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Aktiendepot übertragen

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Inhaltsverzeichnis:


Wenn Sie mit Ihrem bisherigen Anbieter nicht mehr zufrieden sind oder Sie Ihr Depot an eine andere Person übertagen möchten, müssen Sie einen entsprechenden Antrag stellen. Dies geht meist über neuen Broker vonstatten. Dieser kontaktiert für Sie die alte Bank und es müssen die Verwahrstellen für die Aktien mit dem Übertrag beauftragt werden.

Grundsätzlich dauert der Vorgang vergleichsweise lange. Nach einigen Wochen haben Sie aber bereits Ihre Wertpapiere im neuen Depot und können sich weiter dem Trading widmen. An dieser Stelle zeige ich Ihnen, wie man das Aktiendepot übertragen kann und was Sie dabei beachten müssen.

Warum sollten Sie überhaupt über einen Depotwechsel nachdenken?

Für einen Wechsel des Depots gibt es grundsätzlich viele Gründe. Vor allem Anleger, die ihre Wertpapiere bisher bei klassischen Banken aufbewahren, können von dem Übertrag auf das Depot bei Online Brokern profitieren. Für einen solchen Wechsel sprechen vor allem gewisse Prämien und die niedrigeren Gebühren. Sie bezahlen bei einem digitalen Anbieter immer weniger als bei der Bank.

Wichtigster Grund für den Depotwechsel: Broker haben stets bessere Konditionen als Banken

Ganz klassisch kauft man Aktien über eine Bank. Dies war für die normalen Anleger über viele Jahrzehnte hinweg die klassische und einzige Herangehensweise. Bereits in den frühen Tagen der Wertpapiere mussten diese irgendwo sicher aufbewahrt werden. So bezahlte man stets eine Abgabe für die Verwahrung – die Gebühren für die Depotführung. Für den Auftrag, Aktien zu kaufen oder zu verkaufen fallen dann weiterhin die so genannten Orderkosten an.

Bei einer Bank-Instituten wie den Sparkassen oder der Volksbank müssen Sie rein für die Depotführung etwa 23 bis 35 Euro im Jahr einberechnen. Teilweise liegen die Preise noch höher. Hinzu kommen oftmals Kosten für die Verwahrung, die bei der Volksbank bspw. ca. 5,95 Euro pro Position und Jahr erreichen. So steigen neben den Investitionen die Nebenkosten deutlich.

Weiterhin ist es nicht so einfach möglich, die einzelnen Wertpapiere zum Marktpreis zu kaufen. Durch die Verzögerungen zwischen den Öffnungszeiten der Bank und denen der Börsen muss man hier Einbußen hinnehmen. Darüber hinaus werden Orderkosten verlangt, also Gebühren für jeden Kauf und Verkauf. Bei Aufträgen in der Bank selbst können diese Entgelte bis zu 20 Euro erreichen. Entsprechend sollte man von vornherein mit einem bestimmten Volumen planen.

Die Preise und Kosten von Aktiendepots habe ich für Sie in einem weiteren Artikel verglichen.

Vorteile der Online Depots gegenüber einem Wertpapierdepot bei der Bank

Beim Online Depot entfallen viele dieser Kosten, weswegen es sich also lohnt, über einen Depotwechsel nachzudenken. Umso schneller man ihn vollzieht, desto mehr Geld kann man sparen. Das betrifft in erster Linie die folgenden Positionen:

  • Depotführung
  • Verwahrentgelte
  • Orderkosten

Moderne Anbieter wie eToro und Capital.com agieren überwiegend online. Es gibt keine echten Filialen und vieles läuft über gut durchdachte Algorithmen ab. Dadurch senken diese Broker und Depots ihre Kosten erheblich. Diese Preisvorteile werden an die Anleger weitergegeben. So erlassen Ihnen beide Broker komplett die Depotgebühren und die Orderkosten. Sie können somit ohne jede Provision traden.

Der Vorteil daran ist, dass Sie als Anleger wesentlich flexibler sind. Sie reagieren spontaner auf die Kursveränderungen und können selbst bei kleinsten Schwankungen die Aktien ins Depot aufnehmen oder sie veräußern. Bei der Bank würden Sie hier immer die Spanne einrechnen müssen, die sich durch die zusätzlichen Order- und Depotkosten ergibt. Erst wenn sie überwunden ist, verkauft sich z. B. aus der Long Position heraus ein Verkauf.

Neben den niedrigen Gebühren gibt es viele weitere Vorteile, die für eine Übertragung von Wertpapieren von der Bank zu einem Online-Depot sprechen. So sind können Sie bspw. rund um die Uhr von jedem Ort der Welt per App traden, handeln zu aktuellen Marktpreisen und haben Zugriff auf eine Vielzahl an Werkzeugen zur technischen und fundamentalen Analyse.

TAB
Aktien im Depot beim Online Broker
Einfache Anmeldung in wenigen Schritten
Teilweise Prämien bei Depotübertragung von Bank und anderen Brokern
Depotwechselservice wird oft angeboten
Kostenloser Zugriff auf Werkzeuge zur Analyse
Aktuelle Marktpreise
Leerverkäufe möglich
Handel mit CFDs und somit niedrigschwelliger Einstieg in den Aktienhandel
Rund um die Uhr traden
Keine Verzögerungen

Aktien bei der Bank aufbewahren
Hohe Depotgebühren
Hohe Kosten pro Order
Teils Verwahrentgelte pro Position und Jahr
Keine aktuellen Marktpreise
Starke Verzögerungen zwischen Auftragstellung und Durchführung
Keine eigenständige Analyse möglich
Keine Leerverkäufe verfügbar
Oft vergleichsweise begrenzte Zugriffsmöglichkeiten auf exotische Märkte

Von einem Online-Depot zum anderen wechseln – warum?

Auch unter den Online Brokern gibt es natürlich Unterschiede. So verlangen einige Anbieter durchaus Gebühren für die Depotführung und die Orders, auch wenn dies mittlerweile eher eine Seltenheit ist. Ein Grund, um das Depot zu übertragen, ist aber der Aktien Spread. Hierbei handelt es sich um die Differenz zwischen dem Brief- und Geldkurs. Sie kaufen Aktien nämlich stets zu einem etwas höheren Wert ein, als sie für den Verkauf akzeptiert werden.

