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Anlagestrategien

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Inhaltsverzeichnis:


Die Geldanlage in Wertpapiere wie Aktien oder ETFs wird auch unter Privatanlegern immer beliebter. Ohne eine passende Trading-Strategie ist es allerdings vor allem für Einsteiger oftmals schwierig Erfolg im Handel zu haben. Bei der Vielzahl an Strategien fällt es jedoch schwer sich einen Überblick zu verschaffen.

Ob man sich nun für eine kurzfristige Anlagestrategie oder eine langfristige Anlagestrategie entscheidet oder doch auf nachhaltige Anlagestrategien setzt, hängt von den individuellen Zielen und Anforderungen des Investors ab. Was Anlagestrategien überhaupt sind, welche die passende ist und welche Anlagestrategien sich auch in einem schwierigen Börsenjahr bewährten zeigt der folgende Artikel.

Was ist eine Anlagestrategie?

Bei einer Anlagestrategie handelt es sich um einen Plan bzw. eine Vorgehensweise, nach der ein Anleger Entscheidungen in Bezug auf seine Investments trifft. Es ist also ein Konzept für die Geldanlage, das auf die individuellen Anforderungen, Wünsche und Bedürfnisse des Traders zugeschnitten ist.

Dazu gehören unter anderem die eigene Risikobereitschaft sowie spezifische Interessen. Ziel eines Investors ist in der Regel der Vermögensaufbau – sowohl bei privaten als auch bei institutionellen Anlegern. Um dafür Gewinne zu erzielen gibt es verschiedene Methoden bzw. Strategien, auf die wir im Verlauf dieses Artikels näher eingehen werden.

Anlagestrategien Definition

Eine Anlagestrategie ist also ein Konzept, nach welchem der Anleger seine Investment-Entscheidungen trifft. Dieses ist speziell zugeschnitten auf die persönlichen Präferenzen und Ziele des Investors.

Warum eine Anlagestrategie?

Indem ein Investor eine spezifische Anlagestrategie verfolgt, kann er zwischen verschiedenen Arten von Anlagewerten entscheiden, die er in seinem Portfolio haben möchte oder auch nicht. So wird das individuelle Anlageziel effektiv verfolgt und Handelsentscheidungen werden nicht durch Emotionen – beispielsweise aufgrund von Kursschwankungen – beeinflusst. Von dieser Strategie abweichen sollte der Anleger nur in Ausnahmefällen.

Anlagestrategie entwickeln: Das gilt es zu berücksichtigen

Bei der Entwicklung bzw. Suche einer passenden Anlagestrategie gilt es eine Reihe an Faktoren zu beachten. Dafür sollte sich der Investor einige Fragen über seine Ziele und Anforderungen stellen. Darunter zum Beispiel zur Risikobereitschaft, zum Anlageziel und der Auswahl an Anlageklassen.

Denn während einige Händler eher auf eine starke Dividende setzen, spielt für andere Händler wiederum der Wachstum des Unternehmens eine übergeordnete Rolle. Konservative bzw. passive Anleger legen ihr Geld lieber in sicheren Investment an – unter anderem in ein Festgeldkonto. Bei aktiven und aggressiven Händler hingegen liegt der Fokus auf dem Gewinn. Somit nehmen diese ein höheres Risiko in Kauf.

Doch egal auf welche Anlagestrategie letzten Endes die Wahl fällt, das Zusammenspiel von Risiko, Rendite und Verfügbarkeit ist immer gegeben. Wichtig bei der Suche nach der passenden Anlagestrategie sind demnach folgende Punkte:

  • Anlagehorizont und Engagement
  • Risikobereitschaft des Anlegers
  • Diversifikation in verschiedene Anlagen

Anlagehorizont und Engagement

Der erste Schritt bei der Entwicklung der eigenen Anlagestrategie ist die Frage, warum das Geld überhaupt angelegt werden soll, was also das Anlageziel ist. Durch die Beantwortung dieser Frage lässt sich der Zeitraum des Investments bestimmen, d.h. ob es sich um eine kurzfristige Geldanlage oder aber um einen langfristigen Vermögensaufbau für beispielsweise die Altersvorsorge handelt.

Entsprechend richtet sich die Anlagestrategie nach dem jeweiligen Sparziel. Je flexibler der Investor bei seiner Strategie ist, desto geringer sind die Auswirkungen vorübergehender Kursschwankungen auf die Rendite. Ein langfristiger Anlagehorizont bringt somit ein geringeres Risiko, dafür allerdings auch geringere Gewinne mit sich. Ein kurzfristiges Investment lockt mit höheren Gewinnen, ist aber auch riskanter.

