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Aktienblase

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Inhaltsverzeichnis


Wenn die Preise für eine bestimmte Aktie exorbitant steigen, verleitet das viele Anleger dazu, in diese Spekulation einzusteigen. Tatsächlich befindet sich Ihr Kapital in einer solchen Situation aber möglicherweise in Gefahr. Wenn Sie nicht aufpassen und rechtzeitig aussteigen, droht die Blase zu platzen und Sie verlieren Ihre Investition.

Nichtsdestotrotz bietet eine Aktienblase auch Chancen. Wenn man ganz am Beginn Aktien kauft und diese über mehrere 100 oder 1000 Prozent ansteigen, erzielt man außergewöhnliche Gewinne. Solche Tenbagger waren in der Vergangenheit in Bereichen wie New Economy (Dotcom), Immobilien in den USA 2008, Cannabis und Wasserstoff zu finden. Alle diese Segmente brachen jedoch kurz darauf zusammen. Entsprechend muss man als Anleger genau wissen, wann der Zeitpunkt zum Verkauf gekommen ist.

Tenbagger

Als Tenbagger bezeichnet man eine Aktie, die sich in ihrem Wert mindestens verzehnfacht. Im Portfolio kommen solche Steigerungen nur selten vor. Dennoch gibt es gute Strategien wie das Value Investing, um auf ein solches Wertpapier aufmerksam zu werden. Parallel dazu sollte man jedoch auf eine gute Diversifikation des Aktiendepots setzen.

Solche Momente können über die technische Analyse erkannt werden. Anhand von Tradingsignalen lassen sich die ersten Anzeichen für einen Umschwung und das Platzen der Spekulationsblase ausmachen. Nun ist es an der Zeit, die Long-Positionen zu verkaufen, short zu gehen und das Geld auf fallende Kurse zu setzen. Hiermit sichert man sich nicht nur ab, sondern macht aus dem Absinken der Preise Gewinn. Eine weitere Möglichkeit, um beim Platzen der Blase Vorteile zu erhalten, sind so genannte Aktienoptionen, mit denen man sich einen bestimmten Kurs für den Kauf oder Verkauf verbriefen lässt.

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(Ihr Kapital ist gefährdet. Es fallen andere Gebühren an. Weitere Informationen finden Sie unter etoro.com/trading/fees.)

Die Basics zur Aktienblase: Warum steigen und fallen die Aktienkurse?

Die Entstehung der Preise an den Börsen hat viel mit Psychologie zu tun. Um nicht zu sagen: die gesamte Entwicklung der Kurse am Markt ist unterm Strich eine Mischung aus Massenpsychologie und analytischen Voraussagen darüber, wie sich die Bewertung in den Köpfen der Investoren entwickeln wird.

Bei Aktien handelt es sich zunächst um nichts anderes als einen Anteil von einem Unternehmen. Diesen kaufen die Anleger in der Hoffnung, dass der Wert dieses Anteils steigt. Dieser Kursanstieg entsteht, wenn viele Investoren auf eine positive Entwicklung des Unternehmens hoffen und sich das Angebot bei gleichzeitigem Wachstum der Nachfrage verknappt.

Umso knapper das Angebot und umso höher die Nachfrage, desto stärker steigen die Bewertungen von Aktien am Markt. Eine Verknappung des Angebots kann über einen Aktienrückkauf durch die AG übrigens auch künstlich eingeleitet werden.

Bei einem Kursanstieg können Sie nun die Anteile zu einem höheren Preis an der Börse verkaufen und machen auf diese Weise Gewinn. Durch Leerverkäufe lässt sich außerdem invers investieren und Sie machen Profite mit fallenden Kursen – dies erkläre ich Ihnen im unteren Teil dieses Artikels.

Aus diesem Zusammenspiel entwickelt sich nun u. a. ein spekulatives Wetten auf die besten Aktien und Preise. Auf der Suche nach wachsenden Werten richtet man sich oft nach dem Kurs-Gewinn-Verhältnis, welches anzeigt, dass eine Aktie im Vergleich zu ihrem Potenzial sehr günstig zu haben ist.

Hinzu kommen aber die Aussichten auf Wachstum und Erfolg. Solche Trends und Erwartungen lassen sich meist direkt aus den Charts ablesen. Einer der Urväter der technischen Analyse Charles Dow – nach ihm wurde z. B. der Dow Jones Index benannt – ging davon aus, dass man mit einem reinen Blick auf die Grafiken erkennt, wohin sich der Markt bewegt.

Grund dafür ist wie gesagt die Psychologie. Nehmen wir bspw. an, dass aktuell eine neue Technologie in den Medien gehypt wird. Zuletzt war das im Falle von Wasserstoffantrieben der Fall. Für eine gewisse Zeit wurden die Brennstoffzellen als denkbare Alternative zum Verbrennermotor gesehen und die Aktienkurse von Unternehmen wie Ballard Power Systems, Plug Power, ITM Power und PowerCell Sweden schossen in die Höhe.

Der Gedanke dahinter: Die ersten Investoren erkennen das Potenzial und investieren. Dadurch verknappt sich das Angebot und die Preise steigen. Anhand der Charts sehen nun andere Anleger die Bewegung nach oben und springen auf den Zug auf. Umso stärker der Anstieg der Kurse nun ist, desto mehr Menschen wollen ein Stück vom Kuchen abhaben. Gerade dann, wenn das Wachstum bis in die 1000 Prozent geht, ist ein Boom erreicht, der sich schnell zu einer gefährlichen Aktienblase entwickelt.

Bis zum Zusammenbruch hat man als Anleger jedoch einen echten Tenbagger in der Hand. Dies kann man mit klugem Investment nutzen und den Aufschwung mitnehmen. Wer früh investiert hat, kann letzten Endes auch recht zeitig die Aktie verkaufen. Somit macht man immer noch einen soliden Gewinn und begibt sich nicht unnötig in Gefahr.

Bei Anlegern, die eine höhere Risikobereitschaft aufweisen, erfolgt der Einstieg oftmals später und sie warten sehr lange ab, bevor die Einlösung der Profite vorgenommen wird. Umso näher man an den Scheitelpunkt der Entwicklung kommt, desto höher sind die Möglichkeiten des Totalverlustes.

Der letztendliche Blasenkollaps kann verschiedene Gründe haben. Meist stellt sich heraus, dass die Aktie im Vergleich zu ihrem eigentlichen Potenzial vollkommen überbewertet ist. Werden die geringeren Zukunftsaussichten z. B. durch Medienpublikationen oder schwache Umsätze auf einmal deutlich, steigen zuerst die Großinvestoren aus.

Ziehen diese Ihre Investitionen zurück, kommt es zum Fall der Kurse. Jeder, der jetzt in diesem Bereich investiert ist, bekommt Panik und Furcht vor dem Platzen der Blase und will schnell seine Anteile loswerden. Die Spirale geht somit nach unten. Umso niedriger und schneller die Kurse fallen, desto mehr wird man verkaufen wollen – bis die Aktie schließlich einen Punkt erreicht, an dem sie entweder gerecht bewertet wird oder unterbewertet ist.

Ein solcher Trend betrifft im Übrigen nicht nur einzelne Aktien und Unternehmen. Oft handelt es sich bei einer Aktienblase um ein ganzes Segment am Aktienmarkt. Um die Jahrtausendwende wurde so die Internet-Branche zum absoluten Boommarkt und platzte kurz darauf. Weitere gute Beispiele sind die Cannabis-Industrie in Nordamerika und der Bereich Wasserstoff.

Neben schlechten Nachrichten und niedrigen Umsätzen kann es auch äußere Ursachen gehen, welche die Blase zum Platzen bringen. So sorgen Kriege und Sanktionen wie im Falle des Konflikts in der Ukraine für einen Sturz bei den Preisen. Weiterhin kann sich die Geldpolitik der Banken ändern oder aber es kommt zu einer allgemeinen Krise beim Bruttoinlandsprodukt.

  • Aktienkurse steigen und fallen durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage
  • Je knapper das Angebot und je höher die Nachfrage, desto höher die Preise
  • Die Börsen funktionieren hochpsychologisch: Anleger können dynamische Preisspiralen nach oben und unten auslösen
  • Viele der Trends lassen sich einfach anhand der Charts ablesen
  • Kluge Anleger steigen relativ früh in aussichtsreiche Märkte ein und verkaufen die Aktien bevor die Blasen platzen
  • Zu einer Aktienblase kommt es, wenn bestimmte Branchen überbewertet ist
  • Zeigt sich das im Vergleich zur Bewertung am Markt niedrigere Potenzial der Aktien augenscheinlich in den Medien, implodieren die Kurse regelrecht: Aktionäre wollen Ihre Anteile schnell verkaufen
  • Besonders stark von einem unnatürlichen Boom sind Märkte betroffen, in denen viel Fremdkapital (Kredite) steckt
  • Eine Option, um von den fallenden Kursen zu profitieren, ist das Shortselling

Exorbitantes Wachstum: so können Sie den Boom mitnehmen

Die erste Phase, in der Sie Ihre Finanzen an der Börse platzieren können, ist also das Wachstum der Preise. Hier sind die Bewertungen am Aktienmarkt durchweg positiv. Die Anleger haben hohe Erwartungen an das Unternehmen und investieren in dessen Zukunft. Mit den Einnahmen durch den Aktienverkauf steigert die AG ihr Kapital, investiert in die Entwicklung und kann im besten Fall den Umsatz dauerhaft steigern.