Über diese Spanne machen die meisten Broker abseits des CFD-Handels ihren eigentlichen Gewinn. Anleger und Anlegerinnen sollten daher darauf achten, dass die Differenz möglichst schmal ist. Beträgt sie stets mehr als 1 Euro, können Sie mit Sicherheit bessere Optionen finden. Einer meiner Favoriten was den Spread betrifft, ist derzeit Capital.com.

Eventuell Depots teilen – für sichere Langzeitanlagen und Daytrading

Ein weiterer Grund dafür, einen Depotübertrag durchzuführen, ist die Teilung der Anlagen. Sie können so ein Depot einrichten, welches ausschließlich für Investmentfonds und ETFs gedacht ist. Hier können Sie ein gut diversifiziertes Portfolio aufbauen und damit auf lange Sicht Kursgewinne erzielen.

Neben diesem Konto für eine langfristige Rendite nutzen Sie bspw. ein anderes Depot für das Daytrading. Sie können sich hier in aller Ruhe der technischen Analyse widmen und damit bestimmte Aktientrends für einen kurzfristigen Gewinn nutzen. Somit trennen Sie gezielt Ihre langfristigen Anlagen von Geld, mit dem Sie quasi “zocken” und ein höheres Risiko eingehen möchten.

So finden Sie einen seriösen Depotanbieter mit günstigen Konditionen

Bevor Sie sich für einen Depotwechsel entscheiden, lesen Sie sich alle wichtigen Informationen zu den potenziellen neuen Wertpapierdepots durch. Erfahrungsberichte erfahrener Trader können so dabei helfen, auf die richtigen Anbieter aufmerksam zu werden. Danach sollte man aber weitergehend prüfen:

  • wie transparent und fair die Gebührenstruktur ist
  • wie viel Orders und Depotführung kosten (im besten Fall sind diese Positionen wie bei Capital.com kostenfrei)
  • wie hoch der Spread bei den Aktien ist
  • wo der Broker lizensiert ist und wer ihn überprüft (am besten europäische oder amerikanische Institutionen)
  • welche Software verwendet wird (sie sollte schnell und sicher sein)
  • welche Werkzeuge zur Analyse verfügbar sind
  • wie einfach der Kundenservice zu erreichen ist
  • in welche Märkte man über den Broker investieren kann

Aktiendepot übertragen in wenigen Schritten – Antrag bei der Anmeldung stellen

Als erstes melden Sie sich bei Ihrem neuen Depot an. Nun kommt es darauf an, ob der Broker den Depotwechsel als Service für Sie anbietet oder ob Sie erst aufwendig einen Antrag stellen müssen. In den meisten Fällen sind Formulare verfügbar, in denen Sie alle wichtigen Parameter eintragen. Diese geben Sie üblicherweise beim neuen Broker ab.

Im Antrag verzeichnen Sie Ihren Namen, die Depotnummern, die Steuernummer und letztlich die Positionen, die Sie vom einen in das andere Depot übertragen lassen möchten. In separaten Bereichen können auch ETFs, Rohstoffe und Edelmetalle transferiert werden. CFDs und Aktienbruchstücke müssen dagegen bei der alten Bank verweilen.

Meist gibt es in den Formularen die Option: komplettes Aktiendepot übertragen. Sie markieren einfach das Kästchen und der Broker wird sich darum kümmern, dass die Wertpapiere und Investmentfonds von dem alten Anbieter übernommen werden.

Nach der Antragstellung auf Depotwechsel kontaktiert die neue Bank den alten Verwalter ebenso wie die Verwahrstelle. Dort liegen die Aktien eigentlich in einem gesonderten Bankdepot. Je nach Land oder Kontinent gibt es andere Verwahrstellen. In Europa befinden sich die Wertpapiere in der Regel bei Clearstream, einer Tocher der Deutschen Bank AG.

Nach der Anfrage sondiert die Verwahrstelle aus, wo sich die Positionen befinden und ordnet diese den Banken bzw. Inhabern zu. Erfolgt der Übertrag innerhalb eines Instituts, geht das innerhalb von wenigen Wochen vonstatten.

In der Zwischenzeit kommunizieren auch die Banken und Broker miteinander. Hier muss geklärt werden, welche Kaufdaten und Kurse zum Zeitpunkt des Erwerbs der Aktien bestanden haben. Diese Werte müssen exakt stimmen, damit es zu keinen Verlusten kommt. Ist das Depot übertragen, müssen Sie die Abrechnungen im Detail prüfen und bei Fehlern Widerspruch einreichen.

Zu den besten Tipps für diesen Teil der Übertragung gehört es, Screenshots des Bestandes zu nehmen und eine exakte Abrechnung zum Zeitpunkt des Wechsels auszudrucken. Nur so lässt sich fehlerfrei zwischen den Depots vergleichen.

Wichtige Voraussetzungen für den Depotübertrag klären

Achten Sie darauf, alle Voraussetzungen für einen Depotübertrag vor der Antragstellung zu erfüllen. Besonders wichtig ist, dass altes und neues Depot noch bzw. bereits bestehen. Eröffnen Sie also als aller erstes ein neues Konto beim gewünschten Broker und leiten Sie keine Kündigung bei der vorherigen Bank ein. Nur so kann die Übertragung reibungslos innerhalb weniger Wochen durchgeführt werden