Des Weiteren ist das Engagement des Anlegers ein wichtiger Faktor bei der Entscheidung, d.h. wie viel Zeit der Investor für den Handel aufwendet. Für Trader, die sich intensiv mit dem Markt auseinandersetzen und Spaß daran haben, eignen sich besonders aktive Aktien sowie Fonds.

Das Ziel ist dabei, besser zu sein als der Markt, um eine höhere Rendite zu erzielen. Zugleich sind allerdings die Transaktionsgebühren für einzelne Wertpapiere häufig ziemlich hoch. Um den Zeitaufwand geringer zu halten, geben viele Händler die Verantwortung ab und holen sich einen Investmentmanager ins Boot. Dafür fallen aber wiederum hohe Gebühren an.

Neben der aktiven Verwaltung gibt es auch passive Investments, die sowohl Zeit als auch in der Regel Kosten sparen. Dabei wählen Anleger bestimmte Anlageprodukte für ihr Portfolio aus und lassen diese einfach laufen. Neben einmaligen Einzahlungen gibt es auch Sparpläne, mit denen Anleger in regelmäßigen Abständen einen bestimmten Betrag darin investieren.

Risikobereitschaft: Vollgas oder doch lieber Nummer Sicher

Um mit einer Geldanlage eine Rendite zu erzielen ist immer ein gewisses Risiko notwendig. Je höher das Risiko, desto höher die mögliche Rendite. Wenn es um das Risiko geht, sollten sich Investoren folgende Fragen stellen:

  • Was ist mein Anlageziel?
  • Welcher Anlagehorizont steht mir zur Verfügung?
  • Wie sieht meine aktuelle Situation aus?
  • Welches Risiko kann und möchte ich eingehen?

Wie bereits oben erwähnt, steht bei aktiven Anlagestrategien ein hoher Gewinn im Mittelpunkt. Entsprechend kann auch das Verlustrisiko sehr hoch sein. Konservative Anleger hingegen investieren ihr Geld verstärkt in sicheren Geldanlagen wie zum Beispiel einem Tagesgeldkonto oder Festgeldkonto. Dadurch werden andererseits meist geringere Gewinne eingefahren.

Grundsätzlich lassen sich verschiedene Arten von Risiko unterscheiden: das Ausfallrisiko, das Liquiditätsrisiko und das Marktpreisrisiko. Das Ausfallrisiko kann zum Beispiel dann eintreten, wenn der Schuldner insolvent geht. Dadurch kann der Anleger einen Teil- oder gar einen Totalverlust seiner Geldanlage erleiden.

Beim Liquiditätsrisiko besteht die Möglichkeit, dass die Anlage zum gewünschten Zeitpunkt entweder gar nicht, nur unter Abschlag oder zu hohen Kosten aufgelöst werden kann. Das ist beispielsweise der Fall, wenn eine Immobilie während eines wirtschaftlichen Abschwungs verkauft werden muss.

Beim Marktpreisrisiko fällt der Marktpreis einer Anlage entweder dauerhaft oder temporär. Dazu kommt es unter anderem bei einer Aktie in schwachen Börsenphasen. Das umfasst ebenfalls das Zinsänderungsrisiko.

Risikostreuung durch Diversifikation: Auswahl an verschiedenen Anlageklassen

Zwischen Theorie und Praxis bei Geldanlagen kann es mitunter zu Abweichungen kommen. So gibt es häufig Schwankungen – also Auf- und Abwärtsbewegungen – die nicht vorhergesehen waren. Zu solchen Bewegungen kann es beispielsweise infolge von politischen, wirtschaftlichen oder anderen Einflüssen kommen.

Da auch die beste Chartanalyse hier nicht immer hilft, wird Anlegern empfohlen, ihr frei verfügbares Geld nicht auf ein Pferd zu setzen, sondern in mehrere Anlageklassen und Finanzinstrumente aufzuteilen – egal ob Aktien, ETFs oder andere Wertpapiere.

Diese Diversifikation in verschiedene Anlageklassen, aber auch Branchen und Regionen schützt Anleger vor einer negativen Entwicklung des eigenen Portfolios. Entwickelt sich nämlich einer der Werte negativ, kann dieser Verlust mit der Rendite einer anderen Geldanlage ausgeglichen werden.