In dem Moment, wenn die meisten Anleger das Potenzial der Aktie noch nicht erkannt haben, sollte man einsteigen. Sie ermitteln bspw. durch das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), welche Wertpapiere unterbewertet sind, setzen dann den Fokus auf die Frage, warum das so ist und platzieren bei durchweg positiven Aussichten Ihr Kapital auf solche wachsenden Märkte.

Kommt es nun zum Preisanstieg, können Sie die Wertpapiere verkaufen und damit hohe Gewinne einfahren. Wichtig ist es, sich bei Tenbaggern nicht zu lange an den Anteil zu klammern – vor allem dann, wenn das Wachstumspotenzial nur in den Köpfen der Anleger, aber nicht in der Realität vorhanden ist.

Bei echten Value Aktien, die sich über die Jahre hinweg zu Bluechips entwickeln, können Sie dagegen das Investment halten. Hier lohnt es sich, die Geldanlage auf lange Sicht auszurichten. Hätten Sie z. B. vor 20 Jahren auch nur einen US-Dollar in Unternehmen wie Apple, Amazon, Google & Co. gesteckt, würden Sie heute mit einem Profit von teils über 40.000 Prozent dastehen (so im Fall von Amazon).

Die Entwicklung der Amazon Aktie in den letzten knapp 20 Jahren ist phänomenal

Bluechips können kurz erklärt als sehr wertvolle Unternehmen verstanden werden, die sich bereits seit langer Zeit in den großen Indizes weit oben befinden. Ein Indikator dafür, dass eine Aktie als Bluechip gilt, ist die Marktkapitalisierung. Diese wird durch die Multiplikation von Aktienkurs und Anzahl der ausstehenden Aktien ermittelt. Als erste AG überhaupt erreichte Apple um den Jahreswechsel 2021/2022 einen Gesamtwert von mehr als 3 Billionen US-Dollar und ist somit der Bluechip schlechthin.

(Ihr Kapital ist gefährdet. Es fallen andere Gebühren an. Weitere Informationen finden Sie unter etoro.com/trading/fees.)

Achtung Aktienblase: Ist die Bewertung am Markt viel zu hoch, droht der Kollaps

Wenn die Bewertungen an den Börsen weit über dem eigentlichen Potenzial der Aktie liegen, ist ein Kollaps eigentlich unausweichlich. Die Preise basieren in diesem Fall ausschließlich auf den Erwartungen der Anleger auf Erfolg in der Zukunft. Stellt sich dieser nicht ein, kommt es zu einer teils sehr schroffen Korrektur. Von einem Tag zum anderen kann es einen kompletten Einbruch der Kurse um mehrere 100 Prozent geben.

Der wichtigste Grund für eine Aktienblase bzw. ihre plötzliche Explosion ist die Konfrontation der Erwartungen der Anleger mit der Realität. Der Druck auf die Unternehmen, hohe Gewinne zu erzielen und die Erwartungen zu erfüllen, ist extrem hoch. Stellt sich der Erfolg nach einiger Zeit nicht ein, ziehen die ersten Investoren Ihr Geld aus dem Markt.

Dadurch fallen die Kurse kurzfristig ab und weitere Anleger verfallen in Panik. Die Spirale geht schlagartig nach unten, wird oft von einem kurzen Rebound aufgefangen, welcher von der Spekulation auf eine Rückkehr zum alten Niveau getragen wird, und geht letzten Endes aber weiter in den Keller.

Extrem hoch ist die Gefahr einer Aktienblase, wenn viele Spekulanten Wertpapiere aufgrund der guten Aussichten auf Kredit kaufen. Die Kredite müssen letzten Endes bedient werden. Kann man sie wegen der sinkenden Kurse nicht zurückgeben, ist die Panik am Markt noch größer und es kommt zu einem kompletten Kollaps.

Stark betroffen sind u. a. die Aktionäre, die Ihr Portfolio beliehen haben. Beim Beleihen des Aktiendepots geben Sie Ihre Wertpapiere als Sicherheit beim Broker oder der Bank an. Daraufhin erhalten Sie einen bestimmten Beleihungswert als potenzielle Geldanlage. Oftmals liegt dieser Lombardkredit bei ungefähr 60 Prozent.

In der Wachstumsphase nehmen sich viele spekulativ agierende Akteure am Aktienmarkt einen solchen Kredit, um mit noch mehr Geld in einen Wert einsteigen zu können. Sie setzen darauf, dass der Preis stark in einer Boomphase steigt und man somit sehr hohe Gewinne vor dem Börsencrash erzielt.

Nimmt man das Geld auf Pump aber zu spät aus dem Markt, kommt man in Turbulenzen und verliert womöglich sein gesamtes Portfolio. Ähnliche Bewegungen sind auch bei den Immobilien zu sehen, wenn es in einer Stadt zu extremen Anstiegen der Grundstücks- und Wohnungspreise kommt.

Durch den hohen Anteil an Fremdkapital in der Branche wird der Markt überproportional stark aufgepumpt. Von den exorbitanten Renditen angelockt, vergessen viele Börsenteilnehmer eine genauere Analyse und setzen am Ende auf ein Unternehmen, das den Erwartungen des Marktes nicht gerecht werden kann.

Seit der Einführung der Nullzinspolitik durch die Europäische Zentralbank sehen wir immer mehr Wachstum, der jedoch auf Pump besteht. Dieses Geld wurde z. B. zum Beginn der Corona-Krise in attraktive Value-Papiere gesteckt. Weiterhin macht es die Online-Software immer leichter, in Aktien zu investieren. Somit wächst der Anteil unerfahrener Trader, die wesentlich irrationaler am Aktienmarkt agieren.

Bei einem extremen Hoch an der Börse, sollte man also unbedingt aufmerksam sein. Grundsätzlich gilt, dass sich Wachstumsphasen (bullischer Markt) mit Verlustphasen (bärischer Markt) abwechseln. Der finale Zusammenbruch bestimmter Segmente, die über mehrere Jahre außergewöhnlich stark angezogen haben, ist somit vorprogrammiert. Vorbereiten kann man sich darauf, indem man bestimmte Signale frühzeitig erkennt und das Geld herauszieht. Zudem lassen sich mit Leerverkäufen Sicherheitsschranken einbauen.

Das sind die häufigsten Gründe für eine Aktienblase

Das wichtigste am Phänomen Aktienblase ist, dass man die Möglichkeit eines solchen Totalzusammenbruchs und den Zusammenhang zur Psychologie der Aktionäre einplant. Wer sich ausschließlich an Modelle wie die Portfoliotheorie und das CAPM hält, wird diesen Effekt womöglich nicht auf dem Schirm haben. Beide Theorien beruhen nämlich auf der Annahme, dass alle Akteure rational und risikominimierend agieren. Dies kann aber nicht als Erklärung für das Aufblähen eines bestimmten Segments hinreichen.

Tatsächlich sind viele Marktteilnehmer nicht rational und gehen bei einer scheinbar attraktiven Aktie hohe Risiken ein. Dass passiert u. a. dann, wenn das Wertpapier extrem stark in den Medien beworben wird. Das sorgt für ein extremes Aufpumpen des Marktes, bis dieser in sich zusammenfällt.