  • Vorhandensein eines neuen Depots: Das neue Depot ist quasi die Zieladresse für den Depotwechsel. Sie müssen das Konto also zunächst eröffnen und können erst dann den Depotübertrag veranlassen.
  • Das alte Konto beibehalten: Um besser prüfen zu können, ob der Depotübertrag erfolgreich ist, sollten Sie das alte Depot beibehalten. Grundsätzlich ist auch eine Kündigung möglich. Dann muss der Anbieter seiner gesetzlichen Pflicht zur Herausgabe nachkommen und die bestehenden Wertpapiere an eine Zieladresse übertragen.
  • Besonders wichtig: Die bestehenden Wertpapiere müssen auch beim neuen Depot verfügbar sein. Gerade bei vielen und dann auch noch exotischen Positionen kann es vorkommen, dass der neue Anbieter gar nicht mit den bestehenden Aktien handeln. In diesem Fall ist eine Übertragung der entsprechenden Wertpapiere nicht oder nur auf Anfrage möglich. Am besten schauen Sie vorab nach und leiten beim neuen Anbieter eine Suche nach den Wertpapieren ein.
  • Nur ganze Anteile übertragen: Gerade im ETF-Handel ist es wichtig zu wissen, dass man nur ganze Anteile übertragen kann. Befindet sich ein Fonds mit 99,5 Prozent in Ihrem Depot, so landen die übrigen 0,5 Prozent als Geschenk beim Broker. Alternativ dazu können Sie dieses Bruchstück vor dem Depotwechsel verkaufen.

Fallen Gebühren beim Depotwechsel an?

Innerhalb Deutschlands und teilweise auch in der EU müssen Depotübertragungen kostenlos angeboten werden. Weder die alte, noch die neue Bank dürfen dafür Gebühren erheben. Dasselbe gilt für die Verwahrstellen.

Damit können Sie den Übertrag auch dann durchführen, wenn Sie Ihre Aktien einfach nur zu besseren Konditionen über einen anderen Broker verkaufen möchten. Insbesondere dann, wenn Sie von einer Bank mit hohen Orderkosten kommen, ist ein solcher Depotwechsel sehr sinnvoll.

Bei einer ausländischen Bank ist die Situation oft eine andere. So können pro Position, die übertragen werden soll, Kosten von bis zu zehn Euro anfallen. Diesen Betrag verlangt bspw. die niederländische DEGIRO Bank. Sie müssen in diesem Fall also konsequent durchrechnen, ob sich der Vorgang wirklich lohnt.

Wichtig ist zu beachten, dass auch innerhalb Deutschlands bestimmte Kosten bei einer Übertragung des Depots von einer Person auf eine andere anfallen. Hier werden oftmals Gebühren für die bürokratischen Details erhoben. Im Vergleich zu ausländischen Bankinstituten sind die Abgaben aber niedrig.

Der Depotübertrag zu einer anderen Person wird übrigens grundsätzlich als Veräußerung angesehen, weswegen hier Kapitalertragsteuer gezahlt werden muss. Diese können Sie über die Steuererklärung in Teilen zurückholen. Besser ist es jedoch, sich für eine Schenkung zu entscheiden. Die Schenkungssteuer hat im Vergleich wesentlich höhere Freigrenzen, vor allem dann, wenn der Transfer innerhalb der Familie durchgeführt wird.

Wie lange dauert ein Depotübertrag?

Am schnellsten geht es, wenn Sie Ihr Depot von einem deutschen Institut zu einem anderen übertragen. Die Kunden können hier von den kurzen Wegen und den guten Verbindungen zwischen den Unternehmen profitieren. Dasselbe gilt in vielerlei Hinsicht für alle Banken, die Ihre Aktien bei Clearstream aufbewahren. Hierbei handelt es sich um eine direkte Tochter der Deutschen Börse AG mit Sitz in Luxemburg.

Bei einem solchen Depotübertrag stehen Ihnen die Wertpapiere vom alten Konto bereits nach zwei bis vier Wochen beim neuen Anbieter zur Verfügung. In dieser Zeit können Sie keinen Handel mit den betroffenen Wertpapieren treiben. Ich empfehle Ihnen, in der Zwischenzeit nach ergänzenden Aktien zu suchen und eventuell Musterportfolios im Demo-Account erstellen.

Sobald ausländische Wertpapiere und ausländische Verwahrstellen involviert sind, dauert es mit dem Depotübertrag natürlich deutlich länger. So muss das Management des Depotanbieters zunächst die Verwahrstellen in den USA oder in anderen Staaten kontaktieren. Allein durch die Grenzüberschreitung und die zeitlichen Verzögerungen kommt es zu längeren Wartezeiten.

Sie sollten in diesem Fall von einer Dauer von bis zu acht Wochen und mehr rechnen. Nach einem Vierteljahr sollten Sie spätestens bei den Anbietern anfragen, was mit Auftrag geschehen ist und warum der Depotübertrag nicht vorankommt. Im Zweifelsfall kann man die Herausgabe von Wertpapieren sogar gesetzlich erzwingen – die Anteile gehören schließlich Ihnen und werden von der Bank lediglich aufbewahrt.

Exkurs: Welche Instanzen sind neben Banken und Brokern involviert?

Die Banken und Broker als Betreiber der Wertpapierdepots sind natürlich die wichtigsten Beteiligten bei einem Übertrag. Daneben sind aber immer auch die Verwahrstellen involviert. Diese richten für ihre Kunden – also die Finanzinstitute – bestimmte Konten ein, auf denen die Aktien aufbewahrt und der Bank zugeordnet werden.

In Europa ist Clearstream das wichtigste Unternehmen, welches die Verwahrung der Wertpapiere übernimmt. Entstanden ist diese Stelle im Jahr 2000 als direkte Tochter der Deutschen Börse AG und hat ihren Sitz in Luxemburg. Wer die Aktien aus seinem Wertpapierdepot hier liegen hat, kann sich über einen relativ schnellen Übertrag freuen.

In den USA gibt es weitaus mehr Verwahrstellen, welche den Service anbieten. Es kommt stets darauf an, bei welchen Banken Sie dann die Wertpapiere gekauft haben und teils auch in welchem Bundesstaat diese ansässig sind.

Die Anmeldung beim neuen Depot – so geht es

Der erste Schritt zum Depotübertrag ist die Anmeldung bei einem neuen Depotanbieter. Ohne das neue Konto gibt es keine Zieladresse und es fehlt somit an der Grundlage für den Wechsel. Bei der Suche nach einem neuen Broker schauen Sie sich zunächst die Gebührenstruktur an und überlegen sich, welchen Vorteil Ihnen das neue Finanzinstitut bringt.