Dafür eigenen sich sogenannte ETFs (Exchange Traded Funds) besonders gut, da sie nicht in ein einzelnes Wertpapier, sondern in einen Index mit einer Reihe verschiedener Werte investieren. Dazu zählen der MSCI World und der DAX. ETFs sind breit gestreut, günstig und eignen sich vor allem für den langfristigen Vermögensaufbau.

Darüber hinaus haben Investoren die Auswahl an einer Vielzahl an verschiedenen Anlageklassen. Einige davon werden in der folgenden Übersicht dargelegt:

  • Einlagen wie Sparbuch und Sparplan
  • Wertpapiere wie Aktien und Fonds
  • Festverzinsliche Papiere bzw. Anleihen
  • Immobilien
  • Rohstoffe wie Metalle und Öl
  • Tagesgeld
  • Termingelder
  • Standardzertifikate
  • Alternative Investments wie Hedgefonds und Private Equity Fonds

Verschiedene Strategietypen im Überblick

Wie bereits kurz angeschnitten gibt es verschiedene Strategietypen im Trading: der konservative Anleger, der dynamische Anleger und der ausgewogene Anleger. Der konservative Anleger stellt die Sicherheit über die Rendite. Für den dynamischen bzw. aktiven Anleger hat die Rendite eine höhere Bedeutung als das Risiko. Der ausgewogene Anleger setzt zwar überwiegend auf Sicherheit, nimmt allerdings auch ein gewisses Risiko zu Gunsten von Gewinnen in Kauf.

Anlagestrategien für Privatanleger – Welche Anlagestrategien gibt es?

Sind Anlageziel und Anlagehorizont festgelegt, kann sich der Händler im nächsten Schritt darüber Gedanken machen, welche Anlagestrategie er verfolgen möchte. Bei der Vielzahl an verschiedenen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten fällt die Wahl allerdings schwer.

Außerdem überschneiden sich deren Vorgehensweisen teilweise. Um einen Überblick zu erhalten, haben wir im Folgenden die bekanntesten und am häufigsten eingesetzten Strategien etwas genauer unter die Lupe genommen. Dazu gehören diese:

strategie:
engagement:
Buy and Hold
Einsteiger bis Fortgeschrittene
Index-Strategie
Einsteiger
Long-Short-Strategie
Fortgeschrittene
Trendbestimmungsstrategie
Einsteiger bis Fortgeschrittene
Growth-Strategie
Size-Strategie
Einsteiger
Small Caps-Strategie
Einsteiger bis Fortgeschrittene
Value-Strategie
Dividenden-Strategie
Fortgeschrittene
Antizyklische Strategie
Fortgeschrittene
Prozyklische Strategie
Fortgeschrittene

Buy and Hold

Die sogenannte Buy and Hold Strategie eignet sich sowohl für Einsteiger als auch für Fortgeschrittene. Dabei handelt es sich um eine der bekanntesten Strategien, die auch vom weltweit bekannten Investor Warren Buffet angewandt wird.

Sie funktioniert folgendermaßen: Der Anleger kauft Einzelaktien von Unternehmen, die er langfristig hält – meist zwischen fünf und 20 Jahren – und dabei auf steigenden Wertezuwachs hofft. Vorteil dieser Methode ist der geringe Aufwand und die Möglichkeit diversifiziert anzulegen.

Investitionen werden unabhängig davon getätigt, ob sich die Wirtschaft aktuell im Auf- oder Abschwung befindet. Da kurzfristige Kursschwankungen immer auftreten, lässt sich der beste Zeitpunkt für einen Kauf oder Verkauf nur schwer bestimmen. Daher setzt man hier stattdessen auf einen langfristigen Anlagehorizont und somit auf langfristige Gewinne.

Index-Strategie

Die Index-Strategie ist eine passive Anlagestrategie und eignet sich besonders für Einsteiger. Wie der Name bereits verrät, setzten Investoren dabei nicht auf einzelne Aktien, sondern gleich auf einen kompletten Aktienindex wie zum Beispiel den Dow Jones, den MSCI World oder den DAX.

Passive Fonds werden auch als ETFs bezeichnet. Diese sind kostengünstig, gelten aufgrund der Streuung in verschiedene Branchen und Regionen als wenig riskant und sind daher sehr beliebt unter Anlegern. Der Grundgedanke bei der Index-Strategie ist entsprechend die vielschichtige Risikostreuung.