Die wichtigsten Gründe und Erklärungsansätze für eine Aktienblase sind:

  • Begrenzte Rationalität am Markt: Die Basis für eine Aktienblase ist zu einem hohen Anteil die begrenzte Rationalität der Akteure. Der Anteil derer, die unerfahren sind und entsprechend höhere Risiken eingehen, wächst aufgrund der gesunkenen Zugangsschranken auf Tradingplattformen. Das bedeutet aber auch Chancen für diejenigen, die sich perfekt mit der technischen und fundamentalen Analyse auskennen. Gute Erklärungsansätze für irrationales Verhalten bietet die Behavioral Finance oder Verhaltensökonomie nach Autoren wie Daniel Kahneman, Amos Tversky und Richard H. Thaler.
  • Greater Fool: Nach dieser Theorie wird davon ausgegangen, dass es an der Börse immer jemanden gibt, der noch mehr für eine stark wachsende Aktie bezahlen wird und davon ausgeht, sie zu einem höheren Preis verkaufen zu können. Es kommt selbst bei erfahrenen Großinvestoren zu einer Selbstüberschätzung, welche den Zusammenbruch vorantreiben kann.
  • Herdenverhalten: Kommt es zu den ersten Anzeichen eines Zusammenbruchs bei sehr hohen, überbewerteten Kursen, geraten viele Aktionäre in Panik. Gerade diejenigen, die auf Kredit gekauft haben, werden versuchen, ihre Schäfchen so schnell wie möglich ins Trockene zu bringen. Die Aktionäre folgen diesem Trend und es kommt zu einem starken Momentum nach unten. Umso weiter die Kurse fallen, desto stärker wird verkauft. Dies kann ebenfalls vollkommen irrational sein und zu einer Unterbewertung des Wertpapiers folgen. Für Value-Investoren ist jetzt der Zeitpunkt zum Einstieg gekommen.
  • Steigende Zinsen: In Phasen mit niedrigen Zinsen leihen sich viele Anleger Geld aus und investieren dieses Gewinnbringend. Steigen nun die Zinsen, ist ein solches Investment nicht mehr möglich. Zu einem Anheben der Zinsen kommt es in der Regel, wenn die Inflation stark steigt und die Notenbanken ein Gegenmittel dafür suchen. Das könnte 2022 mit der Rohstoffkrise rund um den Ukrainekonflikt der Fall sein. Bei einem plötzlichen Sprung der Zinsen nach oben, kommt wieder die Börsenpsychologie zum Tragen. Die Anleihen-Renditen spielen so einen wichtigen Faktor für die Bewertung der Unternehmen durch die Marktteilnehmer.
  • Medien: Die Medien spielen eine extrem wichtige Rolle bei der Bewertung von Unternehmen am Markt. Egal, ob wahr oder falsch – kommen negative Nachrichten über einen Konzern heraus, fallen die Kurse zunächst ab. Shortseller können nun versuchen, die Preise noch weiter nach unten zu drücken, indem Sie sich Aktien ausleihen und diese verkaufen – sie setzen also auf sinkende Kurse. Zwischen der Berichterstattung und der Entwicklung der Aktienmärkte besteht also ein starker Zusammenhang, welchen man als Investor unbedingt im Auge behalten sollte.
  • Krisen, Kriege, Inflation: In vielen Ländern der Erde, sorgen bestimmte Krisen, Kriege und Sanktionen für ein schlagartiges Zusammenbrechen der Aktienkurse. Berühmt geworden ist so der Verfall der Währung in Venezuela vor einigen Jahren. Durch den Verlust der Kaufkraft investierten immer mehr Akteure ihr Geld in Immobilien und Aktien, um dieses zu schützen. Während der Wert der Währung abgenommen hat, kam es zu einem überproportionalen Wachstum am venezuelischen Aktienmarkt, der letztlich im Crash münden könnte. In Russland kam es im Februar 2022 zum Kollaps an der Moskauer Börse in Folge der massiven wirtschaftlichen Maßnahmen der westlichen Länder gegen den Angriff auf die Ukraine.

Mit eingehenden Analysen eine Aktienblase erkennen: die fünf wichtigsten Anzeichen

Die Aufgabe eines guten Traders ist es gerade in der Long Position, eine Blase rechtzeitig zu erkennen. Hierfür gibt es einige Anzeichen und Signale, die auf ein irrationales Wachstum hinweisen. Bei bestimmten Kombinationen, sollte man unbedingt sein Investment überdenken und genauer in die Chartentwicklung hineinzoomen. Teils kann sich Tag für Tag das Platzen der Blase andeuten. Wer das Maximum herausholen möchte, sollte sich gut in der technischen Analyse auskennen und regelmäßig die Verläufe beobachten.

Weniger erfahrene Trader sollten sich die Frage stellen, ob nun 100 Euro mehr oder weniger bei einem bereits erzielten Gewinn wirklich einen Unterschied machen. Früher auszusteigen und somit auf Nummer Sicher zu gehen, kann bei einem fragilen Wert sehr viel Sinn machen.

An dieser Stelle zeige ich Ihnen die fünf wichtigsten Anzeichen, die nach Meinung von erfahrenen Experten auf eine Aktienblase hinweisen:

  1. Stark einsteigende Preise an den Märkten: Stabile Werte steigen in der Regel nicht sprunghaft an. Kommt es zu einem massiven Wachstum, dass in die hunderte und tausende Prozent geht und eine solche Entwicklung über einen kurzen Zeitraum hinweg erfolgt, ist das natürlich ein Warnsignal. Auf ganze Branchen und Börsen bezogen fällt auf, das langfristiges Investment an Attraktivität verliert. Die Aktionäre wechseln dagegen häufiger zwischen den Werten und setzen auf Spekulation. Der Umsatz der Anlagen steigt ebenso wie die Preise in einem immer schnelleren Rhythmus. Bekannte Beispiele für ein zu schnelles Wachstum sind die Kryptowährungen, Wasserstoff, Cannabis und die New Economy Anfang Ende der 90er/Anfang der 2000er.
  2. Viel Medienaufmerksamkeit: Allein die Berichterstattung kann für ein spektakuläre Aufwärtsbewegung sorgen. Wird z. B. fortwährend und lautstark von einer bestimmten Technologie als Zukunftsbringer berichtet, sorgt das zwangsläufig für ein gestiegenes Interesse bei den Käufern, ergo eine höhere Nachfrage. Mit diesem Kaufinteresse gehen letztlich auch die Preise nach oben. Deutlich wurde das u. a. beim Thema Wasserstoff, welches als potenzielle Alternative zum Verbrennermotor gehandelt wurde. Nachdem sich die Erwartungen kurzfristig nicht erfüllt hatten, brachen die Bewertungen an den Börsen schlagartig ein.
  3. Viele Anleger berichten über Ihre Erfolge: Wenn sich viele private Anleger über Ihre angeblichen oder tatsächlichen Erfolge äußern, legt das den Verdacht nahe, dass es irgendwann zu einer Abwärtsbewegung kommen wird. Häufig wird die Vermutung über ein mögliches Platzen der Blase durchaus kundgetan. Darauf folgt in der Regel die Aussage, dass bis zum Ende des Booms aber noch ausreichend Zeit für ein Investment ist. Viele Investoren und Neulinge im Metier bereuen es daraufhin, nicht eher eingestiegen zu sein, sehen aber motiviert durch die Erfolgsgeschichten trotzdem noch Chancen am Wachstum teilzunehmen. Wer bei sehr hohen Preisen noch nicht investiert ist und von allzu vielen Milliardärstorys im Internet liest, sollte eventuell die Finger von der Anlage lassen.
  4. Ungewöhnlich niedrige Volatilität trotz exorbitantem Wachstum: Anhand der Volatilität erkennt man die Schwankungsanfälligkeit von Aktien gegenüber der Normalschwankung am Gesamtmarkt. Berechnen lässt sich der Wert über den Betafaktor. Liegt dieser unter 1, ist die Schwankung weniger stark. Wenn die Kennzahl 1 übersteigt, darf die Aktie als volatil gelten. Das Problem ist, dass die Fundamentaldaten diese Schwankung bei boomenden Werten nicht unbedingt hergeben. Die geringe Volatilität entsteht eher durch das irrationale Verhalten der Akteure an den Finanzmärkten. Vor einigen Jahren konnte man dies bspw. in Italien beobachten, als die staatlichen Anleihen trotz einem extrem niedrigen Zinsstand nur aufgrund der Versprechungen des EZB-Chefs, die Wertpapiere abzusichern, gekauft wurden.
  5. Niedrige Zinsen: Durch niedrige Zinsen nehmen viele Marktteilnehmer günstige Kredite auf. Das billige Geld kann für ein noch stärkeres Wachstum und Aufblähen der Blase sorgen. Zunächst pumpen erfahrene Investoren mehr Kapital in das bestimmte Segment – später kommen unerfahrene Anleger hinzu. Das geliehene Geld lässt sich so über Hebel und die Beleihung des Portfolios platzieren. Mit einem solchen Modell geht man jedoch ein hohes Risiko ein, vor allem dann wenn die Banken im Zuge von sinkenden Kursen dazu auffordern Geld nachzuschießen (margin call). Das führt zu einer extremen Panik am Finanzmarkt und zu schnell abstürzenden Aktienkursen.

Bekannte Beispiele für Blasen am Finanzmarkt

Die Suche nach Beispielen für Spekulationsblasen ist eigentlich nicht schwierig. Bereits im 17. Jahrhundert wird aus Holland von exorbitanten Preisen für Tulpenzwiebeln berichtet. Umso verwunderlicher ist es, dass die Urväter der Portfoliotheorie und des CAPM von einem durchweg rationalen und risikoaversen Verhalten der Akteure ausgegangen sind. Bekannte Aktien- und Spekulationsblasen waren in der Vergangenheit z. B.

