 1,88 Millionen Visa-Überweisungen und verbraucht so viel Strom wie ein durchschnittlicher US-Haushalt in 61 Tagen.“

Dieser Vergleich ist in der Theorie zwar mathematisch richtig aber praktisch sowohl irreführend als schlichtweg falsch. Bitcoins Energieverbrauch dient nämlich keinesfalls dem einfachen Versand von Transaktionen, sondern vielmehr der Sicherung des Systems an sich. Es ist macht keinen Sinn, den Stromverbrauch einfach durch die Anzahl an möglichen Transaktionen zu teilen und dies als Maß für den CO2-Fußabdruck einer einzelnen Transaktion heranzuziehen. Beim US-Dollar System würde auch niemand auf die Idee kommen und den gesamten ökologischen Fußabdruck des Dollarsystems durch alle Transaktionen die mit Zentralbankgeld (also hauptsächlich Bargeld) stattfinden zu teilen und daraus einen Wert zu ermitteln. Transaktionen, die über Geschäftsbanken, Visa oder andere Zahlungsdienstleister abgewickelt werden, dürften in diese Rechnung nämlich nicht mit einbezogen werden. Bitcoin kann nämlich genau wie der US-Dollar auch über weitere Zahlungs-Layer versendet werden. Der Stromverbrauch einer einzelnen Transaktion ist demnach auch im Bitcoin-Netzwerk vernachlässigbar klein. Der Strom fließt in die Sicherheit des Systems. Je höher der Verbrauch, desto sicherer der damit geschützte Wert.

„Die Blockchaingröße, gemessen in Gigabyte, steigt ständig an. Seit seiner Gründung 2009 ist der Stromverbrauch von Bitcoin daher in ungeheurem Maße angestiegen.“

„Die Rechenoperationen werden im Laufe der Zeit allerdings immer komplizierter, sodass trotz steigender Rechnerleistungen und effizienter werdender Rechner die Rechenoperationen immer aufwändiger, länger und damit stromintensiver werden.“

Puh… was genau die Größe der Blockchain mit einem ungeheuren Anstieg des Stromverbrauchs zu tun hat, weiß wohl nur Herr Kreiß selbst. Wirklich Sinn macht leider auch diese Aussage nicht. Der Stromverbrauch hat nichts mit der Größe der Blockchain, sondern vielmehr mit der Anzahl der sogenannten Miner zu tun, die darum wetteifern, wer als nächstes einen gültigen Block an die Blockchain anhängen darf. Je mehr Teilnehmer am Mining-Prozess, desto höher der Stromverbrauch. Gleichzeitig gilt aber auch: Je weniger Teilnehmer, desto geringer der Stromverbrauch.

Dass die Rechenoperationen im Laufe der Zeit immer komplizierter und stromintensiver werden, ist ebenfalls Quatsch. Bitcoin ist ein System, welches sich selbst reguliert und die Komplexität der Rechenoperationen an die im Netzwerk vorhandene Rechenleistung anpasst. Erst kürzlich haben wir die größte Verringerung dieser Komplexität in der Geschichte Bitcoins erlebt. Dass es „immer steigt“, stimmt also nicht. Besser wäre: „Es passt sich immer den Gegebenheiten an.“

„Im Mai 2021 kontrollierten allein vier große chinesische Mining-Pools 60 Prozent des gesamten Marktes.“

Einerseits hat sich das Mining in China mittlerweile sowieso erübrigt, andererseits sind Mining-Pools ohnehin Zusammenschlüsse aus sehr vielen einzelnen Minern und nicht etwa nur 4 Entitäten, die die Rechenleistung bereitstellen. Nichtsdestotrotz, kann man das Bitcoin-Mining durchaus als eine Art Oligopol betrachten. Diese Ansicht ist legitim, da es sich dabei mittlerweile um ein hochprofessionalisiertes Business handelt. Da einer der Vorteile des Proof-of-Work Mechanismus jedoch ist, dass man sich nicht auf seiner Position ausruhen kann, sondern stetig Arbeit leisten und in neue Hardware investieren muss, kann (und wird) sich dieses Gefüge in Zukunft auch immer weiter dezentralisieren. Es werden im Laufe der Zeit immer weitere günstige Energiequellen erschlossen werden und immer neue Player werden dem Mining-Spiel beitreten.

„Ohne die gewaltigen Rechenleistungen der Miner könnte Bitcoin nicht existieren“.