Long-Short-Strategie

Die Long-Short-Strategie klingt zwar in der Theorie recht einfach, erfordert allerdings in der Praxis viel Erfahrung. Daher ist diese Strategie insbesondere für Fortgeschrittene und aktive Investoren geeignet. Der Begriff basiert auf den Termen „long gehen“ bzw. „short gehen“.

Geht ein Anleger short, bedeutet das, dass er ein Wertpapier kauft und anschließend auf fallende Kurse hofft, damit er diese Position später günstiger erwerben kann. Die Differenz stellt schließlich sein Kursgewinn dar. Geht er hingegen long, dann kauft er das Wertpapier und hofft auf steigende Kurse.

Die Entscheidung, ob der Trader nun „long“ oder „short“ geht, sollte allerdings nicht willkürlich getroffen werden. Zur Unterstützung bieten sich zahlreiche Trendindikatoren an, um zu erkennen, ob die Kurse an den Märkten steigen oder fallen. Entsprechend ist ein tiefgreifendes Fachwissen sehr wichtig.

Trendbestimmungsstrategie

Bei der Trendbestimmungsstrategie lassen sich drei verschiedene Methoden unterscheiden: Trendlinien und Trendkanäle, gleitende Durchschnitte und das Prinzip der Markttechnik. Dabei steht, wie der Name schon verrät, die Bestimmung des Trends im Vordergrund. Solang der Trend nicht gebrochen wird, ist er intakt.

Trendlinien und Trendkanäle kommen aus der Chartanalyse. Dabei werden verschiedene Extrempunkte miteinander verbunden und daraus ergibt sich die Trendlinie. Gleitende Durchschnitte (engl.: moving average) ergeben sich aus dem Durchschnitt einer beliebigen Anzahl an Kursdaten über einen bestimmten Zeitraum. Dieser wird gewichtet und daraus ergibt sich ein gleitender Durchschnitt. Solange der Kurs oberhalb dieser Linie ist, herrscht ein Aufwärtstrend.

Das Prinzip der Markttechnik ist ein Grundelement der Dow-Theorie. Demnach wechseln sich Bewegungen und Korrekturen regelmäßig ab. Ist jeder neue Hochpunkt höher als der vorherige, handelt es sich um einen Aufwärtstrend. Ist jeder neue Tiefpunkt tiefer als der vorherige, ist hingegen ein Abwärtstrend vorherrschend.

Growth-Strategie

Die Growth-Strategie ist eine aktive Anlagestrategie und empfehlenswert für sehr erfahrene Händler bzw. Profis. Nach dieser Methode investieren Anleger in Wertpapiere z.B. Aktien von Unternehmen, bei denen sie in den folgenden Jahren ein hohes Wachstum erwarten.

Dabei muss es sich nicht zwingend um die aktuell großen Unternehmen handeln. Stattdessen können es auch Startups aus der IT-Branche oder ähnliches sein. Solche Firmen nehmen häufig entweder eine kleine Nische ein oder erschließen einen neuen Markt und können sich somit auf ein deutlich größeres Wachstum freuen. Gleichzeitig besteht allerdings auch ein gewisses Risiko, da zahlreiche Startups erfolglos bleiben.

Size-Strategie

Bei der Size-Strategie erwarten Anleger nur geringe Kursschwankungen und legen den Fokus stattdessen auf die Größe des jeweiligen Unternehmens. Es ist eine passive Anlagestrategie, die sich besonders für Einsteiger anbietet. Sie setzt vor allem auf Stabilität und Sicherheit.

Small Caps-Strategie

Anleger, welche die Small Caps-Strategie einsetzen, konzentrieren sich im Gegensatz zur Size-Strategie nicht auf die Unternehmensgröße, sondern investieren ihr Vermögen in Firmen, die sich hinter diesen großen Unternehmen einreihen – also auf die zweite Reihe.

Diese Strategie eignet sich sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Händler, die nicht unbedingt dem Trend der größten Firmen folgen möchten. Dabei kann es vorkommen, dass einige Werte sogar größere Gewinne erzielen als Aktien von Firmen der ersten Reihe und diese somit übertreffen. Dafür eignet sich als Index der SDAX – der Small Caps DAX.