  • Tulpenspekulation in Holland 1634-1637
  • Schwarzer Donnerstag 1929
  • Dotcom-Blase 2000
  • Immobilienblase 2007/2008
  • Silberspekulation 1970er Jahre

Beispiel 1: Die Tulpen-Blase in Holland

Die Spekulationsblase Mitte der 1630er Jahre in Holland ist als Tulpenwahn oder Tulpenmanie in die Geschichte eingegangen. Sie gilt zu den ersten Berichten über eine Blasenbildung im Bereich von Spekulationen auf mögliche Wertanlagen. Im Zentrum in dieser Situation die exorbitanten Bewertungen von Tulpenzwiebeln aus Holland.

Genaue Preise für die beliebten Tulpenzwiebeln der damaligen Zeit können nicht mehr angegeben werden. Bereits damals wurden die Sorten aber an den Börsen gehandelt und konnten sogar über Terminkontrakte gekauft werden. Eine grobe Schätzung geht davon aus, dass eine Zwiebel im Jahr 1923 etwa 1.000 Gulden kostete und man im Jahr 1637 bis zu 30.000 Gulden für drei Stück auf den Tisch legte. Im Vergleich dazu lagen die Kaufpreise für Immobilien bei maximal 10.000 Gulden.

Der höchste Wert soll im Februar 1637 bei der Versteigerung von Tulpenzwiebeln in Alkmaar erzielt worden sein. Nur wenige Tage danach kam es zum Zusammenbruch des Marktes. Als bei einer Versteigerung keine der Tulpen zum erwarteten Preis verkauft werden konnte, brachen die Kurse in den gesamten Niederlanden ein. In diesem Moment wurde für die Anleger klar, dass es auf dem Scheitelpunkt eben nicht mehr den „greater fool“ geben würde und das Geld wurde schnell dem Tulpenmarkt entzogen.

Die traditionellen Erklärungsansätze gehen davon aus, dass die platzende Blase auf irrationales Verhalten und einen regelrecht wahnhaften Run auf die Tulpenzwiebeln zurückzuführen ist. Anhänger der Effizienztheorie suchen dagegen andere Gründe für den Zusammenbruch. Der Wirtschaftshistoriker Peter M. Garber erklärt die erhöhte Risikobereitschaft so mit der zuvor grassierenden Beulenpest in den Niederlanden. Zudem sieht er die Geldpolitik der Amsterdamer Wisselbank als eine weitere Ursache für die Tulpenblase.

Beispiel 2: Schwarzer Donnerstag 1929

Traurige Berühmtheit erlangte der Black Thursday am 24. Oktober 1929, als die New Yorker Börse einen kompletten Zusammenbruch erlitt und eine der folgenreichsten Wirtschaftskrisen der Geschichte auslöste. In der Folge kam es in den USA zur „Großen Depression“. Die Amerikaner zogen die Kredite aus Europa zurück, was letztlich auch die sozialökonomische Grundlage für die kommenden kriegerischen Konflikte legte.

Die Vorgeschichte beginnt mit einer erheblichen Spekulationsblase in den 20er Jahren. Der Bullenmarkt trieb den Dow Jones Index auf von lediglich 100 Punkten im Jahr 1923 relativ bald auf 331 Punkte. Zu diesem Zeitpunkt wurde von einem möglichen, ewigen Wachstum gesprochen – eine Überschätzung, die typisch für ungesunde Boommärkte ist.

Um an diesem Wohlstand partizipieren zu können, nahmen viele Kleinanleger Kredite auf und kauften mit diesem geliehenen Geld Anteile wertvoller Firmen. Erste Panikreaktionen gab es bereits Anfang Oktober 1929, als der Kurs zwischenzeitlich stark abstürzte. Als Reaktion pumpten die Banken und Investmentgesellschaften noch mehr Geld in den Markt, um die Kurse zu stützen.

Die riskante Situation wurde den Anlegern aber zunehmend bewusst, als die Aktienkurse stagnierten. Angesichts der Gefahr, die aufgenommenen Kredite nicht mehr zurückzahlen zu können, begannen viele Aktionäre hektisch die Anteile zu verkaufen, was zu einer massiven Preisspirale nach unten sorgte. Am 24. Oktober kam es schließlich u. a. in Folge des Bankrotts des britischen Spekulanten Clarence Hatry zum kompletten Börsencrash. Der Gesamtwert der Börsenunternehmen sank innerhalb von wenigen Stunden um etwa 11 Mrd. US-Dollar.

Am anschließenden Freitag wurden auch de europäischen Börsen allmählich erfasst. Nach dem Wochenende und Versuchen, die Kurse künstlich hochzuhalten, waren die Aktienpreise am folgenden Dienstag soweit abgestürzt, dass ein Rebound nicht mehr vorstellbar und die herausgegebenen Kredite nicht mehr gedeckt werden konnten. Indem die Banken nun ihr Geld zurückverlangten, mussten auch die letzten Aktien als Sicherheit verkauft werden.

Den absoluten Tiefpunkt erreichte der Dow Jones Index im Sommer 1932 mit nur noch 41 Punkten. Als einigermaßen überwunden kann die Krise erst ab 1933 gelten. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Nationalsozialisten bereits die Macht in Deutschland ergriffen und damit begonnen, eine stark schuldenbasierte Wirtschafts- und Sozialpolitik einzuführen, die auf kurz oder lang im Krieg münden musste.

Beispiel 3: Die berühmte Dotcom-Aktienblase

Aus der jüngsten Vergangenheit ist vor allen Dingen die Dotcom-Blase ein sehr beispielhaftes Ereignis. In den 90er Jahren gab es eine regelrechte Euphorie in Bezug auf das Internet. Immer neue Firmen widmeten sich der digitalen Wirtschaft bzw. der New Economy. Teilweise wurden Unternehmen gegründet, ohne einen genauen Plan vom zukünftigen Potenzial des Marktes zu haben.

Aufgrund der großen Medienaufmerksamkeit investierten viele Aktionäre in die bis dahin nur wenig profitable Branche. Welches Unternehmen sich am Ende durchsetzen würde, stand um die Jahrtausendwende in den Sternen. So entschieden sich viele Anleger eher für Yahoo, anstatt auf den heutigen Marktführer Google zu setzen.

Das meiste Geld, das in die Unternehmen gesteckt wurde, waren also Vorschusslorbeeren, mit denen die Bewertungen an den Börsen weit vom inneren Wert der AG (Gewinn je Aktie, Umsatz etc.) abwichen. Die fieberhaften Investitionen in die New Economy glichen in ihren Hochphasen ein Stückweit dem Tulpenwahn im 17. Jahrhundert.

Der Niedergang des New Economy Booms folgte im März 2000. Noch Anfang des Monats wurde ein spektakuläres Rekordhoch im Deutschen Aktienindex DAX erreicht. Es kam zu immer mehr und schnelleren Neuemissionen von Aktien und somit einer Überflutung des Marktes mit Wertpapieren.

Mit den extrem hohen Bewertungen war irgendwann klar, dass die Unternehmen die Erwartungen der Anleger innerhalb der nächsten Jahre kaum erfüllen konnten. Da es sich durchweg um sehr junge Firmen mit neuartigen Technologien und wenigen materiellen Gegenwerten handelte, waren die Aktienpreise vollkommen ungedeckt. Bei vielen der AGs bestand der Buchwert lediglich aus einigen Computern und wenigen Gebäuden.

Mit der Insolvenz erster IT-Firmen begannen Gerüchte über gefälschte Bilanzen in den Medien zu kursieren. Es kam im März erstmals zu einem deutlichen Absinken der Aktienkurse. Die neuen unerfahrenen Investoren wollten nun ihre Wertpapiere schnell um jeden Preis loswerden. Die Blase platzte und zahlreiche Anleger verloren ihr gesamtes Investment.

Im Vergleich zu anderen Börsencrashs hatte die Dotcom-Episode aber etwas Gutes. Das IT-Segment wurde deutlich von unprofitablen und teils sogar kriminell agierenden Firmen gereinigt. Auf den Ruinen der ersten New Economy konnte ein tatsächlich wirtschaftlich agierender Markt mit heute unvergleichbaren Marktkapitalisierungen entwickeln. Hierfür stehen insbesondere Aktiengesellschaften wie Amazon, Apple, Google, Facebook & Co.

Beispiel 4: Immobilien 2007/2008

Nur sieben Jahre nach der Dotcom-Blase kam es am amerikanischen Immobilienmarkt zu einer rasanten Abwärtsbewegung. Grund dafür war die massive Vergabe von Krediten an Kleininvestoren für den Kauf von Immobilien durch US-Banken. Die Immobilienkäufer nahmen das Fremdkapital vor allem angesichts der drastischen Preissteigerungen für Wohnungen und Gebäude auf. Vor allem relativ gering verdienende Gruppen, wollten sich nun ein Eigenheim mit Zukunftsaussichten leisten. Einen weiteren Impuls dazu setzte die US-Regierung mit ihrer Eigenheimförderung.