Jetzt gehen Sie auf die Internetseite des Anbieters, eröffnen das Konto und können z. T. bereits während der Registrierung den Antrag für die Übertragung der Wertpapiere stellen. In einigen Fällen können Sie sogar eine Prämie dafür bekommen.

Erster Schritt: Anmeldung auf der Seite des Anbieters per E-Mail
Auf der Homepage des jeweiligen Brokers finden die zukünftigen Kunden meistens rechts oben einen Button für die Anmeldung. Einmal dort drauf geklickt öffnet sich ein Fenster, in dem Sie weitere Informationen angeben.

Zunächst benötigen Sie in jedem Fall die E-Mail-Adresse. Diese geben Sie nebst Passwort und eventuell eines Usernamens an. Das Passwort sollte möglichst sicher sein und aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen sowie Sonderzeichen bestehen.

Nachdem Sie auf “anmelden” geklickt haben, erhalten Sie sofort eine E-Mail vom Anbieter. Diese bestätigen Sie mit einem Klick auf den mitgelieferten Link. Jetzt sind Sie Mitglied beim Broker und haben Ihr neues Wertpapierdepot eröffnet.

Zweiter Schritt: Fragen beantworten und Depotwechselservice nutzen

Der Broker ist dazu verpflichtet, einige Daten und Informationen zu Ihnen abzufragen. Bevor Sie auch nur ein Wertpapier traden können, müssen Sie die eine oder andere Frage zu Ihren Erfahrungen beantworten. Hiermit soll sicher gestellt werden, dass Sie sich auch wirklich im Bereich Trading auskennen. Ihr Wissen wird daher in einem Quiz abgefragt.

Nach der kleinen Fragestunde haben Sie bereits fast vollen Zugang zu Ihrem Profil. Jetzt ist es sogar möglich, den Übertrag der Wertpapiere in Auftrag zu geben. Viele Broker bieten diesen Service direkt für alle neuen Kunden an. Manchmal können Sie dabei sogar eine Prämie mitnehmen.

Dritter Schritt: Verifizierung durchführen

Bevor Sie nun Wertpapiere kaufen und verkaufen können, müssen Sie sich verifizieren. Über einen Telefonanruf weisen Sie oftmals nach, dass es bei Ihnen um einen echten Menschen handelt. Abgesehen davon müssen Sie einen einen Wohnsitz offiziell angeben.

Danach laden Sie einen Nachweis in Form von Personalausweis, Reisepass oder Führerschein an. Nun findet eine kurze Überprüfung durch den Depotanbieter statt und der Anleger wird schließlich für das Trading zugelassen.

Genauso wichtig ist es im Übrigen, die Steuernummer anzugeben. Wenn der Broker mit dem Fiskus kooperiert, so führt dieser über Ihr Konto Steuern direkt an das Finanzamt ab. Die Kapitalertragsteuer wird ab Quelle eingezogen und beträgt für alle Einkommen aus Rendite sowie Dividende über 801 Euro pauschal 25 Prozent.

Den Freibetrag können Sie später in der Steuererklärung zurückholen. Zudem sind Freistellungsaufträge beim Broker möglich. Weiterhin dürfen Sie einen niedrigeren Jahressteuersatz einfordern, so Sie angesichts Ihres Einkommens weniger als 25 Prozent abgeben müssten.

Vierter Schritt: Geld auf das Konto beim Depot-Anbieter aufladen

Das Geld, welches Sie in Wertpapiere anlegen möchten, übertragen Sie zunächst von Ihrem Giro- oder Sparkonto auf das Depot. Nun haben Sie ein Guthaben, mit dem Sie operieren können. Hierfür stehen Ihnen von Seiten der Depotanbieter verschiedene Methoden zur Verfügung. Meist werden Banktransfers, Kreditkarte, PayPal, Neteller & Co. angeboten.

Vorteilhaft ist es, wenn Sie ein Aktiendepot ohne Mindesteinlage oder mit niedrigen Limits bei der Einzahlung wählen. Bei Capital.com können Sie bspw. bereits ab 20 Euro einsteigen. Sie transferieren einfach den Betrag und fangen an, die ersten Aktien zu kaufen. Durch die Verwendung von CFDs sind sogar Käufe von Bruchstücken ab etwa 1 Euro möglich.

Fünfter Schritt: Eventuell neues Depot im Demomodus ausprobieren

Wenn Sie noch keine Erfahrung im Trading haben oder die neuen Funktionen im anderen Depot kennenlernen möchten, eröffnen Sie parallel auch ein Demokonto. Sie richten dieses so bei Capital.com sehr schnell über das Menü und die Einstellungen ein. Nun können Sie mit einem bestimmten Betrag an Spielgeld frei experimentieren.

Lernen Sie hierbei den Umgang mit den verschiedenen Werkzeugen und üben Sie u. a. auch die richtige Interpretation von Chartverläufen. Während der Übertrag läuft und Sie nicht mit den zu transferierenden Wertpapieren handeln dürfen, ist ein nachgebildetes Musterportfolio praktisch, um die Bewegungen weiter nachzuverfolgen.

Sechster Schritt: Portfolio mit Hilfe von kostenlosen Tools aufbauen

Es gibt verschiedene Tools, welche Sie für den Aufbau und die Erweiterung Ihres Depots verwenden können. Schauen Sie sich z. B. die Charts an und arbeiten Sie bestimmte Trends nach oben oder unten über die Zeicheninstrumente heraus. So wissen Sie genau, ob Sie in der ein oder anderen Situationen long oder short gehen sollten.

[Eine Long Position ist der klassische Aktienhandel, bei dem Sie Wertpapiere kaufen, um von deren Kurswachstum zu profitieren. Beim Shortselling (Leerverkauf) gehen Sie dagegen invers vor. Sie erhalten hier einen Profit, wenn die Kurse fallen. Das ist durch die Leihe und den sofortigen Weiterverkauf von Aktien sowie deren Wiedererwerb zum niedrigeren Preis möglich.]