Value-Strategie

Bei der Value-Strategie handelt es sich um eine aktive Anlagestrategie für Profis. Sie verfolgt einen ähnlichen Ansatz wie die bereits erwähnte Growth-Strategie. Allerdings wird die künftige Wertsteigerung nicht durch Börsendaten vorhergesagt, sondern durch detaillierte Unternehmensanalysen. Das umfasst sämtliche betriebswirtschaftliche Daten sowie das Marktumfeld.

Aufgrund dieser Komplexität sind tiefgreifende Marktkenntnisse und Erfahrung erforderlich. Der bekannte Investor Warren Buffet hat seinen Erfolg unter anderem dieser Strategie zu verdanken. Wichtig ist eine langfristige positive Entwicklung, die dauerhafte Wettbewerbsfähigkeit wie auch ein engagiertes und ambitioniertes Management.

Firmen, die all diese Punkte erfüllen verfügen über einen hohen inneren Wert, der sich im Preis oftmals nicht abzeichnet. Durch die Ausschöpfung des Potenzials über mehrere Jahre hinweg ergibt sich somit eine attraktive Rendite.

Dividenden-Strategie

Eine weitere bekannte und ebenfalls von Warren Buffet eingesetzte Anlagestrategie ist die Dividenden-Strategie. Sie ist nur für besonders Fortgeschrittene Investoren zu empfehlen und setzt auf regelmäßige Dividenden-Ausschüttungen.

Der Fokus liegt also anders als bei einigen der oben vorgestellten Strategien nicht auf der Größe des Unternehmens, sondern auf der Dividende des Unternehmens und der Kursentwicklung der jeweiligen Aktie. Die Dividende ist eine Art Gewinnbeteiligung, die in der Regel jährlich ausgeschüttet wird. Allerdings bietet nicht jedes Unternehmen eine Dividende.

Anleger, die nicht selbst nach dividendenstarken Aktien Suchen möchten, können auch einfach in einen dividendenstarken ETF und somit in eine Sammlung mehrerer Unternehmen investieren. Aufgrund der begrenzten Anzahl solcher Titel, sollten Investoren auf eine gute Diversifikation in ihrem Portfolio achten.

Prozyklische Strategie

Anleger, die die prozyklische Strategie anwenden, schwimmen mit dem Strom. Hierbei handelt es sich um eine aktive Anlagestrategie, die sich besonders für Fortgeschrittene Händler eignet. Sie ist auch bekannt als Momentum-Strategie. Investiert wird demnach in Unternehmen, die sich aktuell und künftig mit hoher Wahrscheinlichkeit gut entwickeln.

Antizyklische Strategie

Die antizyklische Strategie ist das Gegenteil zur prozyklischen Strategie. Dabei schwimmen Anleger also gegen den Strom und legen ihr Geld in Unternehmensanteile mit niedrigen Kursen an und veräußern diese wieder bei steigenden Kursen.

Solche Firmen zu finden ist allerdings gar nicht so einfach und erfordert ein gutes Verständnis des Marktes sowie Erfahrung. Es gilt Unternehmen zu erkennen, die an der Börse unterbewertet sind, aber eine vielversprechende Zukunft haben. Die fundamentalen Werte sollten entsprechend besser als der Marktwert sein.

Investoren, die diese Strategie verfolgen, sollten sich stets im Klaren darüber sein, dass es keine Garantie für einen Kursanstieg gibt, auch wenn das Unternehmen Potenzial hat. Anleger sollten also risikobewusst sein und über wichtige Marktkenntnisse verfügen.

Geldanlage während einer Krise

Insbesondere in wirtschaftlich harten Zeiten wie beispielsweise während der Finanzkrise 2008 oder der Corona-Krise aktuell fragen sich Anleger, wie sie ihr Vermögen am besten investieren sollten. Dabei ist davon abzuraten, Aktien aus Angst vor Verlusten zu verkaufen. Diese Regel gilt sowohl innerhalb als auch außerhalb von Krisenzeiten.

Der wohl wichtigste Tipp ist die Diversifikation der Anlagestrategie. Ist das Vermögen breit gefächert in verschiedene Branchen, Bereiche und Regionen angelegt, ist auch das Risiko entsprechend gestreut und das Portfolio hat eine höhere Stabilität. Zudem sollten Anleger nicht ihr gesamtes Kapital auf einmal investieren, sondern zu regelmäßig und gleichmäßig auf verschiedene Produkte.