Da fragt man sich glatt, wie Bitcoin existieren konnte, als die Rechenleistung noch niedriger war? Wie gesagt, Bitcoin und v.a. das Mining ist ein System, welches sich an die Anforderungen und Nutzerzahl anpasst. Sollte der Stromverbrauch sinken, sinkt auch die Rechenleistung. Durch die sinkende Rechenleistung passt sich nach spätestens 2016 Blöcken der Schwierigkeitsgrad zum Finden gültiger Blöcke an, wodurch es für andere Miner wieder profitabler wird in das Mining-Geschäft einzusteigen. Bitcoin könnte demnach sehr wohl auch mit weniger Rechenleistung existieren.

Daran anknüpfend ist auch die nächste Aussage entsprechend falsch.

„Damit man Bitcoin für Anlage- oder Transaktionszwecke halten kann, müssen bei einem Preis von 30.000 Dollar also ständig Kosten von knapp zwei Prozent des Wertes an die Miner bezahlt werden. […] Angenommen, der Bitcoin-Kurs würde auf 10.000 US-Dollar sinken, müssten knapp sechs Prozent seines Wertes pro Jahr für den Unterhalt der Rechenzentren bezahlt werden. „

Und wieder wird bei der Rechnung komplett außer Acht gelassen, dass Bitcoin einen Selbstregulierungsmodus hat.
Würde der Preis auf 10.000US-Dollar sinken, könnten weniger Miner profitabel sein und entsprechend würden Geräte abgeschaltet werden. Dadurch würde sich, wie eben beschrieben wieder die Rechenleistung im Netzwerk verringern und zu einer negativen Anpassung des Schwierigkeitsgrades führen. Durch den niedrigeren Preis wäre also auch der zu zahlende Unterhalt geringer, da das Bitcoin Netzwerk durchaus in der Lage ist mit weniger Rechenleistung auszukommen (wie wir auch derzeit sehen können – siehe Grafik).

Derzeit fehlen rund 45% der Rechenleistung im Netzwerk – Bitcoin funktioniert trotzdem.
Quelle: Blockchain.com

85 Prozent aller Bitcoins gehören weniger als 0,5 Prozent aller Bitcoin-Adressen. […] Von demokratischen Besitzverhältnissen bei Bitcoin kann also keine Rede sein.

Leider ist an dieser Stelle für die Behauptung keine Quelle angegeben, jedoch haben wir mit diesem Mythos bereits in der Vergangenheit aufgeräumt. Wie Zahlen der Onchain-Analyse Firma Glassnode zeigen, ist die Vermögensverteilung deutlich besser als behauptet. Die zwei hauptsächlichen Fehler, die Menschen machen, die eine derartige Behauptung aufstellen sind vor allem die folgenden beiden:

  1. Nicht alle Bitcoin-Adressen sollten gleich behandelt werden. Zum Beispiel muss eine Börsenadresse, die die Gelder von Millionen von Nutzern hält, von einer selbst verwalteten Adresse einer Einzelperson unterschieden werden.
  2. Eine Bitcoin-Adresse ist kein „Konto“. Ein Benutzer kann mehrere Adressen kontrollieren und eine Adresse kann die Gelder von mehreren Benutzern halten.

Wie uns die untenstehende Grafik mit den Daten von Glassnode zeigt, besitzen ungefähr 2% der Entitäten ungefähr 70% aller Bitcoin und die Verteilung ist entsprechend viel besser, als von Herrn Kreiß beschrieben. Darüber hinaus sollte man eventuell auch erwähnen, dass Bitcoin viel besser verteilt ist, als beispielsweise der US-Dollar.

Verteilung glassnodeVerteilung glassnode

Bitcoin ist ein Ponzi-System

Auch diese Aussage ist quasi so alt wie der Bitcoin selbst. Es ist um so verwunderlicher, dass sie auch 12 Jahre nach dem Genesis-Block noch immer von Kritikern verwendet wird. Um diese Behauptung auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen, sollten wir uns zunächst ansehen, was denn überhaupt ein sogenanntes Ponzi-Schema überhaupt ist.

Was ist ein Ponzi-System?