Neben den Charts für die technische Analyse gibt es bei den Brokern auch Kennzahlen für die fundamentale Herangehensweise. Sie schauen sich dabei die inneren Werte der Unternehmen an und vergleichen diese mit dem Marktpreis. Nun schätzen Sie ab, ob es eine kurzzeitige Delle in den Kursen gibt und diese auf Dauer steigen werden.

Gute Hinweise auf interessante Aktien bieten Ihnen übrigens auch die Ratgeber, welche bei vielen Depots integriert sind. Sie erhalten hier detaillierte Informationen zu den Unternehmen und bekommen sogar eine Einschätzung zu deren zukünftiger Entwicklung.

Nach einer ersten Analyse fügen Sie die Aktien zunächst Ihrer Watchlist hinzu. Darüber können Sie die Entwicklung der Wertpapiere Tag für Tag nachvollziehen. Wenn die Preise und Aussichten günstig sind, fügen Sie die Aktie Ihrer Wahl dem Depot hinzu.

Siebter Schritt: Kauf und Verkauf von Aktien im Depot

Für den Kauf von Aktien klicken Sie einfach auf den entsprechenden Button. Daraufhin öffnet sich ein Fenster, in dem Sie genauere Angaben machen. Tragen Sie hier die Kaufsumme oder die Menge an Aktien ein. Nach einem Klick sind Sie bereits Inhaber der Anteile.

Wenn der Wert unter dem eigentlichen Kurs liegt, kaufen Sie in der Regel Bruchstücke oder CFDs. Es handelt sich um eine Replikation der eigentlichen Aktien, die in einem Vertrag mit dem Broker festgeschrieben ist. Daher ist auch kein Übertrag von einem Depot auf das andere möglich. Auf der anderen Seite genießen Sie den Vorteil, dass Sie wesentlich preiswerter einsteigen.

Um die Rendite loszulösen und in Geld zu verwandeln, müssen Sie die Wertpapiere an einem bestimmten Punkt zu verkaufen. Dies geschieht ebenfalls mit wenigen Klicks. Sie wählen die gewünschten Positionen und entscheiden sich für den Button “Verkaufen”.

Wer einen Verkauf von Wertpapieren in Betracht zieht, sollte unbedingt die Konditionen prüfen. Bei Ihrer aktuellen Bank sind die Orderkosten und Abgaben für diesen Vorgang womöglich sehr hoch. In diesem Fall können Sie das Depot z. B. innerhalb Deutschlands kostenlos wechseln und beim neuen Anbieter die Anteile veräußern.

Wie Sie die Werkzeuge im Aktiendepot nutzen: technische und fundamentale Analyse

Eine der wesentlichen Grundlagen der Aktienanalyse sind die Charts. Eine alte Weißheit besagt, dass hier bereits alle Tendenzen am Aktienmarkt inbegriffen sind. Sie müssen sie nur noch herausarbeiten.

Das geht mit etwas Übung und den richtigen Techniken vergleichsweise einfach. Zeichnen Sie bspw. die Widerstände gegen ein Wachstum und die Unterstützung in Opposition zu Abverkäufen mit Hilfe von Trendkanälen ein.

Wichtig sind auch klassische Zickzackmuster bzw. Elliott-Wellen. Nach einer starken Bewegung in die ein oder andere Bewegung kommt es oft zu einem Rückschlag um etwa die Hälfte. Nun ist ein guter Zeitpunkt zum Investieren gekommen, bevor der starke Rebound erfolgt.

Bei der fundamentalen Analyse geht es dagegen darum, langzeitige Bewegungen und Aktien mit Potenzial herauszufinden. Sie schauen sich zunächst die inneren Werte an. Hierzu gehören u. a. der Umsatz, der Gewinn je Aktie, der Betafaktor und das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV).

Beim KGV erfahren Sie bspw. mehr über das tatsächliche Potenzial im Vergleich zur Marktbewertung. Liegt letztere unter dem inneren Wert, kann man von einer unterbewerteten Aktie sprechen. Ratgeber würden nun eine Investition empfehlen, solange es keine dauerhafte Schädigung des Unternehmens gibt, die sich nicht in den Gewinnen des letzten Jahres widerspiegelt.

Sonderfälle: Ist die Übertragung von ETFs, CFDs und anderen Werten möglich?

Neben klassischen Aktien sind Wertpapierdepots natürlich auch für andere Anteile verfügbar. So können Sie die Kursgewinne von ETFs, CFDs, Rohstoffen und Edelmetallen für sich nutzen. Diese werden grundsätzlich ebenfalls in wenigen Schritten übertragen. Eine Ausnahme sind dabei die CFDs, bei denen es sich um direkte Verträge mit den Brokern handelt.

Erstens: ETF-Handel und Wechsel zu einem anderen Depot

ETFs sind eine interessante Alternative zu Wertpapieren, da Sie hier die Diversifikation nicht selbst übernehmen müssen. Sie kaufen einfach ein ganzes Paket mit Aktien, die in Anlehnung an einen Index regelmäßig ausgetauscht werden. Etwa jedes Vierteljahr wird der Stand der Positionen überprüft und es findet ein Wechsel nach Performance statt.

Durch diesen Turnus sind stets die stärksten Papiere in den Fonds vorhanden. Auf Dauer ist ein Wachstum also immer gegeben und Sie gehen kaum ein Risiko ein. Ein weiteres Plus ist die automatisierte Verwaltung. Dadurch liegen die Kosten sehr niedrig, oft bei nur 0,35 Prozent.

ETFs werden von speziellen Investmentgesellschaften herausgegeben. Die populärsten sind bei den meisten Depots verfügbar. Bevor Sie nun aber einen Übertrag vornehmen, sollten Sie genau prüfen, ob man mit dem Fonds auch wirklich beim neuen Broker handeln kann. Ist das nicht der Fall, ist ein Wechsel nicht möglich.

Abgesehen davon gibt es kaum Probleme beim Übertrag der ETFs. Wenn Sie jedoch einen ungeraden Anteil mit Nachkommastellen besitzen, müssen Sie u. U. einen kleinen Teil Ihres Besitzes abgeben. Sie können z. B. 0,5 Prozent an den alten Depotanbieter schenken oder den Wert verkaufen.