Im Herbst 2007 kam es zunehmend zu Zahlungsausfällen durch schwächere Löhne und eine stärkere Spaltung der Gesellschaft bei den Einkommenshöhen. Aufgrund der fehlenden Einnahmen bei den Subprime-Krediten kommen auch einige Immobilienfonds in Turbulenzen. So sind bereits im Juni 2007 einige Hedgefonds von Bear Stearns kaum noch etwas wert.

Der endgültige Kollaps erfolgte mit der Pleite der renommierten Bank Lehmans Brothers. In der Folge kam es zu einer globalen Finanzkrise, die für viele Jahre andauern und die Welt in der Rezession halten sollte. In den USA und der EU kam es zu einer erheblichen Arbeitsmarktkrise und Staaten wie Griechenland bewegten sich auf den Konkurs zu. Man geht davon aus, dass selbst zehn Jahre nach dem Beginn der Krise noch nicht alle Folgen komplett überwunden waren.

Beispiel 5: Silberspekulation in den 70er Jahren in Texas

Ein Beispiel aus dem Bereich der Edelmetalle ist die Spekulation rund um die Silberpreise in den USA. Die Aktienblase geht vor allen Dingen auf das Handeln der Brüder Nelson Bunker Hunt und William Herbert Hunt aus Texas zurück. Sie kauften in den 1970er Jahren gedeckt durch saudi-arabische Geschäftsmänner außergewöhnlich große Mengen an Silber an.

Vor allem auch aufgrund des Verbots von privatem Goldbesitz bis ins Jahr 1974 stieg der Wert des Silbers sprunghaft an. Von 2 US-Dollar, die man 1973 für eine Unze bezahlte, erreichte der Wert im Januar 1980 50 US-Dollar. Im Januar 1980 stoppte die Finanzaufsicht schließlich alle neuen Käufe von Silber und setzte der Blase somit ein Ende.

Sie Silberblase der 70er Jahre ist somit ein gutes Beispiel dafür, wie ein externer Faktor für den Zusammenbruch sorgen kann. Der darauf einsetzende hektische Abverkauf von physischem Silber u. a. auch auf den Schwarzmärkten löste eine regelrechte Silberschwemme und somit einen Preisverfall aus. Für den Handel mit Silber bedeutete das Ende der Spekulationsblase einen über fast zwanzig Jahre andauernden Bärenmarkt.

Strategien für Anleger: so schützen Sie sich vor dem Crash

Gerade bei stark boomenden Branchen ist es immer möglich, dass die Börse kollabiert. Entsprechend sollte man als Anleger nicht irrational auf den Trend aufspringen, sondern sein Investment gut durchdenken. Eine tiefgründige Analyse und das Verfolgen der Charts ist das A und O. Wichtiger ist es noch, das Portfolio zu diversifizieren und das Aktiendepot abzusichern LINK. Indem man nicht all sein Kapital auf ein Pferd setzt, senkt man das Risiko und kann einen Verlust zu gewissen Teilen abfedern.

Die wichtigsten Strategien, um das Aktiendepot vor einer platzenden Aktienblase zu schützen sind:

  • Warnsignale erkennen und frühzeitig aus dem Boommarkt aussteigen
  • Aktiendepot diversifizieren
  • Bei riskanten Branchen auf Kreditnahme verzichten
  • Short gehen und von den fallenden Kursen profitieren
  • Mit ETFs eine langfristige Basis für den Vermögensaufbau schaffen

Den drohenden Crash früh erkennen – überbewertete Aktien, Rezession und Krisen

Eines der bekanntesten Zitate des renommierten Bankiers Carl Mayer von Rothschild ist, es zu „kaufen, wenn die Kanonen donnern, verkaufen, wenn die Violinen spielen.“ Gemeint ist damit, dass man in den Tiefphasen und bei Zusammenbrüchen der Märkte preisgünstig in die besten Aktien mit Potenzial einsteigen sollte. Wenn die Kurse dagegen sehr hoch stehen und sich der Markt im Boom befindet, verkauft man seine Anteile und nimmt die Profite mit. Zudem kann man kurz vor dem Scheitelpunkt per Shortselling auf fallende Kurse setzen.

In der Theorie ist ein solches Vorgehen natürlich relativ einfach. Bei der praktischen Anwendung muss man sich aber etwas tiefgründiger mit dem Markt und seinen Mechanismen beschäftigen. Besonders wichtig ist es, dass man Indikator für Indikator für einen Trendwechsel erkennt und versteht.

Einerseits können das natürlich die klassischen Anzeichen und Signale sein, welche ich Ihnen bereits aufgezählt habe. Andererseits lassen sich die Trendwechsel aber auch auf den Charts ablesen. Die generelle Richtung lesen Sie z. B. über die Elliott-Wellen ab. Bei diesen Formationen kommt es z. B. in der Long Position zu einem starken Anstieg, der daraufhin um die Hälfte abfällt und dann noch stärker wächst. Im Mittelteil dieser Bewegung steigen Sie ein.

Ein weiteres Signal für einen Kurswechsel sind die stark und kurz ausschlagenden Kerzendochte auf den Candlestick-Charts. Diese zeigen, dass es eine starke Gegenbewegung – entweder im unteren Support- oder im oberen Resistance-Bereich gibt. Diese beiden Zonen können Sie in den Grafiken bei Brokern wie eToro markieren. Wird eine der Zonen Schritt für Schritt durchbrochen, sind das Anzeichen für einen Einstieg oder Ausstieg aus dem Trade in die eine oder andere Richtung.

Bei äußeren Faktoren wie dem Wechsel der Geldpolitik, gesetzlichen Verboten und Deckelungen z. B. am Immobilienmarkt, Krisen und Kriegen ist es dagegen schwierig, die Entwicklung frühzeitig einzuschätzen. Gibt es bereits Hinweise auf ein möglicherweise Marktveränderndes Ereignis, kann man vorsichtig versuchen, sein Aktiendepot abzusichern. Gleichzeitig sind Krisen immer auch Investmentchancen. Wenn alle Aktien unabhängig von Ihrem Potenzial am Boden liegen, suchen Sie sich die resilientesten heraus und sichern sich diese zu Schnäppchenpreisen.

Wenn Sie in einen Aktienmarkt investiert haben, der anhand bestimmter Anzeichen eindeutig überbewertet ist, sollten Sie Tag für Tag die Kursentwicklung ansehen. Gerade in bullischen Phasen ist die Gier oft groß, noch einmal 1000 Euro mehr zu verdienen. Tatsächlich ist es aber ratsam, sich mit etwas weniger Profit zu zufrieden zu geben und sein Vermögen in trockenen Tüchern zu haben.

Diversifikation als Mittel gegen den potenziellen Börsencrash

Diversifikation ist beim Trading immer das A und O. Jeder erfahrene Trader wird Ihnen als Grundregel ans Herz legen, das Vermögen breit über möglichst viele Anlagen zu streuen. Dadurch sinkt das Risiko. Fällt eine Anlage ab, wird der Verlust durch die anderen Investitionen abgefedert.

Es empfiehlt sich dabei, auf mehr als eine Branche zu setzen und sich auch diverse Länder als Investitionsziel auszusuchen. So ist man sogar dann relativ sicher, wenn ein gesamtes Segment, z. B. der Wasserstoff oder Cannabis wegbricht.

Prinzipiell lässt sich ein optimiertes Portfolio sogar anhand der Kapitalmarktlinie berechnen. Diese Theorie basiert auf dem Capital Asset Pricing Model (CAPM), welches jedoch stets auf der Annahme beruht, dass alle Marktteilnehmer gewinnorientiert, rational und risikoavers agieren. Dies ist mit Blick auf die Aktienblasen und die steigende Anzahl an unerfahrenen Tradern aber nicht der Fall.

Anders als bei klassischen Banken haben Sie bei Brokern wie eToro stets einen guten Überblick über ihre Anlagen. Ab etwa 30 Positionen stellt sich der positive Effekt der Diversifikation ein. In Ihrem Depot klicken Sie einfach auf das Portfolio, um alle diese Positionen übersichtlich aufgelistet zu sehen. Sie erkennen dadurch auch ungewöhnliche Bewegungen, die Sie schließlich über die Charts genauer untersuchen.