Benannt nach seinem Erfinder Charles Ponzi, handelt es sich beim Ponzi-Schema um eine Form des Anlagebetrugs, bei dem Renditen für frühe Investoren mit dem Geld bezahlt werden, das von späteren Investoren genommen wurde. Die amerikanische Börsenaufsichtsbehörde SEC definiert ein Ponzi-System wie folgt:

„Ein Ponzi-Schema ist ein Anlagebetrug, bei dem bestehende Anleger mit Geldern bezahlt werden, die von neuen Anlegern eingesammelt wurden. Organisatoren von Schneeballsystemen versprechen oft, Ihr Geld zu investieren und hohe Renditen mit wenig oder gar keinem Risiko zu erzielen. Aber bei vielen Ponzi-Systemen investieren die Betrüger das Geld nicht. Stattdessen verwenden sie es, um diejenigen zu bezahlen, die früher investiert haben und behalten etwas für sich selbst. Mit wenig oder gar keinen legitimen Erträgen benötigen Ponzi-Systeme einen konstanten Fluss an neuem Geld, um zu überleben. Wenn es schwierig wird, neue Investoren zu rekrutieren oder wenn eine große Anzahl bestehender Investoren aussteigt, neigen diese Systeme dazu, zusammenzubrechen.“

Die SEC weist außerdem einige Kriterien aus, die Ponzi-Schemata erfüllen müssen, um als solches zu gelten. Wir wollen uns in diesem Zusammenhang direkt ansehen, ob diese denn auch auf Bitcoin zutreffen.

  1. Versprechungen von hohen Renditen mit geringem oder keinem Risiko

Nun ja. Zum einen hat der Schöpfer von Bitcoin, Satoshi Nakamoto niemals irgendwelche Investitionsrenditen versprochen, zum anderen weisen auch heute noch vor allem seriöse Bitcoiner Neulinge auch ununterbrochen darauf hin, dass es durchaus sehr risikoreich ist, sein Geld in Bitcoin zu investieren. Die hohe Volatilität und Kursstürze mit mehr als 50% in wenigen Tagen werden in der Community offen und ehrlich thematisiert.

2. Übermäßig konstante Renditen.

Investitionen neigen laut SEC dazu, im Laufe der Zeit auf und ab zu gehen. Ponzi-Systeme fallen in der Regel dadurch auf, unabhängig von den allgemeinen Marktbedingungen regelmäßig positive Renditen zu erzielen, während normale Investitionen dazu neigen im Laufe der Zeit auf und ab zu gehen. Ein Blick auf den Bitcoin-Chart der letzten 10 Jahre sollte genügen, um klar zu machen, dass Bitcoin alles ist, aber definitiv nicht „übermäßig konstant“. Hype-Phasen und starke Kursstürze gibt es bei Bitcoin gleichermaßen. Auch hier trifft die Definition eines Ponzi-Systems demnach nicht zu.

3. Nicht registrierte Investitionen oder Verkäufer.

Bitcoin beziehungsweise Dienstleistungen im Bitcoin-Umfeld sind von allen großen Marktaufsichtsbehörden, wie der SEC oder der BaFin reguliert und Gewinne sind entsprechend zu versteuern. Zwar gibt es dennoch Unternehmen, die sich in rechtlichen Grauzonen bewegen, der Großteil der Dienstleister und Exchanges arbeitet jedoch nach KYC– und Geldwäsche-Richtlinien und verfügt über entsprechende Lizenzen. Auch dieser Punkt trifft demnach nicht zu.

4. Geheime und komplexe Strategien

Während der SEC zufolge Ponzi-Schemata oft mit schleierhaften und komplexen Strategien agieren, trifft auf das Bitcoin Netzwerk das genaue Gegenteil zu. Es ist quelloffen und frei verfügbar. Jede Zeile des Codes ist bekannt und kann nur durch einen Mehrheitskonsens geändert werden. Es gibt keine zentrale Autorität. Es ist transparent und jeder Mensch kann alle Transaktionen des Netzwerks selbst sehen und auf Richtigkeit überprüfen.

5. Schwierigkeiten Auszahlungen zu erhalten

Bitcoin ist im Laufe der Zeit zu einem hoch liquiden Asset geworden. Sowohl Bezahlungen als auch Auszahlungen sind kein Problem.

Witzigerweise trifft keiner der Punkte auf Bitcoin, aber zumindest die Punkte 4 und 5 (Stichwort: Teilreservesystem) gewissermaßen auf das Fiat Geld. Aber dazu später etwas mehr.