Zweitens: CFDs sind vom Depotübertrag ausgeschlossen!

Heute können Sie über fast jedes Wertpapierdepot auch CFDs kaufen. Auf den ersten Blick sind diese Replikationen von Kursverläufen mit Aktien zu verwechseln. Sie halten in diesem Fall jedoch keine echten Wertpapiere in der Hand, sondern gehen lediglich einen Vertrag mit dem Broker ein.

In diesem Vertrag werden die Kurse in einem entsprechenden Verhältnis repliziert. Sie können so in eine Aktie, die 100 Euro kostet, mit 10 Euro investieren. Steigt der Kurs nun auf 150 Euro, machen Sie mit Ihrem Einsatz 5 Euro gut.

Zusätzlich lassen sich Hebel von Seiten des Depots nutzen. Der Anbieter schießt Ihnen dann Geld zu, um die potenzielle Ausbeute zu erhöhen. Bei einem Hebel von 10:1 bekommen Sie so das Zehnfache aus Ihrer Rendite heraus.

Der Hebel wirkt allerdings auch in die Gegenrichtung. Wenn Sie Verlust machen, gehen Sie entsprechend stärker ins Minus. Viele Menschen verlieren durch diesen Effekt ihr gesamtes Vermögen. Anfänger sollten also sehr vorsichtig mit dem Instrument umgehen.

Um höhere Einbußen zu verhindern lassen sich aber auch Sicherheitsschranken einbauen. Stop Loss ist eine Option, um den Verlust einzugrenzen. Ab einem vorher bestimmten Minus wird der Trade einfach geschlossen.

Der Nachteil an den CFDs in Bezug auf das Thema Depotwechsel ist, dass Sie immer an einen Broker gebunden sind. Die Kontrakte schließen Sie immer direkt mit den Anbietern ab und können somit keinen Übertrag beantragen. Es handelt sich schlichtweg um keine physischen Aktien, welche einen tatsächlichen Anteil an Unternehmen darstellen würden und in Verwarhstellen aufbewahrt werden.

Drittens: Währungen, Rohstoffe und Edelmetalle

Währungen, Edelmetalle und Rohstoffe sind grundsätzlich übertragbar. Bei den Edelmetallen und Rohstoffen handelt es sich stets um anteiligen Besitz, wobei die Deckung ebenfalls über Verwahrstellen gegeben ist. Hier müssen Sie also lediglich die Übertragung wie bei den Aktien beantragen.

Währungen lassen sich dagegen nicht immer so einfach mitnehmen. Bei fremden Einheiten kommt es oft zu einer Konvertierung in Euro oder US-Dollar, bei der Sie zwangsläufig Verlust durch den Spread machen. Eventuell sollten Sie also das alte Depot behalten, bis die Kurse vorteilhaft für einen Verkauf sind.

Ein Sonderfall sind die Kryptowährungen. Für diese gibt es spezielle Wallets, in denen man die gecodeten Werte lagern. Zwischen den einzelnen Wallets und Kryptobörsen sind die Übertragungen wesentlich unbürokratischer. Es fallen bis auf den Spread meist keine höheren Kosten an.

Tipps für den Depotübertrag

Um Kosten zu sparen und beim Depotwechsel flexibel zu bleiben, gibt es einige wertvolle Tipps. So lassen sich die auch mehrere Depots gleichzeitig betreiben oder innerhalb eines Anbieters verschiedene Konten eröffnen. Generell sind Ratschläge wie eine breite Streuung des Kapitals und die Prüfung der Abrechnung beider Anbieter ebenfalls wichtig.

Das alte Konto muss nicht geschlossen werden

Während des Übertrags sollten Sie das alte Konto in der Regel beibehalten. Es ist aber auch möglich, zu kündigen und bei der Auflösung ein Referenzkonto anzugeben. Teilweise müssen dann Positionen verkauft werden und Sie erhalten den Ertrag überwiesen.

Sie sind allerdings nicht dazu verpflichtet, das alte Depot zu schließen. Es sind immer auch Teilübertagungen möglich. Sie wählen in Ihrem Antrag beim neuen Depot dann nur bestimmte Positionen aus, welche von einem Anbieter zum anderen wechseln sollen. So können Sie quasi bestimmte Arten von Anlagen trennen. Eröffnen Sie bspw. ein separates Konto mit besseren Konditionen für ETFs, während Ihre Wertpapiere an alter Stelle verweilen.

Prinzipiell kann man ein Depot auch leer stehen lassen. Sie sollten in diesem Fall aber auf die Gebührenordnung achten. Viele Unternehmen verlangen so einen Strafbetrag, wenn Sie für etwa zwei Jahre auf Ihrem Konto verifiziert, aber inaktiv sind.

Depot mit niedrigen Gebühren wählen

Die niedrigen Gebühren sind einer der wichtigsten Gründe, von einem Depot zum anderen zu wechseln. Wenn Sie sich eingehender mit dem Thema beschäftigen, finden Sie schnell günstige Anbieter, die komplett auf Kosten für Depotführung und Orders verzichten.

Der Vorteil liegt speziell bei den Orders auf der Hand: Sie sind viel flexibler, um auf den Markt reagieren zu können. Entdecken Sie z. B. eine spannende Value-Aktie, die temporär aus irrationalen börsenpsychologischen Gründen unter Wert gehandelt hat – schlagen Sie ohne Rücksicht auf eventuelle Nebenkosten zu. Dasselbe gilt beim Entdecken von bestimmten Trendrichtungen. Für das Daytrading sind Depots ohne Gebühren ideal.

Zu meinen Favoriten unter den kostenlosen Trading-Apps gehört derzeit Capital.com. Dieser Broker bietet viele spezialisierte Werkzeuge für die technische Analyse und das kostenlos an. Sie bezahlen hier keinerlei Gebühren und dürfen sich auf einen schmalen Spread freuen. Lediglich beim Handel mit CFDs können einige Kosten anfallen. Für Aktien kann ich es sehr empfehlen, das Depot zu Capital.com zu übertragen.