Bei riskanten Märkten auf Kreditnahme verzichten

Viele Broker bieten Ihnen an, das Portfolio zu beleihen oder mit Hilfe von Hebeln Fremdkapital aufzunehmen. Bei einem Hebel schießt Ihnen der Broker Kapital zu, um mehr Aktien oder CFDs kaufen zu können. Liegt Ihr eigenes Investment so bei bspw. 100 Euro und Sie entscheiden sich für einen Hebeltrade mit 1:5, werden insgesamt 500 Euro angelegt. Bei einem Gewinn bekommen Sie entsprechend das Fünffache heraus.

Das Problem an den Hebeln ist jedoch, dass er auch ins Negative wirkt und Sie den Kredit letzten Endes bedienen müssen. Es besteht somit die Gefahr, hohe Verluste zu machen und alles aufs Spiel zu setzen. Bei einigen Value Aktien und kurzfristigen Trendwechseln mag diese Strategie durchaus sinnvoll sein. Wenn die betroffenen Aktien aber deutlich überbewertet sind, gehen Sie mit der Kreditaufnahme ein erhebliches Risiko ein.

Leerverkäufe: so profitieren Anleger von der platzenden Blase

Wenn sich eine Aktienblase bildet, wird diese angesichts der vielen Anzeichen irgendwann platzen. Was Sie nun machen können, ist es in eine Wette auf fallende Kurse einzusteigen. Bei einem Leerverkauf leihen Sie sich im Prinzip eine Aktie zu einem hohen aktuellen Preis aus und verkaufen diese sofort. Die Einnahme verzeichnen Sie zunächst auf Ihrem Konto und geben davon eine kleine Leihgebühr ab.

Am Ende der Laufzeit wird die Aktie auf dem Markt zu deutlich gesunkenen Preisen zurückgekauft und an den Verleiher abgegeben. Ihr Gewinn besteht in der Differenz und er ist umso höher, desto stärker das Wertpapier an der Börse an Wert verliert.

Wenn Sie nun bei einem stark anwachsenden Aktienmarkt und bereits extrem hohen Preisen pro Wertpapier short gehen, sind Sie fast auf der sicheren Seite. Wenn alle Parameter erfüllt sind, wird es ab irgendeinem Zeitpunkt zum Absturz der Börsenkurse und zum Crash kommen.

Die Leerverkäufe sind auch eine Möglichkeit, um im eigenen Portfolio Hedging zu betreiben. Hierbei handelt es sich um eine Sicherheitsschranke, die verhindern soll, dass man bei einem Börsencrash das gesamte Investment verliert. Die Shorts heben in diesem Fall sozusagen die Verluste zu einem gewissen Teil auf.

Ein Nachteil dabei ist, dass die möglichen Verluste bei einem Short Squeeze extrem hoch sind. Sollten die Aktienkurse entgegen der Erwartungen nämlich steigen, gibt es nach oben kein Limit. In der Long Position ist der Verlust dagegen durch die Zahl Null begrenzt.

Kann ich bei einem Broker short gehen?

Als Privatanleger short zu gehen, war lange Zeit relativ schwierig. Klassische Banken erlaubten ein solches Vorgehen nicht. Mit dem Aufkommen von Online Brokern wie eToro ist es aber mittlerweile möglich über den CFD-Handel Leerverkäufe zu nutzen. Bei CFDs handelt es sich um Derivate, also Nachbildungen von Kursverläufen.

Man schließt einen Kontrakt mit den Broker über die Veränderung von Basiswert zu Endwert ab und erhält im entsprechenden Verhältnis Gewinn oder Verlust. Somit ist es auch möglich, kleinere Summen zu investieren und keine ganze Aktie zu kaufen. Gleichzeitig lassen es die Tradingplattformen zu, invers vorzugehen und somit in fallende Kurse zu investieren.

Leerverkäufe über CFDs

Wenn Sie über Ihren Broker CFD-Leerverkäufe vornehmen möchten, um sich vor einer Spekulationsblase zu schützen, können Sie dies relativ einfach mit wenigen Klicks machen. Sie gehen einfach auf die gewünschte Aktie, die sich nicht in Ihrem Besitz befindet und wählen den Button verkaufen. Sie veräußern jetzt virtuell ein Wertpapier als CFD, das Ihnen eigentlich nicht gehört.

Nun wird vertraglich eine Short-Replikation eingeleitet. Sie machen also mit den sinkenden Kursen automatisch Gewinn. Bei einem Broker wie eToro können Sie Ihr Portfolio einfach gemischt aufstellen. Entscheiden Sie sich für eine ausgewogene Kombination aus Long Positionen in aussichtsreichen Bereichen und geshorteten Papieren dort, wo der Aktienmarkt zu implodieren droht.

CFD-Leerverkäufe im Vergleich zu Aktienoptionen – was ist besser?

Eine eher klassische Art und Weise, um sich vor Kursabstürzen im Zuge einer Aktienblasen abzusichern, sind die Aktienoptionen. Hier verbrieft Ihnen ein Händler, dass Sie ein bestimmtes Aktienpaket zu einem vorab festgelegten Preis verkaufen können. Der beteiligte Käufer muss den Deal dann annehmen.

Sinken nun die Kurse der Wertpapiere, bleibt für Sie der Verkaufspreis derselbe, wie er im Optionen-Vertrag festgelegt worden ist. Es liegt in Ihrem Ermessen, ob Sie die Option letzten Endes ziehen oder nicht. Wenn Preise am Markt höher liegen, werden Sie sich eher für einen offiziellen Verkauf entscheiden.

Für den festgelegten Zeitraum bezahlen Sie eine bestimmte Prämie, um die Preise garantieren zu können. Diese Gebühr wird in jedem Fall einbehalten. Wenn Sie die Option nicht einlösen, verlieren Sie also die Gebühr. Meist liegen die verlangten Prämien bei mehr als 100 Euro, da sich in einem Paket weitaus mehr als eine Aktie befinden.

Im Vergleich zu den Aktienoptionen müssen Sie bei den CFDs nicht so hohe Gebühren bezahlen. Bei einigen Anbietern wie Capital.com fallen allerdings Kosten für das Halten der Long Positionen über Nacht an. Beim Shorten erhalten Sie dagegen diesen Zinsangleich. Insofern sind Sie mit einem CFD-Leerverkauf als Sicherungsinstrument im Vergleich zu den Optionen etwas besser beraten.

Die einzige größere Gefahr bei den CFD-Leerverkäufen besteht darin, dass die Limits beim Kurswachstum nach oben offen sind. Somit können Sie im schlimmsten Fall stark ins Minus geraten. Bei den Optionen ist der Preis dagegen geschützt. Andererseits ist es schwieriger diese Finanzinstrumente über einen klassischen Broker zu bekommen. CFDs sind für den Kleinanleger stets einfacher zu handhaben, so z. B. mit der Software von eToro.

CFD-Leerverkäufe vs. Aktienoptionen im Überblick

TAB

Welche Broker eignen sich am besten für Leerverkäufe und Gewinnmitnahmen bei Boom und Crash?

Ein wichtiger Faktor, um sich vor einem Aktiencrash zu schützen, ist der passende Broker. Sie sollten auf einen vertrauenswürdigen Anbieter setzen, der Ihnen kostenlos die besten Analysetools offeriert. Mit diesen können Sie dann genau nachschauen, wie sich die Kurse Ihrer Geldanlagen entwickeln. Sie haben zudem Einsicht in den Index, auf den sich CFDs und ETFs beziehen.

Was ein guter Broker weiterhin leisten sollte, sind kostengünstige oder sehr niedrige Gebühren. Am besten ist das Depot selbst wie bei eToro und Capital.com kostenfrei. Ebenso sollte es keine weiteren Abgaben bei Käufen und Verkäufen, also den Orders geben. Auf diese Weise sind Sie komplett flexibel und können besser auf die Geschehnisse am Markt reagieren.

Die Option zu Leerverkäufen über CFDs hilft Ihnen weiterhin dabei, eine Sicherheitsschranke gegen das Platzen einer Aktienblase einzurichten. Mehr noch, können Sie bei den stark fallenden Kursen enorme Gewinne machen, wenn Sie zum richtigen Zeitpunkt invers vorgehen.

Meine derzeitigen Favoriten bei den Brokern sind eToro und Capital.com. eToro hat in vielerlei Hinsicht die Nase vorn, da das Angebot vollkommen gratis ist und sie schnell die passenden Wertpapiere für Long- und Short-Investments finden. Neben klassischen Aktien und ETFs gibt es hier viele CFDs, über welche man in beide Richtungen investieren kann. Ein weiterer Vorteil an diesen Derivaten ist, dass Sie bei geringem Kapital mit weniger Geld einsteigen können als wie bei Aktien.

eToro und Capital.com im Vergleich

Capital.com ist eine kostenlose Plattform, auf der Sie ohne weitere Gebühren Aktien sowie Derivate kaufen und verkaufen können. Es gibt also keine Depotführungs- und Orderkosten. In diesem Bereich sind sich die beiden Anbieter Capital.com und eToro vollkommen gleich. Bei eToro fällt lediglich eine Gebühr von pauschal 5 Euro beim Abheben an. Capital.com verlangt wiederum eine Abgabe bei den CFD-Positionen über Nacht. Dies ist als Zinsanpassung zu verstehen.