Die Greater-Fool-Theory

Da wir sehen konnten, dass sich Bitcoin nicht in die SEC-Defintion eines Ponzi-Schemas packen lässt, müssen wir uns fragen, wie Prof. Kreiß zu dieser Aussage kommt. Das wahrscheinlichste ist, dass er einfach nicht weiß was ein Ponzi-Schema eigentlich ist und es mit der sogenannten Greater-Fool-Theory verwechselt. Diese besagt, dass der Preis eines Anlagegutes nur deswegen steigt, weil die Käufer hoffen, einen „Greater Fool“ (dt. „größeren Idioten“) zu finden, der bereit ist einen noch höheren Preis zu bezahlen.

Diese Theorie trifft im Grunde aber auf jede Ware (und eigentlich auch auf jede Währung) zu und Bitcoin gilt im rechtlichen Sinne genau als das – eine Ware. Und wie jede andere Ware produziert er keine Cashflows und ist nur so viel wert, wie jemand anderes bereit ist, dafür zu bezahlen oder zu tauschen. Bitcoins Nutzen als Ware liegt in der zensurresistenten Speicherung und Übertragung von Werte. Und da es Menschen gibt, die diesen Nutzen als wertvoll erachten, sind sie bereit dafür Geld zu bezahlen. Natürlich gibt es während der Bullenmarkt-Phasen viele Leute, die sich Bitcoin-Anteile nur aus dem Grund kaufen, sie später zu einem höheren Kurs an einen Greater-Fool zu veräußern. Global betrachtet, gibt es aber viele Menschen, die Bitcoins kaufen, weil sie diese als nützlich betrachten. Demnach greift auch die Greater-Fool-Theory nicht wirklich beim Bitcoin.

Stromrechnung durch Ponzi-System finanziert?

Prof. Kreiß argumentiert in seinem Beitrag, dass Bitcoin nur dann weiterleben kann, wenn der Stromverbrauch durch immer neue Anlagegelder bezahlt wird.

„Solange der Preis von Bitcoin steigt, funktioniert das Spiel. Da der Bitcoin-Kurs in der Vergangenheit exorbitant gestiegen ist, war das nie ein Problem. Er kann aber nur dann immer weiter steigen, wenn immer neue Anlegergelder nachfließen. Bricht der Strom von Neugeldern ab, endet das Ponzi-Schema.“

Dass das Wort „Ponzi-Schema“ hier völlig fehl am Platz ist mal außer Acht gelassen, wollen beziehungsweise müssen wir an dieser Stelle (mal wieder) den Selbstregulierungsmechanismus anführen. Bleiben neue Anlagegelder aus und das Angebot übersteigt die Nachfrage, hat dies zur Folge, dass der Kurswert sinkt. Damit einhergehend startet wieder der Prozess, der schlussendlich dazu führt, dass die Rechenleistung im Netzwerk immer weiter sinkt, bis es eben wieder profitabel ist. Im Grunde könnte man auch sagen, dass der Stromverbrauch des Bitcoin Netzwerks so hoch ist, weil Bitcoin derzeit so teuer ist – nicht umgekehrt.

Da Bitcoin, wie erwähnt durchaus von vielen Menschen auch als nützlich erachtet wird und diese auch künftig Geld in Bitcoin anlegen werden, ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Nachfrage auf 0 geht sehr gering. Es wird voraussichtlich immer eine Nachfrage geben und in Kombination mit dem fixen Angebot, wird sich immer ein Preis ergeben.
Das Netzwerk und der Stromverbrauch wird sich an den entsprechenden Preis anpassen.

Fazit

Schade, dass heise.de abermals einen derartigen Artikel veröffentlicht, der auf grundlegenden Falschannahmen des Autors basiert. Die Schwierigkeitsanpassung komplett außer acht zu lassen, war entweder eine grobe Verständnislücke von Herrn Prof. Kreiß oder bewusste Propaganda gegen Bitcoin. Worte wie „Ponzi-Schema“ zu verwenden, ohne dessen Bedeutung zu kennen macht bei diesem Artikel das Kraut dann tatsächlich auch nicht fett. Dass privilegierte weiße Männer den Nutzen eines freien und zensurresistenten Geldsystems nicht begreifen können sind wir mittlerweile sogar gewohnt. Die Hoffnung, dass die deutsche Medienlandschaft irgendwann aufhört Unfug und Unwahrheiten über Bitcoin zu verbreiten…. die stirbt bekanntlich zuletzt.


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Quelle: Blocktrainer

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