Depots innerhalb eines Portals teilen

Einige Anbieter offerieren Ihnen eine Depotteilung innerhalb des Portals an. Dies kann eine interessante Alternative zum Depotwechsel sein, wenn Sie an und für sich mit den Gebühren zufrieden sind. Wollen Sie lediglich die langfristigen Investitionen vom Daytrading trennen, erstellen Sie wie bei Capital.com einfach separate Bereiche. Das ist absolut kostenfrei möglich.

Während das Depot übertragen wird, mit neuen Aktien handeln

Die Depotübertragung kann einige Wochen in Anspruch nehmen und während dieser Zeit können Sie mit den wechselnden Positionen keinen Handel treiben. Nutzen Sie dies aber unbedingt, um sich in das neue Depot und seine Funktionen einzuarbeiten. Sie können sich Ihre bisherigen Anlagen vor Augen führen und passend dazu bereits nach neuen Optionen suchen. So erweitern Sie bereits vor dem Abschluss des Depotwechsels Ihr Portfolio und streuen Ihr Kapital breiter.

Bereiten Sie sich auf den weiteren Handel vor, indem Sie die Kurse der Wertpapiere verfolgen

Sinnvoll ist es, während des Depotübertrags entweder ein Musterportfolio im Demo-Bereich mit den bereits bestehenden Positionen einzurichten oder die Aktien bzw. Fonds aus dem alten Depot beim neuen Anbieter auf die Watchlist zu setzen. Somit verfolgen Sie die Kurse mit und können eventuell bei guten Aussichten schon vor der Ankunft der Bestandspapiere nachkaufen.

Prüfen Sie genau, ob die Zeit- und Wertdaten bei der Übertragung stimmen

Für die Entwicklung Ihrer Kurse ist es wichtig, dass das Kaufdatum und die Kaufzeit exakt stimmen. Diese muss die alte Bank dem neuen Depot mitteilen. Am besten lassen Sie sich von Ihrem ursprünglichen Anbieter einen detaillierten Ausdruck geben oder sehen die Positionen mit allen Details im Portfolio ein.

Wenn die Aktien schließlich im neuen Depot ankommen, bekommst du eine umfangreiche Auflistung zu den Positionen. Hier stehen auch die Kaufdaten, Kaufzeiten und die Kurse zum Kaufzeitpunkt geschrieben. Diese sollten Sie genau mit den Angaben des alten Depots vergleichen und bei Fehlern einen Einspruch einlegen.

Eventuell an die breitere Streuung des Portfolios arbeiten

Eine Grundregel beim Traden ist es, das Kapital so breit wie möglich zu streuen. Aus der CAPM- und der Portfoliotheorie weiß man, dass es sich gut auf die Entwicklung der Investition auswirkt, wenn man viele Positionen im Depot hat. Aufs Ganze ist dabei ein stetes Wachstum gegeben. Es ist aber auch wichtig, unterschiedliche Branchen und Länder einzubeziehen. Setzen Sie also nicht alles auf eine Karte.

Der Effekt der Streuung tritt bereits ab etwa 15 bis 30 Positionen ein. Besser ist es aber, wenn man deutlich mehr Aktien, Fonds und andere Werte hält. So wird das Risiko auf Dauer Verluste zu machen, deutlich geringer. Selbst wenn es aufgrund einer schlechten Konjunktur mal komplett nach unten geht, ist Halten eine gute Option. Alternativ lässt sich zusätzlich per Leerverkauf ein Sicherheitsriegel einschieben.

Depotübertragung an andere Personen: was Anleger hier beachten müssen

Oft möchten Personen ihre Anlagen gar nicht an sich selbst übertragen, sondern sie an andere Menschen weitergeben. Solche Transfers finden in aller Regel in der Familie, aber auch unter Freunden statt. Für die Banken und Verwahrstellen ist das grundsätzlich kein Problem. Für den zusätzlichen Aufwand werden oftmals aber weitere Gebühren verlangt. Diese fallen innerhalb von Deutschland jedoch gering aus.

Relevanter ist es zu wissen, dass ein Übertrag auf eine andere Person als Verkauf gewertet wird – selbst, wenn man dafür kein Geld erhält. Entsprechend fallen ab einem bestimmten Wert Abgeltungssteuern an. Diese belaufen sich auf 25 Prozent. Bis zu einem Wert von 801 Euro im Jahr sind die Kapitalerträge aber steuerfrei.

Um dem Problem der Steuerpflichtigkeit aus dem Wege zu gehen, sollten Sie den Übertrag als Schenkung deklarieren. Zwar werden auch für solche Vorgänge Steuern verlangt, die Freigrenzen liegen aber gerade innerhalb von Familien wesentlich höher.

Vorteile und Steuerregeln bei einer Schenkung

Bei einer Schenkung müssen Sie in den meisten Fällen keine Steuern bezahlen. Zumindest der Sender wird hier vom Fiskus vollkommen unberührt gelassen. Beim Empfänger kommt es allerdings darauf an, wie viele Werte innerhalb der vergangenen zehn Jahre bereits erhalten worden sind. Übersteigen diese einen bestimmten Betrag, wird die Schenkungssteuer in Höhe von sieben bis 50 Prozent fällig.

Die höchsten Beträge dabei immer auf die Steuerklasse III, wo man bei allen Schenkungen bis zu 6 Mio. Euro pauschal 30 Prozent an den Staat abgeben muss. Sieben bzw. 15 Prozent werden bis zu einer Grenze von 75.000 Euro in den Steuerklassen I und II fällig. Bis zu 300.000 Euro verlangt der Staat von diesen Gruppen elf bzw. 20 Prozent.

Nun aber zu den wesentlich wichtigeren Freigrenzen. Diese sind teils so hoch angesetzt, dass man sich bei einem einmaligen Vorgang kaum Sorgen um die Steuer machen muss. Die Limits richten sich dabei immer nach dem Verwandschafts- und Bekanntschaftsgrad.