Capital.com hat grundsätzlich Vorteile für alle, die sich mit der technischen Analyse beschäftigen. Sie haben Zugriff auf alle Charts und nutzen die verschiedenen Zeichentools, um mehr über die Trends zu erfahren. Machen Sie bspw. die Elliott-Wellen, Trendkanäle sowie Widerstands- und Unterstützungszonen (Resistance und Support) kenntlich.

eToro auf der anderen Seite kombiniert die Grundlagen für die technische Analyse perfekt mit den fundamentalen Kennzahlen. Sie sehen mit wenigen Klicks Daten wie das KGV, den Gewinn pro Aktie, den Umsatz, den Betafaktor und die Dividende. Hierüber erkennen Sie, ob das Unternehmen gesund ist und ob eine Über- oder Unterbewertung vorliegt. Erstere ist besonders wichtig, um eine potenzielle Aktienblase frühzeitig zu erkennen.

So melden Sie sich bei einem Broker an

Finden sie den besten Broker für Ihr Investment

Um den besten Broker zu finden, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Zunächst einmal ist es wichtig, dass der Anbieter eine transparente Gebührenstruktur hat und am besten eine kostenlose Depotführung nebst gratis Orders anbietet. Weitere wichtige Faktoren sind:

  • Registrierung in einem westlichen Staat
  • Offizielle Kontrolle durch Finanzbehörden
  • Schnelle und sichere Software
  • Verfügbarkeit von vielen Analysetools
  • Einfacher Zugang über eine App
  • Bezahlung in Euro und US-Dollar über Kreditkarte, Überweisung sowie Micro-Payments möglich

Eröffnen Sie ein Konto in wenigen Schritten

Wenn Sie den passenden Broker gefunden haben, gehen Sie auf die Seite des Anbieters und melden sich mit einem Klick auf „Konto eröffnen“ an. Daraufhin öffnet sich ein Fenster, in dem Sie alle weiteren Angaben machen. Hierzu gehören zunächst die E-Mail-Adresse, ein Benutzername und ein Passwort.

Sie erhalten kurz darauf eine E-Mail mit dem Bestätigungslink. Klicken Sie diesen an, um das Konto endgültig zu eröffnen. Nun sind Sie kostenloses Mitglied beim Tradingportal und können fast loslegen.

Geben Sie Ihre Erfahrungen und persönliche Informationen

Die Broker sind dazu verpflichtet, einige persönliche Daten von den Mitgliedern zu erheben. Zunächst geht es um die persönlichen Erfahrungen im Traden. Sie geben Ihre vergangenen Investments an und beantworten in einem Quiz verschiedene Fragen. Somit wird sichergestellt, dass Sie nicht ohne Wissen Ihr Kapital riskieren.

Weiterhin geben Sie Ihren Wohnsitz und einige weitere Informationen an. Wichtig ist in diesem Rahmen auch die Steuernummer. Über diese wird die Abgeltungssteuer von pauschal 25 Prozent auf alle Einnahmen aus Wertpapierverkäufen und Dividenden an den Fiskus abgeführt. Später können Sie sich Ihren Freibetrag von 801 Euro im Jahr ebenso wiederholen wie auf einen eventuell niedrigeren Jahressteuersatz bestehen. Wie das in der Steuererklärung geht, zeige ich Ihnen in meinem Artikel zu Steuern im Aktienhandel.

Verifizieren Sie Ihren Wohnsitz

Bevor Sie mit dem Trading loslegen können, müssen Sie sich verifizieren. Laden Sie hierfür ein Dokument zum Nachweis Ihres Wohnsitzes sowie Ihrer Identität hoch. In der Regel reichen Personalausweis, Reisepass mit Wohnsitz bzw. einer Meldebescheinigung oder der Führerschein aus. Nach der Überprüfung sind Sie vollständiges Mitglied beim Broker und können bald schon, die ersten Investitionen tätigen.

Lernen Sie die Dynamiken an den Finanzmärkten im Demoaccount kennen

Wenn Sie sich noch nicht im Trading auskennen, empfehle ich Ihnen zunächst die Nutzung eines Demoaccounts. Sie wechseln einfach in den virtuellen Modus und können sich hier ausprobieren. Zu verschiedenen Themen gibt es dabei Lehrmaterial bspw. in Form von Videos. Jedes einzelne Video erklärt Ihnen Anlagestrategien ebenso wie Phänomene am Markt, z. B. die Aktienblase.

Sie können sich ersten Analysen widmen und ein Portfolio mit virtuellem Geld aufbauen. Entwickelt sich dieses gut und Sie fühlen sich sicher im Umgang mit dem Markt, wechseln Sie zurück in den Echtgeldmodus. Jetzt kann es losgehen, mit dem schrittweisen Vermögensaufbau.

Laden Sie Geld auf das Konto beim Broker auf

Anbieter wie eToro bieten Ihnen verschiedene Zahlungsmethoden an, um Geld auf das Konto aufzuladen. Klassiker sind natürlich die Kreditkarten und Überweisungen. Letztere sind durch Fintechs wie Klarna und Adyen abgedeckt. Daneben ermöglicht man es Ihnen auch, diverse Summen über PayPal, Neteller, Apple Pay und andere Methoden zu versenden.

Es gibt meist ein unteres Limit, welches bei eToro ca. 50 US-Dollar beträgt. Alternativ dazu lassen sich auch einige Aktiendepots ohne Mindesteinlage finden. Da Sie Ihr Portfolio aber ohnehin diversifizieren müssen, lohnt es sich kaum, mit einem Euro anzufangen.

Analysen durchführen: technisch oder fundamental?

Bei der Analyse entscheiden Sie sich zwischen zwei verschiedenen Methoden. Wenn Sie gezielt nach Aktienblasen schauen, um bspw. einem Konkurs aus dem Wege zu gehen oder den Abschwung in der Short Position mitnehmen möchten, empfehle ich Ihnen den fundamentalen Blick. Über das KGV erkennen Sie schnell, welche Aktien überbewertet sind und können diese später genauer unter die Lupe nehmen.

Fahren Sie so mit der technischen Analyse fort, um genau den Zeitpunkt abzupassen, an dem ein Zusammenbruch erfolgen wird. Sie können kurz davor aussteigen oder besser noch, bei Anbietern wie eToro Aktien des Unternehmens über einen CFD-Leerverkauf shorten. Wenn es bei einem Crash um mehrere 100 Prozent nach unten gehen, machen Sie einen enormen Gewinn.

Watchlist aufbauen und die Aktienkurse verfolgen

Investieren Sie nicht sofort all Ihr Geld, wenn Sie eine interessante Aktie sehen. Setzen Sie das Papier zunächst auf die Watchlist und beobachten Sie es für einige Wochen. Bei eToro fügen Sie die Position mit einem kleinen Klick der Beobachtungsliste hinzu und haben die Kursverläufe dann stets auf dem Dashboard verfügbar. Bei einer attraktiven Entwicklung, gehen Sie letzten Endes short.

So platzieren Sie Ihr Aktieninvestment bei Wachstum

Um nun Geld auf eine Position zu platzieren, klicken Sie auf Traden. Nun öffnet sich bei eToro ein Fenster, in dem Sie sich für Kaufen oder Verkaufen entscheiden. Wählen Sie Kaufen, nehmen Sie ein neues Wertpapier oder einen CFD in Ihr Portfolio auf. Entscheiden Sie sich in diesem Fall für einen bestimmten Betrag oder ein Volumen.

Bei Beträgen, die unter dem Wert der Aktie liegen, handelt es sich in der Regel um replizierte Bruchstücke, also CFDs. Sie haben in diesem Fall keinen Anspruch auf eine Dividende. Wer eine Aktie, die sich nicht in seinem Besitz befindet, verkauft, geht über das CFD-Tool short. Sie investieren hier also invers in sinkende Kurse.

Gewinnmitnahme: Verkaufen/Kaufen und Tradingfunktionen

Um eine größere Sicherheit zu haben, fügen Sie verschiedene Tradingfunktionen ein. Bei Stop Loss steigen Sie so automatisch aus dem Handel aus, wenn der Preis auf einen bestimmten Wert sinkt. Somit wird verhindert, dass Sie zu viel Verlust machen.

Auf der anderen Seite schützt Sie Take Profit vor einer zu emotionalen Bindung an die Aktie. Sobald ein gewisser Profit erreicht ist, wird der Gewinn mitgenommen. In der Short Position funktioniert Take Profit wie Stop Loss und ist angesichts der unendlichen Steigerungs- und somit potenziellen Verlustrate bei solchen Deals extrem wichtig.