Ob der Händler während einer wirtschaftlichen Krise aktiv oder passiv investiert hängt mitunter von den Kosten, dem Management sowie der Diversifikation ab. Bei einzelnen Aktien sollten Trader allerdings darauf achten, ob das jeweilige Unternehmen von der Krise profitieren könnte oder nicht. Dies ist ein wichtiger Indikator für den künftigen Erfolg. In der Corona-Krise könnten das beispielsweise Unternehmen aus der Gesundheitsbranche oder der Pharmaindustrie sein.

Welches ist die beste Anlagestrategie?

Wie wir gesehen haben, gibt es eine große Anzahl an verschiedenen Anlagestrategien, wobei wir nur einen Bruchteil davon näher betrachtet haben. Die Vorgehensweisen und Eigenschaften dieser Strategien überschneiden sich teilweise, was eine Abgrenzung schwer macht.

Die Frage, welche nun die beste Anlagestrategie ist, kann pauschal nicht beantwortet werden. Das hängt nämlich von einer Reihe an Faktoren ab, die jeder Investor für sich selbst bestimmen muss. Jede Strategie stellt ein durchdachtes Kauf- sowie Verkaufsverhalten dar. Um die für die eigenen Anlageziele passende Methode zu finden, sollte sich der Händler mit einer Reihe an Fragen auseinandersetzen:

  • Welches Ziel verfolge ich mit der Anlage (Anlageziel)?
  • Welche Renditeerwartungen habe ich?
  • Wie viel Kapital habe ich für die Anlage zur Verfügung?
  • Wie lang kann ich auf dieses Kapital verzichten (Anlagehorizont)?
  • Soll es eine Einmalanlage oder ein Sparplan sein?
  • Wie hoch ist meine Risikobereitschaft?
  • Soll meine Anlage aktiv oder passiv sein (Engagement)?
  • Will ich meine Investition selbst in die Hand nehmen oder die Verantwortung abgeben?

Fazit: Höhere Gewinnerwartungen durch die passende Anlagestrategie

Grundsätzlich hat der Einsatz einer Anlagestrategie den Vermögensaufbau zum Ziel. Ob es sich dabei um eine kurzfristige Anlagestrategie oder eine langfristige Anlagestrategie handelt spielt keine Rolle. Eine solche Strategie hilft Anlagern Handelsentscheidungen zu treffen, ohne sich von ihren Emotionen beeinflussen zu lassen. Davon abweichen sollten Trader nur in Ausnahmefällen.

Dabei gibt es viele verschiedene Anlagestrategien, die sich in ihrem Engagement, ihrem Risiko und einigen weiteren Kriterien unterscheiden. Einige der bekanntesten Strategien sind zum Beispiel die Buy & Hold-Strategie, die Growth-Strategie, die Value-Strategie sowie die Dividenden-Strategie. Die Entscheidung hängt schließlich von den persönlichen Präferenzen und Zielen des Anlegers ab.

Meist gestellte Fragen:

Was sind Anlagestrategien?

Eine Anlagestrategie ist eine Art Konzept bzw. Vorgehensweise, nach der ein Investor Entscheidungen bezüglich seiner Geldanlagen trifft. Im Fokus steht dabei meist der Vermögensaufbau – egal, ob bei privaten oder institutionellen Anlegern. Bei der Wahl der passenden Strategie kommt es auf die persönlichen Präferenzen und Anforderungen des Händlers an.

Was ist die beste Anlagestrategie?

Diese Frage kann pauschal nicht beantwortet werden, da sich – wie schon erwähnt – die Ziele und Bedürfnisse eines jeden Anlegers unterscheiden. Entsprechend gibt es auch nicht die eine perfekte Anlagestrategie, sondern jeder Investor muss die für seine Verhältnisse passende Strategie finden.

Welche Anlagestrategien gibt es?

Es gibt tatsächlich zahlreiche verschiedene Anlagestrategien. Einige der bekanntesten sind zum Beispiel die Buy & Hold Strategie, Index-Strategie, Growth-Strategie, Value-Strategie und die Dividenden-Strategie. Dazu kommen die Long-Short-Strategie, die Index-Strategie und viele mehr. Eine Übersicht über einige der beliebtesten Strategien ist oben im Text zu finden.

Alex Abate

Erfahrene Investorin seit 2017 im Bereich Aktien und ETFs.
Spezialisierung auf Short-Selling und den Einsatz von Derivaten.
Bachelor in Wirtschaftswissenschaften.

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Zuletzt geupdated am 27/04/2022 von Alex Abate

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