Unter Ehegatten kann man so in einem Zeitrahmen von zehn Jahren maximal 500.000 Euro steuerfrei verschieben. Für Kinder und Enkel ohne Eltern gelten 400.000 Euro als Freibetrag. Wenn das Depot auf einen Enkel mit Eltern transferiert werden soll, muss man das Limit von 200.000 Euro im Kopf behalten. Da innerhalb von Deutschland Depotübertragungen aber kostenlos sind, könnte man die Aktien zunächst an die Kinder weitergeben und sie danach an die Enkel schenken lassen.

Wer nicht miteinander verwandt ist bzw. Nicht in die oben genannten Kategorien fällt, muss wesentlich niedrigere Freigrenzen einrechnen. Hier kann man maximal 20.000 Euro innerhalb von zehn Jahren steuerfrei in Empfang nehmen. Dazu gehören aber nicht nur Geldbeträge und Aktien, sondern auch Immobilien. Wenn Sie über den Freibetrag kommen, sollten Sie die Schenkung innerhalb von drei Monaten beim Finanzamt melden.

Freigrenzen bei Schenkungen (innerhalb von zehn Jahren):

  • Ehegatten/eingetragene Lebenspartner: 500.000 Euro
  • Kinder und Enkel ohne Eltern: 400.000 Euro
  • Enkel mit Eltern: 200.000 Euro
  • Alle anderen: 20.000 Euro

Mein Fazit: eine Übertragung des Depots lohnt sich bei besseren Konditionen

Auf den ersten Blick scheinen Depotübertragungen komplex und umständlich zu wirken. Viele Broker bieten Ihnen aber einen einfachen Wechselservice an, bei dem Sie direkt nach der Anmeldung den Antrag stellen. Daraufhin kontaktiert der Anbieter Ihre alte Bank und leitet den Vorgang ein.

Eine wichtige Rolle spielen die Verwahrstellen, bei denen der Übertrag vollzogen wird. Innerhalb von Europa ist dies meist nach etwa zwei bis vier Wochen abgeschlossen. Bei Depotwechseln, die Aktien aus den USA und anderen Ländern beinhalten, müssen Sie eventuell länger warten.

Ein Depotwechsel kann viele Vorteile haben. So ist der häufigste Grund für den Übertrag die Nutzung besserer Konditionen. Da die Übertragung in Deutschland kostenlos ist, können Sie sogar kurz vor dem Verkauf die Positionen an den neuen Broker senden und sie über diesen veräußern.

Sollten Sie bisher Kunde einer klassischen Bank sein, empfehle ich Ihnen ohnehin den Wechsel zu Online-Plattformen. Diese sparen selbst Kosten in der Verwaltung ein und bieten Ihnen somit auch ein kostenloses Depot ohne Provision. Sie genießen somit mehr Flexibilität und Vorteile wie den Zugang zu Ihren Aktien per App sowie praktische Werkzeuge für die Analyse.

FAQs: Häufig gestellte Fragen zum Depotübertrag

Wie Aktien in ein anderes Depot übertragen?

Um Aktien in ein anderes Depot zu übertragen, müssen Sie einen schriftlichen oder Online-Antrag stellen. Hier tragen Sie die Depotnummern und die Daten der abgebenden Bank ein. Des Weiteren listen Sie exakt auf, welche Positionen verschoben werden sollen. Der Antrag wird in der Regel beim neuen Depotanbieter eingereicht. Dieser kontaktiert daraufhin die Vorgängerbank und die Verwahrstellen.

Was kostet es, ein Depot zu übertragen?

Innerhalb von Deutschland fallen keine Kosten für den Depotwechsel an, solange es sich um den gleichen Inhaber handelt. Übertragen Sie das Depot auf eine andere Person, müssen Sie mit zusätzlichen Kosten rechnen. Dasselbe gilt, wenn ausländische Banken involviert sind. Hier kann der Übertrag etwa 10 Euro pro Position betragen.

Kann man einzelne Aktien in ein anderes Aktiendepot übertragen?

Ja, es ist möglich teilweise Übertragungen von Aktiendepots vorzunehmen. Im Antrag setzen Sie den Haken dann nicht auf “gesamtes Depot übrtragen”, sondern listen im Einzelnen auf, welche Positionen genau transferiert werden sollen.

Kann man Aktien steuerfrei übertragen?

Bei einer Übertragung von Depots unter einem Inhaber/Namen fallen grundsätzlich keine Steuern an, da es sich um keinen Verkauf handelt. Schicken Sie die Positionen aber an eine andere Person, wird dies als Veräußerung gewertet, womit Sie 25 Prozent Kapitalertragsteuer zahlen müssten. Eine Alternative ist es, die Übertragung als Schenkung zu deklarieren. Dann muss der Empfänger auf die wesentlich höheren Freigrenzen bei der Schenkungssteuer achten.

Wie lange dauert der Depotübertrag?

Innerhalb von Deutschland gehen die Depotwechsel relativ schnell vonstatten. Sie können bereits nach etwa zwei Wochen Vollzug melden. Bei mehreren europäischen Banken und Positionen, dauert es auch mal bis zu vier Wochen. Haben Sie amerikanische oder andere nicht-europäische Aktien in Ihrem Portfolio, dauert der Depotübertrag auch mal zwei Monate.

Wann ist eine Depotübertragung sinnvoll?

Ein Depotwechsel ist immer dann sinnvoll, wenn Sie angesichts der hohen Gebühren mit Ihrem bisherigen Anbieter nicht zufrieden sind. Gerade klassische Banken verlangen oftmals viel zu hohe Kosten von den Kunden. Das betrifft speziell die Depotführung und die einzelnen Orders. Online Broker wie Capital.com sind im Vergleich wesentlich günstiger bzw. Sogar kostenlos.

Kann ich CFDs in andere Depots übertragen?

Bei CFDs handelt es sich um separate Kontrakte, die Sie mit den Brokern eingehen. Sie haben also keine echten Aktien in der Hand. Damit können Sie diese virtuellen Werte auch nicht von einem Depot auf das andere übertragen.

Andre Witzel

Erfahrener Trader im Bereich Forex, CFDs, Aktien und Futures seit 2013.
Über 21.000 Abonnenten auf Youtube und 500 veröffentlichte Trading Videos.

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