Solange das Geld an eine Aktie oder einen CFD gebunden ist, können Sie natürlich nicht frei darüber verfügen. Um den Gewinn einzulösen, müssen Sie die Aktie wieder verkaufen oder im Shortbereich kaufen. Dies geht genauso einfach wie die Trades zur Aufnahme von Positionen in das Depot. Nach wenigen Klicks wird Ihnen der Profit als Guthaben gutgeschrieben und Sie können dieses auf Ihr Girokonto abheben.

Eine weitere Strategie für die sichere Geldanlage: ETFs kaufen

Wer vor allen Dingen langfristig stabile Erträge erzielen möchte, ist mit einem ETF gut beraten. Es handelt sich um Aktienfonds, die einfach an der Börse gehandelt werden können. Diese bestehen aus zahlreichen Positionen und sind somit bereits in sich diversifiziert: es kann bis zu 100 Inhalte und mehr geben.

Durch die Diversifikation ist das Risiko extrem gering und das Wachstum entwickelt sich stabil nach oben. Selbst wenn Sie nur 5 bis 10 Prozent p. a. Plus machen, haben Sie bei einer höheren Einlagesumme nach fünf bis zehn Jahren einen stattlichen Ertrag eingefahren. Somit lassen sich die Gefahren von geringen Zinsen und hoher Inflation besser ausgleichen als mit klassischem Sparen.

Ein weiterer Vorteil der ETFs sind die niedrigen Kosten. Solche Fonds werden überwiegend automatisiert verwaltet. Jedes Vierteljahr kommen neue Aktien in Bezug auf Ihre Performance in einem Index in den Fonds. Dadurch sind stets die stärksten Papiere vertreten. Für diesen Service wird eine Gesamtkostenrate von etwa 0,35 Prozent erhoben.

Fahren Sie zweigleisig: Konten für Spekulation und sicheres Wachstum

Das spekulative Element sollte beim Trading von einer langfristigen Strategie abgesichert begleitet sein. Es lohnt sich also, mindestens zwei Konten und das eventuell sogar bei unterschiedlichen Brokern zu haben. So haben Sie in dem einen Depot lediglich ETFs und Value Aktien, von denen Sie sich bei guter Diversifikation langfristig etwas versprechen – beim anderen Account zocken Sie etwas.

Im Zockerkonto nehmen Sie die verschiedenen Trends mit und können so auch von einer Aktienblase profitieren. Ein gutes Beispiel hierfür, ist der Aufwind, den die Cannabis-Industrie in Nordamerika mit der Legalisierung in Kanada erlebt hat. Die Profite an den Börsen waren phänomenal und stiegen in ungeahnte Höhen.

Hier hat es sich gelohnt, gleich am Anfang günstig in einige Werte einzusteigen, den Aufwärtsschwung über ein halbes bis ein Jahr mitzunehmen und dann vor dem Platzen auszusteigen. Dass es zu einem Einsturz kommen würde, war anhand des KGV relativ klar. Die meisten Unternehmen der Branche hatten bei weiten nicht die Gewinne eingefahren, die ihnen die Investoren zugetraut haben. Die Aktien waren also überbewertet und ein Crash unausweichlich.

Wer nicht zu Beginn investiert hatte, könnte auf dem Gipfel der Entwicklung in einen Leerverkauf einsteigen. Im Februar 2021 kam der Kollaps und es ging mit Aktien wie Tilray, Aurora Cannabis und Canopy Growth rasant nach unten. In dieser Abwärtsbewegung konnte man enorme Gewinne in der Short Position erzielen und gleichzeitig vom Wachstum des REITs Innovative Industrial Properties mit seinem Mischkonzept und mehr Buchwert in der Hinterhand profitieren.

Mein Fazit: mit etwas Achtsamkeit, kommen Sie sicher durch den Crash

Die Preise für Unternehmensanteile müssen nicht deckungsgleich mit dem tatsächlichen Wert eines Unternehmens sein. Gerade dann, wenn man sich Gewinn und Buchwert anschaut, klaffen die Daten weit auseinander. Grund dafür ist, dass die Käufer und Verkäufer zusätzlich zum vorhandenen Wert der AG Zukunftschancen einberechnen.

Sind die Hoffnungen der Aktionäre zu hoch, setzt sich eine Spirale nach oben in Gang. Umso mehr Menschen kaufen, desto knapper wird das Angebot und die Preise sehen ein sprunghaftes Wachstum von teils mehreren 100 Prozent. Ab irgendeinem Punkt decken sich diese Bewertungen nicht mehr mit den Erfolgen, die das Unternehmen oder die Branche auch nur annähernd erfüllen kann.

Sobald es das erste Anzeichen der Unsicherheit gibt, kollabiert der Markt und die Kurse sausen teils bis auf das Pennystock-Niveau herunter. Als Anleger ist es also wichtig, sich mit dieser Gefahr auseinanderzusetzen und die Signale zu einem Trendwechsel zu frühzeitig zu erkennen. Hierbei helfen vor allen Dingen Analysetools wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis und die Charts. Über die Kursverläufe lassen sich die Trendrichtungen und Tradingsignale u. a. auch für einen baldigen Einbruch erkennen.

(Ihr Kapital ist gefährdet. Es fallen andere Gebühren an. Weitere Informationen finden Sie unter etoro.com/trading/fees.)

Häufig gestellte Fragen zum Thema Aktienblase

Sind die Börsen überbewertet?

Bei einer plötzlichen und sehr starken Entwicklung der Börsen nach oben, sollte man darauf achtgeben, dass sich hier keine Blase in dem Segment entwickelt, in dem man investiert ist. Gerade sehr gehypte Segmente wie in der Vergangenheit die New Economy, Cannabis und Wasserstoff haben die Tendenz dazu, zu einer überbewerteten Blase zu werden und schließlich ineinander zusammenzustürzen. Meist betrifft das nicht die gesamte Börse, sondern nur einzelne Branchen.

Wann sind Aktien überbewertet?

Überbewertete Aktien erkennen Sie daran, dass ihr KGV extrem hoch liegt. Im Vergleich zum inneren Wert des Unternehmens (Gewinn je Aktie, Umsatz und Buchwert je Aktie) liegt die Marktbewertung weitaus höher. Die Anleger haben hohe Erwartungen an die Zukunft des Geschäftsfelds und pumpen somit teils auf Kredit viel Geld in das Wertpapier. Hierdurch wird der Markt aufgeblasen und muss ab einem bestimmten Punkt zusammenbrechen.

Was sagt das KGV aus?

Das KGV zeigt an, ob eine Aktie eine im Vergleich zum inneren Wert zu hohe oder zu niedrige Bewertung am Markt hat. Gibt es derzeit eine Unterbewertung, so lohnt sich jetzt der Einstieg in den Trade – vorausgesetzt, dass die Unterbewertung ungerechtfertigt ist. Bei einer Überbewertung könnte es dagegen auf eine Aktienblase hinauslaufen.

Was ist eine Value Aktie?

Value Aktien erkennt man zunächst am geringen KGV. Darauf aufbauend muss man herausfinden, ob die Unterbewertung zurecht stattfindet oder ungerechtfertigt ist. Beruht sie lediglich auf negativen Nachrichten und hat das Unternehmen dennoch Aussicht auf große Erfolge in der Zukunft, sichert man sich mit dem Papier ein echtes Schnäppchen – eine klassische Value Aktie mit Potenzial.

Wie kommt es zu einer Aktienblase?

Eine Aktienblase entsteht immer dann, wenn der Markt zu viel Hoffnungen in die Entwicklung einer Branche oder eines Unternehmens steckt. Dann bläht sich der Preis vor allen Dingen auch aufgrund des eingesetzten Fremdkapitals auf. Er entspricht nicht mehr dem eigentlichen Potenzial der Aktie und nicht einmal den realistischen Prognosen. An dieser Stelle kommt es zwangsläufig zur Korrektur und der Kurs stürzt ein.

Wie können sich Investoren vor einem Börsencrash schützen?

Wenn Sie sich als Investor vor einem Crash schützen möchten, sollten Sie zunächst einmal das Portfolio umfassend diversifizieren. So können bestimmte Segmente den Verlust in einer anderen Branche auffangen.

Darüber hinaus muss man die Märkte im Auge behalten und vor allen Dingen bei sehr überbewerteten eine tägliche Analyse auf den Charts durchführen. Sie achten hier auf die Trading-Signale, welche ankündigen, wann der Umschwung kommen wird.

Andre Witzel

Erfahrener Trader im Bereich Forex, CFDs, Aktien und Futures seit 2013.
Über 21.000 Abonnenten auf Youtube und 500 veröffentlichte Trading Videos.

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Zuletzt geupdated am 21/04/2022 von Markus Müller

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